Aktuelles

Zwischenlager Ahaus: Deutscher Atommüll bleibt vorerst in Frankreich

Zwischenlager in Ahaus

Ahaus Zwischenlager / CC 3.0

Deutscher Atommüll aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Uran-Brennelemente bleibt noch für Jahrzehnte in der französischen Plutoniumfabrik La Hague. Offenbar gibt es Probleme mit den dafür eigentlich vorgesehenen Transport- und Lager-Behältern. Nun müssen erst komplett neue Behälter für die brisante Fracht entwickelt werden, heißt es, nachdem es wohl bei ersten Prototypen Schwierigkeiten gegeben habe. Bei dem Atommüll handelt es sich überwiegend wohl um mittelradiokativen Abfall in Form von verpressten Strukturteilen der abgebrannten Brennelelemente, die zwischen den 1970er Jahren bis 2005 in die Plutoniumfabriken nach Frankreich und England transportiert worden sind. Vorgesehen war, die über 150 Behälter in das Zwischenlager nach Ahaus (NRW) zu bringen. Ob es um sicherheitsrelevante Probleme mit dem Atommüll geht oder die beteiligten Konzerne nur durch einen neu zu entwickelnden Behälter mehr verdienen wollen, müsste weiter geklärt werden. Der Spiegel berichtet auf Basis von Informationen der Grünen im Bundestag darüber. „Mit den neuen TGC27-Behältern dürften die GNS und Orano rund 300 Millionen Euro umsetzen. An den TN85-Behältern hätte nur Orano verdient“, heißt es. Vor 2047 dürfte dieser Atommüll nun wohl nicht nach Deutschland bzw. Ahaus zurückkommen, heißt es demnach im Bundesumweltministerium. Weiterlesen bei umweltfairandern.de


75. Jahrestag der Atombombenabwürfe über Nagasaki und Hiroshima

Uranmüll und Urananreicherung werden trotz Atomausstieg weitergeführtAm Sonntag, 9. August, 14 Uhr, findet zum 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe über Nagasaki und Hiroshima eine Demo an der UAA Gronau statt, denn die Urananreicherung gilt als „der einfachste Weg zur Atombombe“ und macht auch Deutschland zu einer stillen Atommacht im Wartestand.

Zum Auftakt gibt es mehrere Raddemos zur UAA – u. a. aus Enschede, Ochtrup und Heek. Zentral geht es dann um 13 Uhr mit dem Rad vom Bhf. Gronau zur UAA-Kundgebung. Musik kommt von Gerd Schinkel.
Für alle, die nicht mit Rad oder Auto kommen, gibt es um 13.30 Uhr einen Shuttle-Bus vom Bhf. Gronau zur UAA und nach der Kundgebung zurück.

Demo-Aufruf und weitere Infos auf www.ostermarsch-gronau.de

Urananreicherung beenden – Atomausstieg und atomare Abrüstung jetzt!


Bezirksregierung Münster macht aus Ahauser Zwischenlager ein Dauerlager

"Endlager" aus gelben und schwarzen "Atommüll"fässern in AhausAm 17. Juli hat die Bezirksregierung Münster die Lagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll bis zum Jahr 2057 im Atommülllager Ahaus genehmigt. Damit wird aus dem „Zwischenlager“ hintenrum ein Dauerlager, bei dem alle vorher gegebenen Versprechen, Genehmigungen und Fristen ad absurdum geführt werden.
So ist die ursprüngliche Genehmigung der Lagerhalle als Gesamtanlage bis zum Jahr 2036 befristet. Die Behälter für den schwach- und mittelradioaktiven Atommüll sind laut Entsorgungskommission des Bundes sogar nur für 20 Jahre geeignet – das wäre nach der ersten Einlagerung 2010 also bereits 2030.

