Aktuelles

Neues zu den Gorleben-Fässern

Wir haben ja vor ein paar Wochen darauf hingewiesen, dass der Konditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in Duisburg ein weiterer Atommüllnotstand droht. In Gorleben standen 1307 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll herum.

Die Transporte der Fässer von Gorleben nach Duisburg laufen bereits seit etwa einem Jahr. Es werden jedesmal 60 bis 80 Fässer transportiert. So weit wir wissen, sind inzwischen drei Transporte gelaufen. Dabei sind mehrfach Fässer mit Beschädigungen aufgefallen. Zunächst waren es acht Fässer mit Rostspuren.

weiterlesen

______________________________________________

Bündnis gegen Castor-Exporte in die USA vorläufig erfolgreich!

Proteste gegen Castortransporte nach Ahaus! Sondersitzung im Stadtrat Ahaus.

In Jülich lagern seit über zweieinhalb Jahren 152 Castoren ohne Genehmigung nur mit einer Sonderanordnung des NRW-Wirtschaftsministeriums. Nach einer Auflage von Wirtschaftsminister Duin muss das Jülicher Castorlager schnellstmöglich geräumt werden. Die Option eines Exports in die USA ist nun vorläufig vom Tisch. Das Bündnis gegen Castor-Exporte sieht dies als einen Erfolg der Anti-Atombewegung – nun drohen aber ganz konkret Castortransporte von Jülich nach Ahaus. Und da geplant ist, diese mit LKW durchzuführen, ist ja wohl klar, wo diese Transporte den Rhein überqueren werden. Die  A 42 wird ja auch gerade so schön erneuert …

weiterlesen

___________________________________________________________

Atomstaat „made in Gronau“

Polizei räumt Blockade vor der Urananreicherungsanlage
Erklärung der Aktivist_innen aus Gronau.

Zahlreiche Atomkraftgegner*Innen blockierten seit Montag früh, 11.07.2016 (05:00
Uhr), in Gronau beide Zufahrten zur Urananreicherungsanlage der Firma Urenco.
Bereits gestern wurden Demonstrant*innen unter Missachtung von Art. 8
Grundgesetz rechtswidrig in Gewahrsam genommen und bis zu 14 Stunden
festgehalten. Dabei gefährdete das Eingreifen der Polizei teilweise die
Sicherheit der Protestierenden. Als in der Abenddämmerung eine Person unter
einem Tripod (Dreibeinkonstruktion aus Holz) aus der bestehenden Versammlung
ohne jegliche Angabe zur Rechtsgrundlage verhaftet wurde, gefährdeten die
Polizeibeamten eine Kletterin und warfen beinahe das Gestell um. Auf die empörte
Reaktion von umstehenden Demonstrant*innen erklärten sie, die Rechtmässigkeit
der Polizeimaßnahmen sei ihnen egal.

weiterlesen

____________________________________________________________

Neue Sorgen um die Atomfabrik in Duisburg

Wie hieß es noch vor zwei Jahren, im Juni 2014???

Die Konditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) sollte bis 2017 im Duisburger Süden Atommüll verpacken, dann ihre Anlagen bis 2019 abbauen und damit aus Duisburg verschwinden. Schön! Dachten wir! Aber es handelte sich um Versprechungen der Betreiber und der Politiker. Wir waren und sind da immer skeptisch gewesen.

Und nun gibt’s eine neue Entwicklung, die uns mit Sorgen erfüllt.

weiterlesen

__________________________________________

Besucht uns auf dem Umweltmarkt Duisburg

Infostand AntiAtom-Bündnis Niederrhein auf dem Umweltmarkt Duisburg 2015Am 18. Juni von 10 bis 18 Uhr findet der diesjährige Umweltmarkt statt. Natürlich sind wir auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand vertreten und informieren zu aktuellen Themen. Kommt vorbei – ihr findet uns neben dem BUND-Stand direkt am Live Saver.

