Aktuelles

Aktion rund um die Karlspreisverleihung

Kommt am 10. Mai (Himmelfahrt) zur Verleihung des Karlspreises nach Aachen. Der mittelbar mit Abstand größte Einzelaktionär des AKW Tihange, Emanuel Macron, wird zum Karlspreisträger 2018 ernannt. Mit dieser Entscheidung hat das Karlspreisdirektorium völlig neue Optionen für die Schließung des Atomkraftwerks eröffnet! Wir werden sie nutzen!

10:00 Treffen am Welthaus Aachen (An der Schanz 1)
10:45 Start der Demonstration zum Marktplatz
11:15 Ende von Teil 1 der Demo; TeilnehmerInnen gehen INDIVIDUELL auf den Marktplatz (200 m)
11:00 bis 13:00 auf Marktplatz ist der „offizieller Teil der Karlspreisverleihung“
12:30 / 13:00 TeilnehmerInnen gehen INDIVIDUELL vom Markt zum Teil-2 der Aktion (200 m) zur
12:30 Kundgebung am Augustinerbach/Pontstrasse (neben Cafe Kittel)
14:00 Ende der Kundgebung

weitere Infos

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Am 26. April vor genau 32 Jahren kam es im AKW Tschernobyl zum Super-GAU

Das Unglück zeigte eindrücklich, dass die Atomkraft nicht beherrschbar ist. Dennoch ist die atomare Gefahr nicht gebannt. So steigt mit jedem Tag des Weiterbetriebs maroder Altmeiler wie im belgischen Tihange und Doel die Gefahr eines schweren Atomunfalls in Europa. Beide AKW sorgen regelmäßig für Schlagzeilen, seit im Jahr 2012 tausende Risse in den Reaktordruckbehältern entdeckt wurden. Solche Defekte am Herzstück der Meiler gefährden die Sicherheit immens. An ihnen würde jede Genehmigung für einen AKW-Neubau scheitern. Doch für den Weiterbetrieb der „Rissereaktoren“ Tihange und Doel drückt die belgische Atomaufsicht beide Augen zu.

Damit zeigt sich einmal mehr, dass nicht nur die Riss-Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 hochgradig gefährlich sind, sondern alle AKW. Bei Doel 1 kommt hinzu, dass es die eigentlich vorgesehene Laufzeit bereits überschritten hat.

Update: Am 29.4. bestätigte der belgische AKW-Betreiber Engie Electrabel ein Leck im Kühlwasserkreislauf des AKW Doel 1. Belgische Medien sprechen von austretendem hochradioaktivem Wasser, der Betreiber bezeichnet das Wasser als nicht radioaktiv, aber im hochradioaktiven Bereich, weshalb es nur schwer repariert werden könne. Engie Electrabel will den Reaktor aber im Oktober dennoch wieder ans Netz nehmen.
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/leck-akw-doel-belgien100.html

Mit einer Petition auf der Plattform change.org fordert die Initiative „Stop Tihange“, ein Netzwerk von Bürgerinitiativen aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden, die Risikoreaktoren stillzulegen. Bereits mehr als 280.000 Menschen haben den Aufruf an die belgische Atomaufsicht online unterschrieben. Auch wir unterstützen den Appell von „Stop Tihange“ und möchten euch heute bitten, dies ebenfalls zu tun – damit sich ein GAU wie in Tschernobyl oder Fukushima niemals wiederholt.

Hier geht’s zur Petition von „Stop Tihange“ auf change.org

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Das schlägt dem Fass den Boden aus – Atommüllfässer nach Ahaus!

durchgerostetes Atommüll-Fass aus dem AKW BrunsbüttelCa. 1700 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll sollen von Gorleben über Duisburg nach Ahaus verschoben werden. Die Fässer sind in Gorleben verwahrlost und teilweise völlig verrostet. Daraufhin hat die Niedersächsische Landesregierung eine Nachkonditionierung (Neuverpackung) in Duisburg veranlasst und Gorleben gleichzeitig zugesichert, dass die Fässer danach nicht mehr nach Gorleben zurückkommen!
Nun ist durchgesickert, dass der Atommüll für einen unbefristeten Zeitraum in Ahaus eingelagert werden soll. (Pressemitteilung der BI Ahaus)

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Offener Brief: Forschungsreaktor „abrüsten“!

