Aktuelles

Update: „Genug ist genug – Brennelementefabrik jetzt stilllegen“. Nach Explosion und Brand in Brennelementefabrik Lingen: Morgen (Donnerstag), 16 Uhr Mahnwache Bahnhof Lingen

Der Elternverein Restrisiko Emsland, der Arbeitskreis Umwelt Schüttorf, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der BUND Emsland sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) rufen für den morgigen Donnerstag für 16 Uhr zu einer Protestmahnwache vor dem Bahnhof in Lingen auf. Anlass sind die Explosion und der folgende Brand in der Brennelementefabrik Lingen letzte Woche. Unter dem Motto „Genug ist genug“ fordern sie eine umfassende Aufklärung des gravierenden Störfalls und die endgültige Stilllegung der seit Jahren bundesweit umstrittenen Atomanlage. zum Aufruf

Nach Brand in der Brennelementfabrik Lingen: Schutz der Bevölkerung muss oberste Priorität haben

Über 350 Organisationen fordern die sofortige Stilllegung

(BBU-Pressemitteilung / Bonn, Hannover, Lingen, 07.12.2018) Nach dem Brand in der Brennelementefabrik in Lingen am Donnerstag Abend (6.12.2018) fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) mit großem Nachdruck die sofortige Stilllegung der schon lange umstrittenen emsländischen Atomfabrik. Erst am 6. Dezember hatte der BBU nach den jüngsten Pannen in der Anlage deren Stilllegung gefordert  – kurz danach brach das Feuer aus. zum Beitrag

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Polizeigesetz NRW stoppen! – Den Angriff auf unsere Grundrechte und Freiheit abwehren

8. Dezember 13:00 Uhr Auftakt (Sammlungsphase ab 12:00 Uhr)
DGB Haus, Friedrich-Ebert-Straße 34-38, 40210 Düsseldorf
#NoPolGNRW #PolGNRWStoppen

Die NRW-Landesregierung will noch in diesem Jahr eine umfassende Verschärfung des Polizeigesetzes durchsetzen. Damit plant sie einen massiven Angriff auf unser aller Grundrechte und Freiheiten: Die Überwachung von Handys und Laptops mit Staatstrojanern, Schleierfahndung und permanente Überwachung im öffentlichen Raum, Taser-Einsatz, Kontaktverbote, Hausarrest bis hin zu wochenlangem Einsperren ohne Rechtsbeistand – das alles soll die Polizei allein aufgrund von Vermutungen tun können. Es kann uns alle treffen, es reicht bereits aus, sich zur falschen Zeit am falschen Ort aufzuhalten. Diese tiefgreifende Erweiterung der polizeilichen Befugnisse hebelt grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien wie die Unschuldsvermutung, die Gewaltenteilung und das Trennungsgebot von Polizei und Geheimdiensten aus. Der bisherige breite Protest hat die Landesregierung unter Druck gesetzt und den Prozess verzögert. Doch die vorgelegten Änderungen sind nichts weiter als bloße Augenwischerei.

Wir sagen deshalb – wie viele in anderen Bundesländern auch – NEIN zu massenhafter Überwachung unter dem Deckmantel von angeblicher Sicherheit und Ordnung und NEIN zum massiven Eingriff in die Grundrechte von Millionen Menschen! Wir werden das Polizeigesetz NRW stoppen!

Dafür rufen wir mit vielen anderen gesellschaftlichen Gruppen zur landesweiten Demonstration in Düsseldorf am 08.12.2018 auf. Wir wünschen uns, dass auf der Demo sichtbar wird, dass dieses Gesetz alle betrifft.

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Kein Spiel mit der Bombe, Herr Söder!

Mit atomwaffenfähigem Material spielt man nicht, das sollte selbstverständlich sein. Der Forschungsreaktor Garching vor den Toren Münchens wird trotzdem mit hochangereichertem Uran betrieben. Dabei läuft Ende 2018 schon zum zweiten Mal eine Frist zur Abrüstung auf niedrig angereichertes Uran aus. Als die erste Frist vor acht Jahren verstrich, war Markus Söder Umweltminister und damit Chef der Atomaufsicht in Bayern. Jetzt, als Ministerpräsident, verschließt er wieder die Augen vor der Gefahr und will den Reaktor weiterlaufen lassen, obwohl die Umrüstung weiter auf sich warten lässt.