______________________________________________________

Symbolische Inspektion der Castor-Transportstrecke von Jülich nach Ahaus

Update: Die PM zum Streckenaktionstag findet ihr hier,
die Rede von Michael Z., AntiAtom-Bündnis Niederrhein bei der Abschlusskundgebung in Jülich hier und
Bilder vom Steckenaktionstag gibt’s hier oder z. B. auch bei Facebook

Plakat zum Streckenaktionstag 21. Mai 2016

Atomkraftgegner*innen kündigen Widerstand an: Ein breites bundesweit und international aufgestelltes Bündnis aus Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbänden weist mit einer symbolischen Aktion auf drohende Atommülltransporte durch Nordrhein-Westfalen hin. Am 21. Mai werden Anti-Atomkraft-Initiativen mit einer Streckeninspektion die Taten- und Konzeptionslosigkeit der politisch Verantwortlichen im Umgang mit den insgesamt 152 Castoren verdeutlichen. Zum Auftakt wird es eine Kundgebung um 10 Uhr am Ahauser Bahnhof geben. Entlang der Transportroute werden sich Mitglieder verschiedener Anti-Atomkraft-Initiativen sammeln und zur zentralen Kundgebung auf dem Jülicher Schloßplatz reisen. Mehr Infos zum Programm in Jülich bei Stop Westcastor.

Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein wird an diesen Aktionen teilnehmen. Wir treffen uns am 21. Mai ab 10.00 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof (Harry-Epstein-Platz), um Fahrgemeinschaften zu bilden und gemeinsam nach Jülich zu fahren. Alle Interessierten, ob mit oder ohne eigenes Fahrzeug, sind herzlich eingeladen, sich dieser symbolischen Streckeninspektion auf der Fahrt nach Jülich anzuschließen.

weiterlesen

__________________________________________________________________

Atommüll-Kommission: Ein gescheiterter Neustart

Erklärung von Standortinitiativen, Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden zur Begründung, warum sie der von der Atommüll-Kommission veranstalteten „Konsultation Endlagerbericht im Entwurf“ am 29. und 30. April fernbleiben:

In der gemeinsamen Erklärung heißt es unter anderem:
„Umweltgruppen und Initiativen werden nicht an einem Prozess teilnehmen, der lediglich bereits erkannte Fehler der Vergangenheit wiederholt. Als Feigenblatt für diesen Irrweg stehen wir auch weiterhin nicht zur Verfügung.

(…) Weder die Arbeit der Kommission noch ihre Ergebnisse konnten Vertrauen schaffen – im Gegenteil:

Die Kommission ist dem im Standortauswahlgesetz formulierten Anspruch, die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten, mitnichten gerecht geworden.

Die Kommission hat nicht einmal ernsthaft versucht, alternative Lageroptionen zu prüfen. Sie hat stattdessen nahtlos den auf tiefengeologische Lagerung fixierten Weg fortgesetzt, der in der Vergangenheit zu den Havarien in der Asse und Morsleben führte.

Die willkürliche politische Entscheidung für den geologisch ungeeigneten Standort Gorleben wurde nicht revidiert, sondern durch politisch motivierte Kriterien-Benennung erneut begünstigt.

Eine breite gesellschaftliche Debatte zum am wenigsten risikoreichen Umgang mit dem Atommüll hat es nie gegeben: weder vor der Verabschiedung des Gesetzes, noch während der Arbeit der Kommission.

Die Öffentlichkeit wurde in der Kommission weder frühzeitig noch angemessen beteiligt. Die ‚Beteiligung‘ reduzierte sich auf informatorische Anhörung ohne jede Ergebniswirksamkeit.“

vollständige Erklärung als PDF

__________________________________________________________________

30. Tschernobyl-Jahrestag am 26.4.2016

Auch in Duisburg wird es eine Mahnwache geben. Ihr findet uns am 26.4. ab 16:00 Uhr in der Fußgängerzone der Innenstadt (Königstraße / Nähe Amtsgericht).

In_Tschernobyl_begann_eine_neue_Zeitrechnung.Acht größere Demonstrationen erinnern dieses und nächstes Wochenende an den 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und an das Immer-noch-Atom-Risiko:
– am So 17.4. in Landshut und in Lüttich (B)
– am Sa 23.4. in Gundremmingen
– am So 24.4. in Brokdorf, in Biblis, bei Schacht Konrad, in Ahaus, in Fessenheim (F) und auf zahlreichen Brücken am Oberrhein. (Bei .ausgestrahlt gibt’s eine aktuelle Auflistung.)

Neben den Demos wird es an zahlreichen Orten in Deutschland Mahnwachen und Veranstaltungen zum Tschernobyl-Jahrestag geben.

Höchste Zeit, alle AKW endlich abzuschalten!

___________________________________________

Kletter-Protest bei RWE in Essen:
„Kohle-Tagebau und AKWs stilllegen, Urananreicherung beenden“

20. April: Wenige Stunden vor Beginn der diesjährigen RWE-Hauptversammlung
protestiert die Umweltorganisation Robin Wood mit einer Kletteraktion am
RWE-Tower in Essen gegen die verfehlte Kohle- und Atompolitik des
Energiekonzerns. Ein Aktivist entrollte am RWE-Tower u. a. ein Banner
mit der Aufschrift „verstrahlt – verkohlt – pleite“.