Der einzige Atomreaktor, der seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986 in Deutschland in Betrieb genommen wurde, ist der Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München. Doch damit nicht genug: In Garching wird hoch angereichertes Uran eingesetzt, das für Atomwaffen missbraucht werden könnte.

Eigentlich hätte der Reaktor schon 2010 auf niedrig angereichertes Uran umgerüstet werden müssen. Doch die Frist wurde bis 2018 verlängert. Nun sieht es so aus, als würde auch diese Frist verstreichen – ohne die „Abrüstung“ des Garchinger Reaktors.

Anfang April ging die wissenschaftliche Leitung des FRM II an Prof. Müller-Buschbaum über. In einem offenen Brief gratuliert ihm das Umweltinstitut München zur neuen Stellung und formuliert klare Forderungen: Die Umrüstung auf niedrig angereichertes Uran muss vorangetrieben und der brisante Atommüll für die Lagerung (die übrigens in Ahaus erfolgen soll)  speziell behandelt werden. Mehr zum offenen Brief

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Kostspieliger Wettlauf entscheidet, ob der Jülicher Atommüll in die USA oder nach Ahaus geht

Die Atombrennstoff-Kugeln aus Jülich sollen in die USA transportiert werden. Das geht aus einem Bericht des Bundesumweltministeriums hervor. Gleichzeitig laufen die Planungen für den Transport der insgesamt 152 Castor-Behälter mit hochradioaktiven Kugel-Brennelementen in das Zwischenlager Ahaus weiter. Zur Terrorabwehr werden derzeit besonders gepanzerte Fahrzeuge für die Atomtransporte hergestellt. Ab September 2019 könnten die Castor-Behälter in Ahaus angenommen werden. Die Entscheidung, welche Variante zur Räumung des unsicheren Brennelemente-Lagers in Jülich gewählt wird, hängt laut BMU davon ab, welche am schnellsten umsetzbar ist, hieß es am 18. April in der Sitzung des Umweltausschusses. „Bei der besten der schlechten Varianten, in Jülich ein neues Zwischenlager zu errichten, spielen Betreiber und Behörden vor allem auf Zeit. Es ist offenkundig, dass diese Option nicht ernsthaft verfolgt wird.“ (MdB Hubertus Zdebel (DIE LINKE), Sprecher für Atomausstieg und Mitglied im Umweltausschuss des Bundestages) weiterlesen (externer Link)

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Zwischenlager Leese: Hat Niedersachsen 435 Problemfässer verheimlicht?

Im Zwischenlager für schwach radioaktiven Atommüll in Leese (Kreis Nienburg) stehen 442 Fässer, die intensiv nachbehandelt werden müssen, berichtete das NDR 3-Magazin ‚Hallo Niedersachsen‘ am Sonntag. Zugegeben hatte das Land bisher sieben. Wenn es stimmt, das die bisher unveröffentlichte Studie des Umweltministeriums, auf die sich das Magazin bezieht, bereits ein Jahr alt ist, hat Niedersachsen nicht nur ein Atommüll-, sondern auch ein Glaubwürdigkeitsproblem. mehr

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Informationsveranstaltung zum Atomkraftwerk Tihange am Sonntag, 15. April

Am Sonntag, den 15. April um 11.00 Uhr informieren Aachener Antiatom-Aktivist*innen im Duisburger Internationalen Zentrum über die Risiken, die vom maroden Kernkraftwerk Tihange bei Lüttich ausgehen und die Chancen einer Abschaltung. Aktuell sehen sie in der Verleihung des Karlspreises 2018 an den französischen Präsidenten Macron eine Gelegenheit, diesen an seine europäische Verantwortung zu erinnern und seinen Einfluss geltend zu machen und auf eine Abschaltung des umstrittenen Atommeilers hin zu wirken. Veranstalter ist der Rosa-Luxemburg-Club in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg Stiftung NRW. Das Antiatom-Bündnis Niederrhein aus Duisburg ist Unterstützer, der Eintritt ist frei.