Das Umweltinstitut hat deshalb eine Aktion gestartet, um Söder und die CSU zur Abrüstung des „Bombenreaktors“ aufzufordern: Der Forschungsreaktor muss endlich auf niedriger angereichertes Uran umgestellt, oder der Betrieb eingestellt werden.

An der Aktion beteiligen:
https://www.umweltinstitut.org/bombenreaktor

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Ahaus: neue Kampagne gegen drohende Atommüll-Transporte

Mit der Ahauser Erklärung startet die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ eine neue Kampagne gegen drohende Atommüll-Transporte und die schleichende Umwandlung des Ahauser Atommüll-Zwischenlagers in ein Dauerlager.

www.ahauser-erklaerung.de 

Die gesammelten Unterschriften sollen an die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit,  Svenja Schulze, sowie die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Anja Karliczek, überreicht werden. Beide Ministerien tragen für die demnächst nach Ahaus geplanten Atommüll-Transporte aus Jülich und Garching die Verantwortung. Die Unterschriften-Kampagne soll der Auftakt für den breit gestreuten Widerstand gegen diese Transporte sein.

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Frau Schulze: Keine Kumpanei mit der Atomlobby!
30.8. Mahnwache in Bonn

• AKW Tihange 2 und Doel 3 weiterhin brandgefährlich!
• Bundesumweltministerium darf nicht verharmlosen!
• Brennelemente-Exporte stoppen!
• Uranfabriken schließen!

Hintergrund:
Die Reaktorsicherheitskommission (RSK) hat vor wenigen Wochen in einem Gutachten bescheinigt, dass die zahlreichen Risse in den belgischen Uralt-Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 „die Sicherheit dieser Meiler nicht beeinträchtigen“. Die Forderung nach Abschaltung der beiden Risse-Reaktoren sei jetzt „durch nichts mehr zu rechtfertigen“, so ein hochrangiger Beamter des Bundesumweltministeriums (BMU) gegenüber der Presse.
Das Entsetzen darüber ist groß – nicht nur unter Anti-Atom-Aktivist*innen. Denn inzwischen ist auch bekannt geworden, dass zwei am Gutachten beteiligte RSK-Mitglieder beim Atomkonzern Framatome beschäftigt sind und wegen Befangenheit gar nicht an den Beratungen zum Gutachten hätten teilnehmen dürfen.
Verschiedene Anti-Atom-Initiativen rufen daher für Donnerstag, 30.08.2018 zu einer Mahnwache auf, um ein Zeichen zu setzen für eine echte Energiewende, die sofortige Stilllegung aller belgischen und deutschen AKW sowie der Uranfabriken Gronau und Lingen.
Hier geht’s zum offenen Brief von Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden an Frau Bundesministerin Schulze, Frau Ministerpräsidentin Dreyer, Herr Ministerpräsident Laschet, Herr Ministerpräsident Weil.

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Hochradioaktiver Atommüll soll nach Ahaus


Liebe Freundinnen und Freunde,
nachdem vor wenigen Wochen bereits bekannt wurde, dass das Jülicher Forschungszentrum nun drei gepanzerte Castor-LKWs geordert hat und hofft, damit in 2019 – mit immerhin bereits acht Jahren Verzögerung – die ersten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus auf die gefährliche Autobahn-Reise zu schicken, wurde nun durch eine Anfrage der Linken auch bekannt, dass in 2019 auch die TU München ihren hochradioaktiven Atommüll per Castor nach Ahaus schicken will!
Das Besondere hierbei: Im Forschungsreaktor Garching II wird hochangereichertes, waffenfähiges Uran verwendet. Die Castor-Transporte wären deshalb besonders brisant.
Doch für die bayerische Staatsregierung als Verantwortliche für die TU und Garching ist das bislang kein Problem. Genau wie das Forschungszentrum Jülich wollen sie ihren hochradioaktiven Atommüll einfach nur möglichst kostengünstig loswerden.

Auf der Website unserer Ahauser FreundInnen findet ihr weitere Infos: Lagerung von FRM II-Atommüll aus Garching in Ahaus unverantwortbar! 