Leider war diese neue Genehmigung vorhersehbar, da es bundesweit keinerlei politische Weitsicht beim Umgang mit Atommüll gibt Stattdessen wird immer neuer produziert und auch beim Abriss der Alt-AKW werkelt man erstmal ohne Plan vor sich hin. Das alles, obwohl absehbar ist, dass Schacht Konrad als Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll ungeeignet ist und die Inbetriebnahme immer weiter verschoben wird – die Bezirksregierung Münster hingegen glaubt fest an den Abtransport aller Gebinde aus Ahaus bis 2057 nach Konrad … (Mehr Infos bei der BI-Ahaus)

Und so wird weiter fleißig Atommüll von A nach B nach C transportiert, ewig „zwischengelagert“ und eine Entsorgung vorgegaukelt – anstatt einen echten Neustart in Sachen Atommüllproblem zu wagen, nämlich Schacht Konrad endlich aufzugeben und Kriterien für möglichst sichere Zwischenlager an den Abriss-Standorten zu entwickeln (dort wird den Menschen das Märchen von einer „grünen Wiese“ nach der AKW-Zeit erzählt). Gleiches zeigt sich mit dem neuen „Sammellager“ in Würgassen, auch das wird nur für mehr Atommülltransporte sorgen, in der Hoffnung, dass Schacht Konrad irgendwann mal fertig wird.


Atom-Ruine nicht ans Netz!

Noch 2019 sollte im slowakischen Mochovce ein Atomkraftwerk in Betrieb gehen, das auf völlig veralteter Technik aus den 1970er Jahren basiert und bei dessen Bau es zahlreiche Pannen gab. Bei einem schweren Atomunfall wäre auch Deutschland betroffen.

Das AKW am Standort Mochovce in der Slowakei liegt rund 350 km von Deutschland entfernt. Der Bau von vier Blöcken sowjetischen Typs WWER 440-213 wurde 1978 in der damals kommunistischen Tschechoslowakei beschlossen und begann 1985. Die ersten beiden Blöcke gingen 1998 und 2000 ans Netz. Die Blöcke 3 und 4 wurden jedoch aus wirtschaftlichen Gründen zunächst nicht fertiggestellt, seit 1993 blieben sie als Bauruine stehen. Im Zuge der Übernahme des slowakischen Energiekonzerns Slovenské Elektrárne durch den italienischen Konzern ENEL wurde 2008 der Weiterbau beschlossen.
Die grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung hierzu war zutiefst intransparent und verstößt damit gegen internationales Recht. Die österreichische Umweltorganisation GLOBAL 2000 hat deswegen Klage eingereicht, das Verfahren läuft.

Die Inbetriebnahme verschiebt sich wegen Pannen immer weiter – noch kann das AKW verhindert werden: Die österreichische Regierung fordert bereits von der slowakischen Atomaufsicht, die Inbetriebnahme des Reaktors zu verweigern. Dieser Forderung muss sich jetzt auch die deutsche Bundesregierung anschließen. Aktion des Umweltinstituts München – Mitmachen und unterschreiben


Apell von Ecodefense Moskau

Auf der Demo in Münster am letzten Sonntag wurde eine beeindruckender und bewegender Appell von Ecodefense aus Moskau zu unserem gemeinsamen Kampf gegen die deutsch-russische Kohle- und Atomindustrie verlesen.

Wer sich nochmal klarmachen möchte, warum wir international zusammenarbeiten und warum wir gegen Kohle und Atom zusammenarbeiten müssen, sollte sich diese Rede unbedingt durchlesen!


Image statt Beteiligung: BUND kritisiert Atommülllagersuche

Der BUND erneuert seine Kritik an der Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Suche nach einem Atommüllendlager für hochradioaktive Abfälle. Während für eine PR-Kampagne gutes Geld bereitgestellt wird, verweigert die zuständige Behörde die finanzielle Unterstützung der Bürger*innen, um Augenhöhe im Beteiligungsverfahren und Kompetenz zu verbessern. Während die Mängel bei der Öffentlichkeitsbeteiligung immer deutlicher werden und zusätzlich die Corona-Einschränkungen die Möglichkeiten der Bürger*innen erschweren, würden die zuständigen Stellen das Verfahren sogar noch beschleunigen, kritisiert der BUND in einer Stellungnahmen auf seiner Homepage.
Mehr lesen:
www.umweltfairaendern.de/
https://www.bund.net


Online-Petition der Grünen zum geplanten Bau eines belgischen Atommüll-Endlagers für Tihange und Doel

Viele jenseits der Region Aachen haben es vielleicht nicht bekommen, aber die belgische Regierung plant genau jetzt während Ausgangsbeschränkungen etc. den Start der Standortauswahl für das Atommüll-Endlager (das läuft in Belgien nun ähnlich wie in Würgassen an der Weser …). Einige Standorte liegen im Osten Belgiens an den Grenzen zu LUX/D/NL – die Nachbarn sind unmittelbar betroffen. Die erste Frist läuft schon am 13. Juni ab.

www.change.org/StoppTihange

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager ist der nächste Skandal im Gesamt-Skandal der belgischen Atomkraftwerke. Bitte verbreitet die Petition und macht vor allem auf das brisante Thema aufmerksam. Unsere Forderung war immer berechtigterweise: zuallererst stilllegen, damit kein neuer Atommüll produziert wird – das gilt auch für Tihange und Doel!

