Aktuelles

Kein Funkkontakt zu Flugzeug – AKWs geräumt

Das Atomkraftwerk in Brokdorf wurde geräumt. Eine gerade stattfindende Demo vor den beiden Einfahrten wurde vorübergehend aufgelöst.

Wegen fehlenden Funkkontakts zu einem Flugzeug im deutschen Luftraum sind heute Vormittag in Niedersachsen und Schleswig-Holstein mehrere Atomkraftwerke vorübergehend geräumt worden. Wie das Umweltministerium in Hannover mitteilte, war um 10.27 Uhr zunächst in Niedersachsen Voralarm ausgelöst worden, da die Verbindung zu einem Verkehrsflugzeug mit Kurs London abgebrochen war.

Daraufhin wurden die AKWs Grohnde, Lingen und Unterweser kurzzeitig evakuiert. Ein paar Minuten später wurden auch in Schleswig-Holstein die AKWs Brunsbüttel und Brokdorf bis auf die Notbesetzungen geräumt. Im AKW Krümmel mussten Mitarbeiter Schutzräume aufsuchen. weiterlesen

 

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Gronauer Ostermarsch

Karfreitag, 14. April 2017 um 13 Uhr am Gronauer Bahnhof
Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein wird dabeisein. Bitte verbreitet den Aufruf weiter und mobilisiert kräftig für den Gronauer Ostermarsch. Angesichts des politischen Säbelrasselns zum Ausbau der Atomwaffenarsenale, Aufstocken der Militäretats und der anhaltenden Diskussion um die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau in den Medien wollen wir am Karfreitag auf der Straße Druck machen für einen vollständigen Atomausstieg, Abrüstung und friedliche Konfliktlösung anstelle von Uran- und Waffenexporten sowie unbefristeter Urananreicherung und der drohenden Inbetriebnahme eines Endlos-Uranmülllagers.
Ganz aktuell begrüßen nicht nur die NRW-Grünen, sondern auch die SPD Münster und NRW-Ministerin Svenja Schulze den Vorsoß von Umweltministerin Hendricks, ein Gutachten zur Stilllegung der UAA zu erstellen – aber ein Gutachten ist noch lange kein Stilllegungsbeschluss und erst recht kein Entzug der Betriebsgenehmigung! Also auf zum Gronauer Ostermarsch am Karfreitag!

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Deutschland sollte diesen Vertrag kündigen!

Kennt ihr die Energiecharta? Nein? Das tun die wenigsten. Aber vielleicht habt ihr davon gehört, dass Vattenfall gerade die Bundesrepublik auf 4.700.000.000 Euro Schadensersatz wegen des Atomausstiegs nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima verklagt. Über diese Klage entscheidet nicht etwa ein deutsches Gericht, sondern ein privates Schiedsgericht aus drei Anwälten in Washington. Es ist nicht die erste Klage Vattenfalls vor einem solchen Schiedsgericht: Bereits 2009 erreichte das schwedische Energieunternehmen dadurch die Aufweichung von Umweltauflagen für das Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg. Bisher stellt niemand in Frage, dass Vattenfall überhaupt vor das Schiedsgericht ziehen kann. Denn kaum jemand kennt die Grundlage dieser Klagen: den Vertrag über die Energiecharta von 1994. Das Umweltinstitut München hat sich den Vertrag genau angeschaut. Das Ergebnis: Dieser Vertrag sollte gekündigt werden. Er schützt die Partikularinteressen der Energie- und Bergbauindustrie und kollidiert mit europäischem Recht. Alle Hintergründe zur Energiecharta auf der Homepage des Umweltinstituts und in einem ausführlichen Dossier (Link zum PDF).

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Die Bundesregierung wird den internationalen Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot fernbleiben. Das erklärte das Außenministerium in einem Schreiben vom 9. Februar 2017 an mehrere Friedensorganisationen, darunter die deutschen Sektionen der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Ab dem 27. März 2017 werden geschätzte 130 Staaten in New York über einen Vertrag diskutieren, der die Ächtung und Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen zum Ziel hat. mehr Infos

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40 Jahre und kein bisschen leise …

Für die Menschen im Wendland ist der 22. Februar 1977 „der Tag“, der Tag, der alles veränderte, der immense politische Verwerfungen – nicht nur im Wendland – zur Folge hatte. Ministerpräsident Ernst Albrecht hatte Gorleben als Standortort für das „Nukleare Entsorgungszentrum“ aus dem Hut gezaubert, erst kurz zuvor kam Gorleben ins Spiel, wie man inzwischen aus den Akten weiß. Ein gigantischer militär-industrieller Komplex auf rund 12 Quadratkilometern sollte entstehen, im Zentrum die Plutoniumfabrik. Im Neusprech: der „Entsorgungspark“ hätte im Kern eine „Wiederaufarbeitungsanlage“ mit einer Brennelementefabrik und oberirdischen Abfalllägern zur Folge gehabt.