Und hier ein ausführlicher Artikel dazu in der Süddeutschen Zeitung vom 9. August: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/planungen-der-tu-fragen-und-antworten-zum-garchinger-castor-transport-1.4086126

Wir rufen schon jetzt zu gemeinsamen Protesten zwischen München, Jülich und Ahaus auf, denn es zeichnet sich ab, dass es mit dem Castor-Wahnsinn wieder Ernst wird. Wir werden uns diesem Wahnsinn stellen, damit die Castoren gar nicht erst starten.
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Offener Brief: Belgische Rissereaktoren bleiben brandgefährlich

RSK-Stellungnahme für Entwarnung ungeeignet
Aus Sicht zahlreicher Initiativen und Verbände gibt es bezüglich der belgischen Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3 keinerlei Grund zur Entwarnung. In einem Offenen Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die MinisterpräsidentInnen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stellen sie fest, dass es sich bei der zuletzt von der Reaktor-Sicher­heits­kommission (RSK) vorgelegten Stellungnahme um keinen Sicherheitsnachweis handelt.
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Reaktorsicherheitskommissions-Gutachter zu Tihange sind befangen

  • RSK-Chef Wieland verheddert sich zu Tihange/Doel-Gutachten
  • Mitglieder der Reaktorsicherheitskommission beruflich befangen
  • EDF-Framatome Erlangen/Lingen arbeitet für belgische AKWs
  • RSK-Vorsitzender Wieland muss zurücktreten
  • Tihange/Doel-Gutachten neu vergeben

Der Vorsitzende der Reaktorsicherheitskommission (RSK), Rudolf Wieland, hat bestätigt, dass mehrere leitende Angestellte ausgerechnet des Atomkonzerns EDF-Framatome in Erlangen an der heftig umstrittenen Stellungnahme zur angeblichen „Sicherheit“ der belgischen Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 im federführenden RSK-Ausschuss „Druckführende Komponenten und Werkstoffe“ (DKW) mitgewirkt haben. Die Stellungnahme der RSK ist Grundlage für die weitere Arbeit des Bundesumweltministeriums, welches nun seit einiger Zeit kaum mehr Kritik zu den belgischen Riss-AKW äußert und auch nichts gegen die Brennelemente-Lieferungen aus Lingen nach Belgien unternimmt.Dennoch machte Wieland gestern Abend in den Aachener Nachrichten irreführende Angaben zum offensichtlichen Vorliegen einer beruflichen Befangenheit: Denn laut § 10 der RSK-Satzung sind Mitglieder, die „gegen Entgelt“ bei einem zu untersuchenden Unternehmen „beschäftigt sind“ und in der „zur Beratung anstehenden Angelegenheit einen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil haben (können)“, bereits von der Beratungstätigkeit an sich auszuschließen und nicht erst von den Abstimmungen. weiterlesen

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506.003 Unterschriften gegen Tihange 2 und Doel 3

Am 13. Juli konnte die Initiative 3 Rosen e.V. die vielen Unterschriften, die sie über viele Monate hinweg in Belgien, den Niederlanden und Deutschland gesammelt haben, endlich persönlich bei der belgischen Aufsichtsbehörde FANC übergeben. weiterlesen

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Anträge für Jülicher Castor-Exporte gestellt

Wie die WDR-Sendung Westpol berichtete, hat die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle einen Antrag für einen Export der 152 Jülicher Westcastoren in die USA gestellt.  weiterlesen

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Der Widerstand gegen das geplante umfassende neue NRW-Polizeigesetz nimmt Fahrt auf: Am 22.6. demonstrierten z. B. in Münster mehr als 550 Menschen – landesweit fanden am vergangenen Wochenende Aktionen und Demos statt. Schwarz-Gelb rudert auch schon ein wenig zurück und hat „Korrekturen“ in Aussicht gestellt. Auch die Verabschiedung des Gesetzes wurde hinter die Sommerpause vertagt.

Aber damit will Schwarz-Gelb erstmal die momentane breite gesellschaftliche Mobilisierung bremsen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir gerade auch aus der Anti-Atom-Bewegung am Samstag, 7. Juli, um 13 Uhr an der landesweiten Demo gegen das Polizeigesetz in Düsseldorf teilnehmen (Startpunkt ist am DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Str. 34-38). Wir haben gute Chancen, dieses scharfe Gesetz zu kippen!