Update: Der Betrieb des AKW Tihange 2 (und Doel 3) ist rechtswidrig. Die belgische Atomaufsicht verstößt gegen international anerkannte Grundsätze der Atomsicherheit. „Man könnte von einem Genehmigungs-Super-GAU sprechen“ und die Gefahr einer Katastrophe ist „nicht praktisch ausgeschlossen“. Das ist das alarmierende Fazit des ehemaligen Leiters der Abteilung Reaktorsicherheit, Strahlenschutz und
Entsorgung des Bundesumweltministeriums, Wolfgang Renneberg, auf einer Fachtagung der Städteregion Aachen am 14. April 18. Angesichts tausender Risse in den Druckbehältern von Tihange 2 und Doel 3 forderten zahlreiche unabhängige Atomexperten die umgehende Abschaltung dieser Reaktoren.

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Jülich – Ahaus: Jetzt doch Castorwahnsinn?

Bund, Land und das Forschungszentrum Jülich starten den dritten Versuch in 10 Jahren: Für 2019 gibt es Pläne, die 152 Westcastoren mit den 300 000 hochradioaktiven Brennelementkugeln über die Autobahnen von NRW mitten durchs Ruhrgebiet nach Ahaus zu bringen. Das scheiterte schon 2010 und 2012 an unserem Widerstand!
Deshalb rufen wir euch auf, morgen (Sonntag) noch spontan zur ohnenhin geplanten Kundgebung, in Ahaus (14 Uhr Stadthalle) zu kommen.

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Immer wieder ist von Störfällen, Rissen in Druckbehältern oder mangelndem Katastrophenschutz bei den belgischen Pannenreaktoren in Tihange und Doel die Rede. Auch für Menschen in Deutschland sind die Schrottmeiler ein ständiges Sicherheitsrisiko. Schließlich trennen Aachen und Tihange weniger als 70 Kilometer, und nach Duisburg sind es auch nur 146 km!

Die Antiatom-Initiativen werden deshalb nicht müde, den weiteren Betrieb der Risikoreaktoren zu kritisieren. Doch gleichzeitig sind die deutschen Atomfabriken in Lingen und Gronau für deren Versorgung mit Brennelementen entscheidend.
Die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kommt selbst aus Nordrhein-Westfalen und sollte die Sorgen der Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland vor einem Atomunfall im benachbarten Belgien sehr gut kennen. Ein Rechtsgutachten belegt, dass sie als Bundesumweltministerin die Brennelemente-Exporte stoppen könnte. Dazu fordert sie das Umweltinstitut München mit einer neuen Aktion auf. Also mitmachen!

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6. Februar: Mahnwache vor Düsseldorfer Staatskanzlei

Uranmüll und Urananreicherung werden trotz Atomausstieg weitergeführt

Rund ein Dutzend Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände haben sich am Wochenende in Münster zu einer Allianz zusammengeschlossen, um gemeinsam zu erreichen, dass die neue Bundesregierung die Urananreicherungsanlage Gronau und die Brennelementefabrik Lingen in den Atomausstieg mit aufnimmt. Besonders im Fokus steht NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). . Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, rufen die Initiativen und Verbände für Dienstag, 6. Februar, um 16 Uhr zu einer Mahnwache vor der Düsseldorfer Staatskanzlei am Horionplatz auf.

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Aktueller Stand bei der GNS in Duisburg

GNS-Gelände an der Richard-Seyffert-Straße in Duisburg-WanheimEs gab zwar in den letzten Monaten viel Bewegung rund um die Atomkraft – meistens geschah dies aber ziemlich geräuschlos und es war gar nicht so einfach, die konkreten Folgen einzuschätzen. Der Übergang der Verantwortung für den Atommüll von der Verursachern auf die öffentliche Hand gilt natürlich auch für schwach- und mittelradioaktiven Müll, also den Müll, der im Duisburger Süden verarbeitet wird. Unsere Rückfrage an den Betreiter, die Gesellschaft für Nuklearsvervice (GNS), ob sich dadurch auch etwas an der Lage in Duisburg verändert, wurde mit der Aussage beantwortet: „Nein, das hat keine Auswirkungen für den Standort Duisburg. Wir halten daran fest, die Anlage bis Ende 2019 zu schließen.“ weiterlesen

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Mahnwache am 21. November 2017 in Düsseldorf

Anlässlich der Jahresabschlussfeier des Forschungszentrums Jülich rufen das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und das Aktionsbündnis
Stop Westcastor zur Teilnahme auf. Kommt zahlreich.
* Kein Export des Jülicher Atommülls in die USA
* Keine Atommüll-Transporte nach Ahaus
* Möglichst sicherer Zwischenlager-Neubau in Jülich
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