Und eine Forderung geht natürlich auch an die Bundesregierung und die Landesregierungen in NRW und Niedersachsen: Die Exporte von Gronauer Uran und Brennelementen aus Lingen für die Schrottreaktoren in Belgien müssen endlich gestoppt werden!!


Tschernobyl brennt – 34. Jahrestag der Reaktorkatastrophe

An diesem Sonntag, den 26. April, jährt sich der Super-GAU von Tschernobyl zum 34. Mal. Seit nunmehr drei Wochen, lodern nur wenige Kilometer entfernt von den Reaktorgebäuden schwere Waldbrände. Die IPPNW warnt davor, die Waldbrände in der Ukraine zu verharmlosen. Mittlerweile haben die stark verdünnten Rauchschwaden auch andere Teile Europas erreicht. Es gibt keinen Schwellenwert, unterhalb dessen Radioaktivität ungefährlich wäre. Seit dem 3. April brennen mehr als 46.000 Hektar
Wald- und Grasland in der massiv radioaktiv verseuchten Sperrzone südwestlich der Reaktorruine von Tschernobyl. Am 13. April kamen die Flammen bis zu 500 Meter an den Sarkophag heran, der den gefährlichsten Atommüll in der Region abschirmen soll. Mehr Informationen gibt es auf der Website der IPPNW

Die IPPNW fordert anlässlich des Jahrestages der Atomkatastrophe den baldmöglichsten Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland und eine weltweite Energiewende. Der Kinderarzt und Co-Vorsitzende der IPPNW Deutschland, Dr. Alex Rosen blickt mit Sorge auf die aktuelle Lage: „Wir gedenken in diesen Tagen rund um den Tschernobyl-Jahrestag der vielen Millionen Opfer der größten Atomkatastrophe der Menschheitsgeschichte. Gleichzeitig sind unsere Gedanken bei den Helferinnen und Helfern, die aktuell in der Sperrzone von Tschernobyl versuchen, die Waldbrände unter Kontrolle zu bringen und den Menschen in der Ukraine, die befürchten müssen, dass ihr Land erneut von den radioaktiven Hinterlassenschaften der Atomindustrie überzogen wird. weiterlesen


Genehmigte Proteste gegen Uranfabriken und AKW Lingen 2 zum 34. Tschernobyl-Jahrestag

Uranmüll und Urananreicherung werden trotz Atomausstieg weitergeführt(BBU-Pressemitteilung, 25.05.2020) Mit Unterstützung des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) wird von Bürgerinitiativen im Großraum Münsterland / Emsland besonders die sofortige Stilllegung des Atomkraftwerks Lingen 2 und der Uranfabriken in Gronau und Lingen gefordert.
Mit einer genehmigten Mahnwache wurde in der Innenstadt von Gronau (NRW) am Samstag (25. April) an die Atomkatastrophe vor 34 Jahren in Tschernobyl erinnert. weiterlesen


Uranmülltransport am 6. April

Die URENCO plant am Montag den 06.04. einen weiteren Transport mit 600 t abgereichertem UF6 (Uranhexaflorid) von Gronau nach Amsterdam, um von dort per Schiff nach Russland verbracht zu werden. Der letzte bekannte Uranmülltransport dieser Art hat über Duisburger Stadtgebiet stattgefunden.

URENCO setzt offenbar darauf, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ausgesprochenen Versammlungs- und damit auch Demonstrationsverbote auszunutzen, um diesen Transport möglichst ungestört durchführen zu können.
Wir werden uns trotz des notwendigen, sinnvollen und solidarischen Infektionsschutzes nicht mundtot machen lassen! Ob wir nun in Duisburg eine Mahnwache anmelden oder ob wir z. B. einfach nur mit dem nötigen Abstand in der Nähe der Bahnstrecke spazieren gehen werden …

Die Stadt Duisburg hat anscheinend jedenfalls kein Interesse an dem Transport und den möglichen Risiken – deshalb gab es inzwischen auch einen Offenen Brief an den Oberbürgermeister.