In der Anti-Atom-Bewegung haben wir genau wie viele andere Protestbewegungen immer wieder die Erfahrung gemacht, dass schon die jetzigen Polizeigesetze erhebliche Grundrechtsverletzungen ermöglichen. Krasse Beispiele in NRW waren die Hunderten von Ingewahrsamnahmen bei den Ahaus-Castoren von 1998 und 2005. Auch in Gronau sind Polizeieinsätze gegen Anti-Atom-Aktionen die Regel. Gleiches gilt für den Hambacher Forst und viele andere Proteste. Da, wo die Regierenden keine Argumente mehr zur Verteidigung von widersinnigen und gefährlichen Großprojekten haben, wird gerne versucht, gesellschaftliche (Umwelt-)Proteste polizeilich in ein negatives, strafbares Licht zu rücken. Das ist nicht akzeptabel, sondern schlicht undemokratisch.

Im bisherigen Entwurf für das neue NRW-Polizeigesetz werden viele Freiheits- und Grundrechte zum Teil massiv eingeschränkt, u. a. soll das Recht auf präventive Ingewahrsamnahme deutlich ausgeweitet werden (bis zu zwei (FDP) oder gar vier Wochen (CDU)). Neu ist der juristisch extrem schwammige Begriff der „drohenden Gefahr“, um auch ohne konkreten Anlass polizeilich tätig werden zu können. Mehr Videoüberwachung und Staatstrojaner sind weitere Beispiele. Die Breite der Eingriffe geht uns alle an. Eine ausführliche Kritik sowie alle aktuellen Infos findet ihr auf www.no-polizeigesetz-nrw.de.

In Duisburg gibt es am 4. Juli 18.30 Uhr eine Info-Veranstaltung  im Hamborner Ratskeller, Duisburger Str. 213 (Veranstalter*in: Duisburg stellt sich quer)

Seid in Düsseldorf dabei!

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Besucht uns am 23. Juni an unserem Infostand beim Umweltmarkt in Duisburg oder am 24. Juni beim Fest der Vielfalt am IZ

aktuelle Infos zu den maroden Bröckelreaktoren Doel und Tihange, ne Runde kickern oder einfach nur ein bisschen quatschen …

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Auf dem Laufenden bleiben – Infos zum Thema Anti-Atom

Auf der Homepage von .ausgestrahlt gibt es eine Rubrik „Informieren/Anti-Atom-Nachrichten“ – hier findest Du immer die neuesten Nachrichten aus aller Welt. Außerdem kann hier der „Atomradar“ abonniert werden. Das ist ein kostenloser Nachrichtenservice von .ausgestrahlt: Per E-Mail erhältst Du alle paar Tage Links zu den wichtigsten Medienberichten zum Thema Atomenergie. Das Abo ist kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

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AKW Lingen: Statt Revision jetzt Stilllegung „30 Jahre AKW-Betrieb sind genug“

– 9. Juni: Überregionale Anti-Atom-Demo in Lingen – alle Infos, Fotos, Redebeiträge zur Demo

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern von der niedersächsischen Landesregierung, auf die ab Freitag (25.5.) angesetzte Revision mit Brennelementewechsel im AKW Lingen II („Emsland“) zu verzichten und stattdessen das AKW umgehend stillzulegen. „Das AKW ist inzwischen 30 Jahre alt und damit in die Jahre gekommen. Der aktuelle Zwischenfall an einem Notstromdiesel ist ein warnendes Beispiel. Anstatt jetzt noch einmal neue Brennelemente einzusetzen, ist es für Betreiber RWE dringend Zeit, mit der AKW-Stilllegung die Gefahr eines Super-GAUs zu beseitigen und der Energiewende den Weg frei zu machen,“ so Christina Burchert vom Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf.

Mittlerweile unterstützen 348 Initiativen, Verbände und Parteien die Lingen-Resolution zur Stilllegung des Atomstandortes Lingen. Erst letzte Woche hatte eine repräsentative Forsa-Umfrage ergeben, dass zwei Drittel der Befragten in Niedersachsen und NRW sich eine Stilllegung der Atomfabriken in Lingen und im benachbarten Gronau wünschen sowie einen Exportstopp für Brennelemente aus Lingen. Am 9. Juni findet genau dazu eine überregionale Demonstration vom AKW Lingen zur benachbarten Brennelementefabrik Lingen statt. RWE plant das Wiederanfahren des AKW für den 12. Juni – also drei Tage nach der Demo.