Geblieben ist das zähe Ringen um die Errichtung eines nuklearen Endlagers, geblieben sind Fasslager und Castorhalle und eine „Polit-Konditionierungsanlage“ (PKA). Denn die veraltete Pilotkonditionierungsanlage ist nur auf dem Papier genehmigt und wird, so vermutet die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI), nur aus politischen Gründen nicht verbannt: sie gilt als Entsorgungsnachweis für kaputte Castorbehälter in der ganzen Republik. weiterlesen (externer Link zur BI Lüchow-Danneberg)

Und zu Pfingsten gibt’s im Wendland auch dieses Jahr wieder die Kulurelle Widerstandspartie.

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Aktionstage gegen Urantransporte

 

Update: Mit den „Simpsons“ haben wir die Aktivist*innen am Duisburger Hauptbahnhof empfangen, um kurz nach 14 Uhr gings dann über Münster nach Gronau, wo wir herzlich (und mit lecker Essen) begrüßt wurden.Insgesamt wurden während der zweitägigen Fahrt tausende Flyer verteilt und die Reisenden informiert. Infos und eine Fotoauswahl findet ihr hier.

Antiatom-Aktivist*innen aus Deutschland und Frankreich protestieren am Wochenende 18./19.2.2017 gegen Urantransporte quer durch die Republik und das Ruhrgebiet. Am Sonntag macht die zweitägige Aktion auch Halt in Duisburg. Wir empfangen die internationalen Aktivist*innen um 13 Uhr am Duisburger Hauptbahnhof und unterstützen sie auf ihrer letzten Etappe nach Gronau. weiterlesen

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Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ e.V.:
Pressemitteilungvom 24.01.2017

Westcastor-Resolution an NRW-Umweltministerium überreicht
Staatssekretär Knitsch: „Kein Castor-Transport in nächsten 2-3 Jahren“

Zumindest in den nächsten 2 bis 3 Jahren werde es keine Castor-Transporte aus
Jülich nach Ahaus geben. Das jedenfalls ist die Einschätzung von Staatssekretär
Peter Knitsch aus dem NRW-Umweltministerium. Vorgetragen wurde sie am
Montagabend (23.01.) bei einem Gespräch in Düsseldorf mit einer Delegation des
Aktionsbündnisses Münsterland gegen Atomanlagen. Knitsch begründete seine
Erwartung damit, dass durch die notwendige Anwendung neuer
Sicherheitsrichtlinien zum Schutz von Atomtransporten vor Terrorangriffen
umfangreiche Maßnahmen erforderlich seien, die längere Zeit in Anspruch nehmen
würden. weiterlesen

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Aktionstage gegen Urantransporte

train-areva-blanc-1024x552Aktive der Kampagne gegen Urantransporte planen für den 18. – 19. Februar 2017 Aktionstage gegen Urantransporte:

„Der sogenannte Atomausstieg ist beschlossen – Atompolitik kein Thema mehr? Dennoch fahren täglich Atomtransporte quer durch die Welt, um die Atomindustrie mit neuem Brennstoff zu versorgen. Uran wird abgebaut, umgewandelt, angereichert, in Brennelemente gepresst, zu Atomkraftwerken transportiert. Diese Transporte sind Lebensader und zugleich Achillesferse der Atomindustrie – ohne Atomtransporte könnten Atomkraftwerke nicht laufen. Weil wir einen weltweiten, sofortigen Atomausstieg wollen, rufen wir zu Streckenaktionstagen am 18. und 19. Februar 2017 auf. Wir werden einer Atomtransport-Strecke mit Regionalzügen folgen und die Reisenden auf Versorgungstransporte und Anlagen der Atomindustrie, die trotz „Atomausstieg“ unbefristet weiter laufen, aufmerksam machen. Wir werden in Kiel starten und bis nach Trier weiter fahren. Von Trier aus werden französische Aktivist*innen die Aktion weiter führen. Die Reise führt über Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster, Hagen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier. Es ist möglich, unterwegs zuzusteigen.“

Infoseite zu den Aktionstagen:
urantransport.de/aktionstage

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TDRM macht Strahlung sichtbar!