In Gronau und Münster wird es morgen Mahnwachen geben; nachdem die Mahnwache in Münster zunächst verboten worden war, konnten sich die Aktivist*innen dagegen erfolgreich zur Wehr setzen! Die Stadt Münster hat sich dann von sich aus unter dem Klagedruck eines besseren besonnen. Und auch der Münsteraner Ordnungsdezernent hat schriftlich von Urenco die Aussetzung der Urantransporte während der Corona-Pandemie verlangt – und vertritt dies auch öffentlich der Presse gegenüber.  mehr


Ostermarsch in Gronau und Jülich wird verschoben

Der diesjährige Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage Gronau und an der Uran-Zentrifugenfirma ETC in Jülich wird wegen der Corona-Krise verschoben. Der Aufruf zum Ostermarsch wird nun als Online-Petition unter dem Motto „Urananreicherung beenden – Atomwaffen ächten“ im Internet gestartet, um von der Bundesregierung und der NRW-Landesregierung einen Ausstieg aus der zivil wie militärisch brisanten Urananreicherung zu erreichen.
Die Petition findet sich auf der Plattform „Open Petition“:
http://www.openpetition.de/!cfbxn


Kein Aprilscherz – Die Zeit der GNS in Duisburg ist seit heute endgültig vorbei!

Zum 31. März 2020 hat die GNS nach 35 Jahren endlich ihre Anlage zur Verarbeitung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll in Duisburg-Wanheim geräumt, die Gebäude und das Betriebsgelände an den Vermieter zurückgeben.

Bereits seit letztem Jahr wurden sämtliche Anlagen und Einbauten zur Behandlung und Verpackung des Atommülls vollständig entfernt. Im Anschluss daran musste unter Beteiligung externer Sachverständiger die Kontaminationsfreiheit der Gebäude und des Geländes gegenüber der Aufsichtsbehörde nachgewiesen werden. Und schlussendlich hat die GNS dann Mitte März die sogenannte strahlenschutzrechtliche Umgangsgenehmigung zurückgegeben.

Was nun genau die von der GNS erwähnte „Kontaminationsfreiheit“ angeht – dies bedeutet natürlich erst einmal nur, dass alle Grenzwerte eingehalten werden. Nach § 29 StrlSchV „können radioaktive Stoffe sowie bewegliche Gegenstände, Gebäude, Bodenflächen, Anlagen oder Anlagenteile, die kontaminiert oder aktiviert sind … dann als nicht radioaktive Stoffe verwendet, verwertet, beseitigt, innegehabt oder an einen Dritten weitergegeben werden, wenn die zuständige Behörde auf Antrag einen Freigabebescheid erteilt hat und daraufhin festgestellt worden ist (z. B. durch Messung), dass die im Freigabebescheid festgelegten Anforderungen erfüllt sind. Die Freigabe ist ein Verwaltungsakt, der die Entlassung aus der atomrechtlichen Überwachung bewirkt. Durch die freigegebenen Stoffe darf für Einzelpersonen der Bevölkerung nur eine effektive Dosis im Bereich von 10 Mikrosievert im Kalenderjahr auftreten (10-Mikrosievert-Konzept).“ Zur Erinnerung: Die GNS durfte in Duisburg 3.300 Tonnen Atommüll lagern und verarbeiten. Durch An- und Ablieferung kam im Laufe der Zeit ein Vielfaches zusammen. Außerdem durften zusätzlich weitere 1.500 Tonnen sogenannter „freigemessener“ Materialien auf dem Werksgelände gelagert werden. Und: Freigemessene Stoffe beinhalten aber nach wie vor eine Reststrahlung und bleiben damit Atommüll! Nur gelten für diese Art des Atommülls eben nicht mehr die Bestimmungen des Atomrechts, sondern die Bestimmungen des Abfallrechts. „Frei“ heißt hier also „frei vom Atomrecht“ und nicht „frei von Radioaktivität“.