„Das Beharren in Lingen auf Atomkraft und Brennelementexporte gefährdet nicht nur die direkte Umgebung. Selbst Großstädte wie Münster müssen wegen des AKW-Betriebs für die Bevölkerung Jodtabletten anschaffen. Und die Brennelemente aus Lingen kommen in den gefährlichsten Reaktoren Westeuropas zum Einsatz, z. B. in Doel, Tihange, Cattenom und Fessenheim. Das ist unverantwortlich,“ so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein organisiert Fahrgemeinschaften zur Demo. Treffpunkt: am 9.6.um 10:30 Uhr in Duisburg, der genaue Ort wird noch bekanntgegeben. Interessierte sollten sich spätestens bis zum 8.6. melden. Mailkontakt: info(ät)antiatom-buendnis-niederrhein.de

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Aktion rund um die Karlspreisverleihung

Kommt am 10. Mai (Himmelfahrt) zur Verleihung des Karlspreises nach Aachen. Der mittelbar mit Abstand größte Einzelaktionär des AKW Tihange, Emanuel Macron, wird zum Karlspreisträger 2018 ernannt. Mit dieser Entscheidung hat das Karlspreisdirektorium völlig neue Optionen für die Schließung des Atomkraftwerks eröffnet! Wir werden sie nutzen!

10:00 Treffen am Welthaus Aachen (An der Schanz 1)
10:45 Start der Demonstration zum Marktplatz
11:15 Ende von Teil 1 der Demo; TeilnehmerInnen gehen INDIVIDUELL auf den Marktplatz (200 m)
11:00 bis 13:00 auf Marktplatz ist der „offizieller Teil der Karlspreisverleihung“
12:30 / 13:00 TeilnehmerInnen gehen INDIVIDUELL vom Markt zum Teil-2 der Aktion (200 m) zur
12:30 Kundgebung am Augustinerbach/Pontstrasse (neben Cafe Kittel)
14:00 Ende der Kundgebung

weitere Infos

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Am 26. April vor genau 32 Jahren kam es im AKW Tschernobyl zum Super-GAU

Das Unglück zeigte eindrücklich, dass die Atomkraft nicht beherrschbar ist. Dennoch ist die atomare Gefahr nicht gebannt. So steigt mit jedem Tag des Weiterbetriebs maroder Altmeiler wie im belgischen Tihange und Doel die Gefahr eines schweren Atomunfalls in Europa. Beide AKW sorgen regelmäßig für Schlagzeilen, seit im Jahr 2012 tausende Risse in den Reaktordruckbehältern entdeckt wurden. Solche Defekte am Herzstück der Meiler gefährden die Sicherheit immens. An ihnen würde jede Genehmigung für einen AKW-Neubau scheitern. Doch für den Weiterbetrieb der „Rissereaktoren“ Tihange und Doel drückt die belgische Atomaufsicht beide Augen zu.

Damit zeigt sich einmal mehr, dass nicht nur die Riss-Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 hochgradig gefährlich sind, sondern alle AKW. Bei Doel 1 kommt hinzu, dass es die eigentlich vorgesehene Laufzeit bereits überschritten hat.

Update: Am 29.4. bestätigte der belgische AKW-Betreiber Engie Electrabel ein Leck im Kühlwasserkreislauf des AKW Doel 1. Belgische Medien sprechen von austretendem hochradioaktivem Wasser, der Betreiber bezeichnet das Wasser als nicht radioaktiv, aber im hochradioaktiven Bereich, weshalb es nur schwer repariert werden könne. Engie Electrabel will den Reaktor aber im Oktober dennoch wieder ans Netz nehmen.
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/leck-akw-doel-belgien100.html

Mit einer Petition auf der Plattform change.org fordert die Initiative „Stop Tihange“, ein Netzwerk von Bürgerinitiativen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden, die Risikoreaktoren stillzulegen. Bereits mehr als 280.000 Menschen haben den Aufruf an die belgische Atomaufsicht online unterschrieben. Auch wir unterstützen den Appell von „Stop Tihange“ und möchten euch heute bitten, dies ebenfalls zu tun – damit sich ein GAU wie in Tschernobyl oder Fukushima niemals wiederholt.

