Aktuelles

Ein kleiner Ausblick auf die ersten Termine für 2019:

19. Januar: Demo in Lingen: 40 Jahre Brennelementefabrik sind genug!
Um 13 Uhr startet am Bahnhof die Demo durch die Innenstadt. Anlass sind der 40. Jahrestag der Inbetriebnahme der Brennelementefabrik sowie der gravierende Brand in einem uranhaltigen Verdampfer der Atomanlage im letzten Dezember. Viele Fragen zur Brandursache und den Folgen sind weiter ungeklärt, viele offizielle Äußerungen eher schwammig. Die Brennelementefabrik liegt deshalb noch immer still. Wir wollen, dass dies auch so bleibt – 40 Jahre sind mehr als genug, es reicht! zum Aufruf

9. März: Demo in Ahaus: Zwischenlager-Konzept gescheitert! Castortransporte stoppen! Für Mitte 2019 sind erste Atom-Transporte aus Bayern ins nordrhein-westfälische Ahaus angekündigt. Das dortige Atommüll-Zwischenlager ist jedoch nicht ausreichend gesichert, um hoch angereicherten Atommüll aufzu­­­nehmen, der für den Bau von Atomwaffen missbraucht werden könnte. Zudem läuft die Betriebs­genehmigung für das Zwischenlager schon 2036 aus, lange bevor ein Endlager in Betrieb gehen kann. Die Demo beginnt um 14 Uhr am Bahnhof und führt durch die Innenstadt. Aufruf etc. folgen

19. April, Karfreitag: Ostermarsch in Gronau zur Urananreicherungsanlage
Druck machen für die Stilllegung der sowohl zivil wie militärisch hochbrisanten UAA. Atomare Aufrüstung ist leider wieder topaktuelles Thema, die Uranexporte für Pannenreaktoren laufen noch immer und die Urananreicherung ist dabei eine international bedeutende Schlüssel-Atomanlage. Genaue Daten und der Aufruf folgen


Atommüll zum 1.1.2019 verstaatlicht

Zum 1.1.2019 ist die Verstaatlichung der Zwischenlagerung hochradioaktiven Atommülls wieder einen Schritt weitergegangen. Die Atomkonzerne sind endgültig aus dem Schneider und alle finanziellen und realen Risiken beim Bund bzw. bei den Steuerzahler*innen. Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung mbH (BGZ) ist nun für die Zwischenlagerung des gesamten hochradioaktiven Atommülls in Deutschland verantwortlich. Sie ist dem Bundesumweltministerium zugeordnet. Gegen eine Einmalzahlung samt vermeintlichem Risikozuschlag von in der Summe rund 24 Mrd. Euro wurde den Atomkonzernen der Weg eröffnet, sich von den langfristigen Risiken der Finanzierung der Atommülllagerung zu befreien. Dazu wurde der sogenannte Entsorgungsfonds als öffentlich-rechtliche Einrichtung gegründet. Die Verstaatlichung hat zur Folge, dass alle Bürger*innen / Steuerzahler*innen damit alle Kostenrisiken für die langfristige Zwischenlagerung und irgendwann eine „Endlagerung“ aller radioaktiven Abfälle aus der kommerziellen Nutzung der Atomenergie zu tragen haben.


Archiv Deutsches Atomerbe gegründet

Mehr als 60 Jahre Atomforschung und Atomenergienutzung in Deutschland und fast ebenso lange dauert die gesellschaftliche Auseinandersetzung darum. Die Anti-Atom-Bewegung hat Geschichte geschrieben. Doch wer bewahrt sie auf? Wer macht sie für die nächste Generation zugänglich? Und wer bereitet sie historisch auf? Zu diesem Zweck wurde am 25. Oktober 2018 der Verein „Archiv Deutsches Atomerbe“ in Braunschweig gegründet.

Unter dem Motto „Wir schreiben unsere Geschichte selbst!“ soll verhindert werden, dass wichtige und einzigartige Zeitdokumente unwiderruflich verloren gehen oder in Hände fallen, in denen sie nicht so gut aufgehoben sind. Das Projekt ist ambitioniert. Doch der Verein kann bereits auf einen Bestand von etwa 2.000 Akten und viele andere Medien zurück greifen und der Bestand wächst kontinuierlich an.


Atomschutt-Karte: Standorte von Deponien und Müllverbrennungsanlagen

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat in einer aufwendigen Recherche Informationen über den Verbleib „freigemessener“ radioaktiver Abfälle gesammelt. Eine Liste der Deponien, Recyclinghöfe und Verbrennungsanlagen findest Du hier.
.ausgestrahlt hat auf seiner Website Hintergrundinformationen und eine Karte veröffentlicht. Karte und Liste zeigen aber nur einen Ausschnitt der erfolgten Freigaben von radioaktiven Abfällen. Weder Betreiber noch Atomaufsichtsbehörden sind verpflichtet, Angaben zum Verbleib des strahlenden Materials zu machen und verweigern mitunter Auskünfte. Es ist unklar, wo überall im Land bereits radioaktive Stoffe lagern!


Update: „Genug ist genug – Brennelementefabrik jetzt stilllegen“. Nach Explosion und Brand in Brennelementefabrik Lingen:
13. Dezember  16 Uhr Mahnwache Bahnhof Lingen

Der Elternverein Restrisiko Emsland, der Arbeitskreis Umwelt Schüttorf, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der BUND Emsland sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) rufen für den morgigen Donnerstag für 16 Uhr zu einer Protestmahnwache vor dem Bahnhof in Lingen auf. Anlass sind die Explosion und der folgende Brand in der Brennelementefabrik Lingen letzte Woche. Unter dem Motto „Genug ist genug“ fordern sie eine umfassende Aufklärung des gravierenden Störfalls und die endgültige Stilllegung der seit Jahren bundesweit umstrittenen Atomanlage. zum Aufruf

Nach Brand in der Brennelementfabrik Lingen: Schutz der Bevölkerung muss oberste Priorität haben

Über 350 Organisationen fordern die sofortige Stilllegung

(BBU-Pressemitteilung / Bonn, Hannover, Lingen, 07.12.2018) Nach dem Brand in der Brennelementefabrik in Lingen am Donnerstag Abend (6.12.2018) fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) mit großem Nachdruck die sofortige Stilllegung der schon lange umstrittenen emsländischen Atomfabrik. Erst am 6. Dezember hatte der BBU nach den jüngsten Pannen in der Anlage deren Stilllegung gefordert  – kurz danach brach das Feuer aus. zum Beitrag

 

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