AfD und der Einstieg in die Atomenergie durch die Hintertür

Seit Wochen wird in Medien die Atomenergie als neuer Heilsbringer angepriesen. Gegen alle Fakten wird von tollen neuen Reaktorkonzepten berichtet, die wahre Wunder vollbringen und dann auch noch gegen die Klimakatastrophe helfen. Die AfD im Bundestag muss einen anderen Weg zum Wiedereinstieg in die Atomenergie gehen, denn die Klimakatastrophe existiert für sie ja nicht. Daher will sie neue Atomreaktoren, um die bislang schon angefallenen Atommüllberge mit Atomenergie zu beseitigen. Ein entsprechender Antrag stand heute im Bundestag zur Debatte. LINKE und Grüne, aber auch CDU, SPD und sogar die FDP kritisierten den Antrag. Dennoch wurde der Antrag in den Umweltausschuss überwiesen. zum Artikel auf umweltfairaendern.de


Anti-Atom-Demo in Münster

Das Aktionsbündnis SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster lädt zur Teilnahme an der ursprünglich für Februar geplanten und wegen des schweren Sturms vertagten Anti-Atom-Demo ein:

Die leider vom Sturm verwehte Uranmülldemo diese Woche hat einen neuen Termin: Wir gehen jetzt am Montag, 2. März, um 18 Uhr ab Hauptbahnhof in Münster auf die Straße gegen die unverantwortlichen Uranmüllexporte von Gronau via Münster nach Russland und für die sofortige Stilllegung der UAA Gronau. Bitte tragt den neuen Demo-Termin in euren Kalender ein und helft bei der Mobilisierung – wir werden sogar wieder eine Gastrede von Vladimir Slivyak von Ecodefense erhalten, weil Vladimir an dem Wochenende ohnehin auf einer Anti-Urenco-Konferenz im benachbarten Almelo, am Standort der niederländischen UAA – eingeladen ist.

Der Termin ist auch deshalb wichtig, weil am 4. März der Staatsvertrag von Almelo 50 Jahre alt wird. Mit dem Vertrag haben damals die Bundesregierung sowie die Regierungen von NL und GB die Urenco gegründet und damit die Urananreicherung in Westeuropa auf den Weg gebracht. Wir sagen: 50 Jahre sind mehr als genug – Urananreicherung ist unverantwortlich, hält Schrottreaktoren wie Tihange und Doel am Leben und gefährdet den Frieden weltweit.

Weitere Informationen: www.sofa-ms.de, www.urantransport.de


GNS-Logo mit Anti-Atom-Aufkleber "Atomausstieg? Duisburg strahlt weiter ..."Wie sieht´s denn nun in Duisburg aus? Die GNS wollte ja eigentlich zu Ende 2019 hier dichtmachen.

Die Verarbeitung von Abfällen ist laut Auskunft der GNS inzwischen eingestellt worden. Die erforderlichen Arbeiten zur Räumung der Hallen sowie die Freigabe, die für die Rückgabe der Umgangsgenehmigung erforderlich ist, stehen – ebenfalls nach Informationen der GNS – kurz vor dem Abschluss.

Danach sollen noch abschließende baulichen Restarbeiten durchgeführt werden. Angepeilt wird nun, das Gelände bis Ende März 2020 an den Eigentümer zurückzugeben.


Pentagon zeigt Interesse an Urenco-Uran:

Foto: UAA Nee

US-Bericht sieht Kostenvorteile für US-Militär
Das US-Verteidigungsministerium hat aus Kosten- und Zeitgründen Interesse an wesentlich höher angereichertem Uran des auch in Gronau tätigen Urananreicherers Urenco für neue militärische Modulreaktoren bekundet. Das meldet das US-Magazin Physics Today in seiner Januar-Ausgabe unter Berufung auf einen Bericht des Pentagons von 2018. Urenco betreibt in Gronau/Westfalen die einzige deutsche Urananreicherungsanlage und gehört zu einem Drittel den Energiekonzernen RWE und EON. Derzeit geht rund die Hälfte des in Gronau angereicherten Urans in die USA. weiterlesen


Klimaretter Atomkraft?

Die Nuklearindustrie und ihre Verbündeten versuchen rund um die COP 25 und die drohende Klimakatastrophe, diese riskanteste Form der Energieerzeugung schönzureden. Hier gibts ein paar Hintergrundinfos und Gegenargumente


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