Hier geht’s zur Petition von „Stop Tihange“ auf change.org

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Das schlägt dem Fass den Boden aus – Atommüllfässer nach Ahaus!

durchgerostetes Atommüll-Fass aus dem AKW BrunsbüttelCa. 1700 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll sollen von Gorleben über Duisburg nach Ahaus verschoben werden. Die Fässer sind in Gorleben verwahrlost und teilweise völlig verrostet. Daraufhin hat die Niedersächsische Landesregierung eine Nachkonditionierung (Neuverpackung) in Duisburg veranlasst und Gorleben gleichzeitig zugesichert, dass die Fässer danach nicht mehr nach Gorleben zurückkommen!
Nun ist durchgesickert, dass der Atommüll für einen unbefristeten Zeitraum in Ahaus eingelagert werden soll. (Pressemitteilung der BI Ahaus)

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Offener Brief: Forschungsreaktor „abrüsten“!

Der einzige Atomreaktor, der seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986 in Deutschland in Betrieb genommen wurde, ist der Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München. Doch damit nicht genug: In Garching wird hoch angereichertes Uran eingesetzt, das für Atomwaffen missbraucht werden könnte.

Eigentlich hätte der Reaktor schon 2010 auf niedrig angereichertes Uran umgerüstet werden müssen. Doch die Frist wurde bis 2018 verlängert. Nun sieht es so aus, als würde auch diese Frist verstreichen – ohne die „Abrüstung“ des Garchinger Reaktors.

Anfang April ging die wissenschaftliche Leitung des FRM II an Prof. Müller-Buschbaum über. In einem offenen Brief gratuliert ihm das Umweltinstitut München zur neuen Stellung und formuliert klare Forderungen: Die Umrüstung auf niedrig angereichertes Uran muss vorangetrieben und der brisante Atommüll für die Lagerung (die übrigens in Ahaus erfolgen soll)  speziell behandelt werden. Mehr zum offenen Brief

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Kostspieliger Wettlauf entscheidet, ob der Jülicher Atommüll in die USA oder nach Ahaus geht

Die Atombrennstoff-Kugeln aus Jülich sollen in die USA transportiert werden. Das geht aus einem Bericht des Bundesumweltministeriums hervor. Gleichzeitig laufen die Planungen für den Transport der insgesamt 152 Castor-Behälter mit hochradioaktiven Kugel-Brennelementen in das Zwischenlager Ahaus weiter. Zur Terrorabwehr werden derzeit besonders gepanzerte Fahrzeuge für die Atomtransporte hergestellt. Ab September 2019 könnten die Castor-Behälter in Ahaus angenommen werden. Die Entscheidung, welche Variante zur Räumung des unsicheren Brennelemente-Lagers in Jülich gewählt wird, hängt laut BMU davon ab, welche am schnellsten umsetzbar ist, hieß es am 18. April in der Sitzung des Umweltausschusses. „Bei der besten der schlechten Varianten, in Jülich ein neues Zwischenlager zu errichten, spielen Betreiber und Behörden vor allem auf Zeit. Es ist offenkundig, dass diese Option nicht ernsthaft verfolgt wird.“ (MdB Hubertus Zdebel (DIE LINKE), Sprecher für Atomausstieg und Mitglied im Umweltausschuss des Bundestages) weiterlesen (externer Link)

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Zwischenlager Leese: Hat Niedersachsen 435 Problemfässer verheimlicht?

Im Zwischenlager für schwach radioaktiven Atommüll in Leese (Kreis Nienburg) stehen 442 Fässer, die intensiv nachbehandelt werden müssen, berichtete das NDR 3-Magazin ‚Hallo Niedersachsen‘ am Sonntag. Zugegeben hatte das Land bisher sieben. Wenn es stimmt, das die bisher unveröffentlichte Studie des Umweltministeriums, auf die sich das Magazin bezieht, bereits ein Jahr alt ist, hat Niedersachsen nicht nur ein Atommüll-, sondern auch ein Glaubwürdigkeitsproblem. mehr

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Informationsveranstaltung zum Atomkraftwerk Tihange am Sonntag, 15. April

Am Sonntag, den 15. April um 11.00 Uhr informieren Aachener Antiatom-Aktivist*innen im Duisburger Internationalen Zentrum über die Risiken, die vom maroden Kernkraftwerk Tihange bei Lüttich ausgehen und die Chancen einer Abschaltung. Aktuell sehen sie in der Verleihung des Karlspreises 2018 an den französischen Präsidenten Macron eine Gelegenheit, diesen an seine europäische Verantwortung zu erinnern und seinen Einfluss geltend zu machen und auf eine Abschaltung des umstrittenen Atommeilers hin zu wirken. Veranstalter ist der Rosa-Luxemburg-Club in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg Stiftung NRW. Das Antiatom-Bündnis Niederrhein aus Duisburg ist Unterstützer, der Eintritt ist frei.