https://tdrm.fiff.de/img/tdrm-logo.pngDas Tihange-Doel Radioation Monitoring-Projekt (TDRM) schafft Transparenz. Bürger*innen in den direkt betroffenen Regionen in Belgien, den Niederlanden und Deutschland sollen jederzeit ein Auge auf die Situation werfen können. Ziel ist, Behörden und Politik zu motivieren, auch auf ihrer Seite mehr Transparenz herzustellen. Entwickelt, aufgebaut und betrieben wird das Messnetz durch die TDRM-Projektgruppe. Sensorstationen zur Gammastrahlen-Messung werden in der Umgebung der beiden AKWs Doel und Tihange und im weiteren Umfeld installiert. Messdaten werden alle 10 Minuten zu einem projekteigenen Server übertragen und dort für die Darstellung aufbereitet. Die Messdaten stehen allen Bürgern unbewertet im Internet zur Verfügung. Die Projektgruppe ist bestrebt, alle Einflussnahme Dritter und alle Störversuche von außen abzuwehren und den ungehinderten Zugang zu nichtmanipulierten Messdaten jederzeit zu gewährleisten. Die Arbeitsgemeinschaft stützt sich ausschließliche auf ehrenamtliche Mitarbeit; beteiligt sind Mitglieder des FIfF, der IPPNW und des AAA.

zur Website TDRM

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Alle Jahre wieder – Castorpläne auf Eis legen

"Endlager" aus gelben und schwarzen "Atommüll"fässern in AhausGemeinsam wollen wir am 18.12.2016 um 14 Uhr vor dem Ahauser Atommülllager das Protestjahr ausklingen lassen und uns auf den Widerstand 2017 einstimmen. Wie auch in den vergangenen Jahren bietet der traditionelle Sonntagsspaziergang dazu einen passenden Rahmen: Es gibt aktuelle Infos zu den geplanten Castortransporten Jülich-Ahaus, Garching-Ahaus, weihnachtliche VolXküche, eine Weihnachtsüberraschung* und einen winterlichen Demozug um die Atommüllhalle.

* Die Überraschung war gelungen: Die Atomianer, die „Priesterschaft des Atommülls“ errichteten mit Unterstützung aller anwesenden Aktivist*innen ein „Endlager“ gegenüber dem Eingang des Ahauser Atommülllagers.

2016-12-18_aabn_klein-3       Die Atomianer bewachen das "Endlager" aus gelben und schwarzen "Atommüll"fässern in Ahaus

Aufruf zum Advents-Sonntagsspaziergang am Ahauser Atommülllager (SofA Münster)

2017 stehen die NRW-Landtagswahl und die Bundestagswahl an und für das Wahlkampf-Jahr wird offenbar zunächst auf die geplanten Westcastor-Transporte von Jülich nach Ahaus verzichtet. Seit 2009 sollten die Westcastoren nach Ahaus gebracht werden, gelungen ist das bis heute nicht. Durch Proteste wurden die Transporte bereits 2010 und 2012 verschoben und dann (vorerst) abgesagt.

Ab 2018 soll auch atomwaffenfähiger Atommüll aus dem Münchener Forschungsreaktor
Garching 2 nach Ahaus transportiert werden. Terrorgefahr und auch die in Ahaus – wie auch überall sonst – ungelöste Entsorgungsfrage werden von den Verantwortlichen komplett ignoriert. Aktuell ist noch nicht einmal der vorgesehene Castorbehälter MTR-3 fertig konstruiert und genehmigt.

Das Atommülldesaster in Ahaus, Jülich, Garching, Asse, Gorleben und anderswo lässt sich
weder durch Stillschweigen noch durch fadenscheinige Sicherheitsbeteuerungen und auch
nicht durch Wahlkampfgetöse lösen.

Sorgen wir dafür, dass alle Castor-Transport-Pläne endgültig auf Eis gelegt werden. Unser
klares Motto bleibt: Nix rein – nix raus!

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Der Staat darf Atomkraftwerke abschalten – und es kostet wenig

Über die Verfassungsklage der Stromkonzerne gegen die entschädigungslose Rücknahme der AKW-Laufzeitverlängerung und die Einführung konkreter Abschaltdaten für alle Reaktoren nach dem Super-GAU von Fukushima hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am 6. Dezember 2016 entschieden: „Mit der Rücknahme der Laufzeitverlängerung von 2010 leistet der Gesetzgeber durch die damit erreichte, im Durchschnitt 12 Jahre frühere Abschaltung der Kernkraftwerke eine Risikominderung von ganz erheblichem Ausmaß.“ Fragen und Antworten zum Urteil von .ausgestrahlt.

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