Update: Der Betrieb des AKW Tihange 2 (und Doel 3) ist rechtswidrig. Die belgische Atomaufsicht verstößt gegen international anerkannte Grundsätze der Atomsicherheit. „Man könnte von einem Genehmigungs-Super-GAU sprechen“ und die Gefahr einer Katastrophe ist „nicht praktisch ausgeschlossen“. Das ist das alarmierende Fazit des ehemaligen Leiters der Abteilung Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und
Entsorgung des Bundesumweltministeriums, Wolfgang Renneberg, auf einer Fachtagung der Städteregion Aachen am 14. April 18. Angesichts tausender Risse in den Druckbehältern von Tihange 2 und Doel 3 forderten zahlreiche unabhängige Atomexperten die umgehende Abschaltung dieser Reaktoren.

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Jülich – Ahaus: Jetzt doch Castorwahnsinn?

Bund, Land und das Forschungszentrum Jülich starten den dritten Versuch in 10 Jahren: Für 2019 gibt es Pläne, die 152 Westcastoren mit den 300 000 hochradioaktiven Brennelementkugeln über die Autobahnen von NRW mitten durchs Ruhrgebiet nach Ahaus zu bringen. Das scheiterte schon 2010 und 2012 an unserem Widerstand!
Deshalb rufen wir euch auf, morgen (Sonntag) noch spontan zur ohnenhin geplanten Kundgebung, in Ahaus (14 Uhr Stadthalle) zu kommen.

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Immer wieder ist von Störfällen, Rissen in Druckbehältern oder mangelndem Katastrophenschutz bei den belgischen Pannenreaktoren in Tihange und Doel die Rede. Auch für Menschen in Deutschland sind die Schrottmeiler ein ständiges Sicherheitsrisiko. Schließlich trennen Aachen und Tihange weniger als 70 Kilometer, und nach Duisburg sind es auch nur 146 km!

Die Antiatom-Initiativen werden deshalb nicht müde, den weiteren Betrieb der Risikoreaktoren zu kritisieren. Doch gleichzeitig sind die deutschen Atomfabriken in Lingen und Gronau für deren Versorgung mit Brennelementen entscheidend.
Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kommt selbst aus Nordrhein-Westfalen und sollte die Sorgen der Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland vor einem Atomunfall im benachbarten Belgien sehr gut kennen. Ein Rechtsgutachten belegt, dass sie als Bundesumweltministerin die Brennelemente-Exporte stoppen könnte. Dazu fordert sie das Umweltinstitut München mit einer neuen Aktion auf. Also mitmachen!

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6. Februar: Mahnwache vor Düsseldorfer Staatskanzlei

Uranmüll und Urananreicherung werden trotz Atomausstieg weitergeführt

Rund ein Dutzend Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände haben sich am Wochenende in Münster zu einer Allianz zusammengeschlossen, um gemeinsam zu erreichen, dass die neue Bundesregierung die Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefabrik Lingen in den Atomausstieg mit aufnimmt. Besonders im Fokus steht NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). . Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, rufen die Initiativen und Verbände für Dienstag, 6. Februar, um 16 Uhr zu einer Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei am Horionplatz auf.

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Aktueller Stand bei der GNS in Duisburg

GNS-Gelände an der Richard-Seyffert-Straße in Duisburg-WanheimEs gab zwar in den letzten Monaten viel Bewegung rund um die Atomkraft – meistens geschah dies aber ziemlich geräuschlos und es war gar nicht so einfach, die konkreten Folgen einzuschätzen. Der Übergang der Verantwortung für den Atommüll von der Verursachern auf die öffentliche Hand gilt natürlich auch für schwach- und mittelradioaktiven Müll, also den Müll, der im Duisburger Süden verarbeitet wird. Unsere Rückfrage an den Betreiter, die Gesellschaft für Nuklearsvervice (GNS), ob sich dadurch auch etwas an der Lage in Duisburg verändert, wurde mit der Aussage beantwortet: „Nein, das hat keine Auswirkungen für den Standort Duisburg. Wir halten daran fest, die Anlage bis Ende 2019 zu schließen.“ weiterlesen

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