Die Aktion unterstreicht die Forderung an RWE, den Braunkohletagebau
umgehend zu beenden, die Kohleverstromung einzustellen sowie die
verbliebenen AKW Lingen und Gundremmingen und die
Urananreicherungsanlage in Gronau sofort stillzulegen.

weiterlesen

___________________________________________

Atomtransporte – Wieso, weshalb, warum?

Sehenswertes neues Info-Video von Robin Wood über Atomtransporte die nahezu täglich auf Straßen, Schienen und Wasserwegen durch Deutschland unterwegs sind.

________________________________________________

20 Wochen gegen 20 Atombomben

20-wochen-gegen-20-atombombenIn Büchel lagern zwanzig Atomwaffen. Zwanzig Wochen lang, vom 26. März bis zum 9. August,  werden Gruppen vor Ort mit ihren jeweiligen Symbolen Mahnwache halten oder gewaltfreie Aktionen durchführen. Vor der Heimreise werden die künstlerischen, friedens- oder frauenpolitischen, religiösen wie nichtreligiösen Symbole auf einem Grundstück beim Kreisel zum Fliegerhorst nahe der Bundesstraße dauerhaft und gut sichtbar aufgestellt werden. Auf diese Weise entsteht eine dauerhafte Friedenswiese.

Den Auftakt bildet der Jahrestag des Bundestagsbeschlusses „Deutschland muss deutliche Zeichen für eine Welt frei von Atomwaffen setzen“ und den Abschluss der Jahrestag des Atombombenabwurfes auf die Stadt Nagasaki.

Vom 23. bis 31. Juli wird das Friedensforum Duisburg dort sein – Besucher*innen und Mitstreiter*innen sind jederzeit herzlich willkommen, ob für ein paar Stunden oder die ganze Woche.

Zum Aktionskalender

________________________________________________

„Für eine friedliche und atomkraftfreie Zukunft –
Urananreicherung und Waffenexporte sofort stoppen !!“

Am Karfreitag, 25. März, startet um 12 Uhr an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau, Röntgenstr. 4, der Auftakt der NRW-Ostermärsche. Wir fahren gemeinsam von Duisburg/vom Niederrhein hin. Mitfahrgelegenheit ist noch vorhanden – bei Interesse Mail an info(at)antiatom-buendnis-niederrhein.de

Bund Uranmüll und Urananreicherung werden trotz Atomausstieg weitergeführtund Länder kritisieren zwar inzwischen den Betrieb der heftig umstrittenen Atomreaktoren in Belgien und Frankreich, gleichzeitig unternehmen sie aber nichts dagegen, dass diese Atomkraftwerke von Deutschland aus mit Uranbrennstoff versorgt werden. Der UAA-Betreiber Urenco beliefert ein Drittel des Weltmarktes mit angereichertem Uran – und mit der Zentrifugentechnologie lassen sich Atombomben bauen. Die zivile und militärische Nutzung der Urananreicherung lassen sich nicht trennen! Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein ruft mit anderen Anti-Atom-Initiativen und der Friedensbewegung zur Teilnahme auf.

Aktuell gibt es auch einen Offenen Brief Brief an die Bundesregierung sowie die Länder NRW und Niedersachsen: „Belieferung für belgische und französische Pannen-AKW stoppen – Urananreicherung und Brennelementefertigung beenden“. Näheres hier

_______________________________________________

Mahnwache in Duisburg am 11. März

Am 5. Jahrestag wollen wir in der Duisburger Innenstadt mit der Mahnwache und einer Ausstellung an die Katastrophe von Fukushima erinnern.

Wo/Wann: Königstraße Höhe FORUM /  15 – 17 Uhr

Fukushima mahnt - Atomanlagen jetzt abschaltenDas verheerende Erdbeben, der anschließende Tsunami und die dadurch verursachten Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi haben zur größten radioaktiven Verseuchung der Ozeane in der Geschichte der Menschheit geführt. Der Super-GAU hat Böden, Luft, Nahrungsmittel und Trinkwasser kontaminiert und die gesamte Bevölkerung der Region erhöhten Strahlenwerten ausgesetzt. Fünf Jahre nach der Katastrophe leben noch immer 100.000 Menschen in Notunterkünften, weil ihre Heimat verstrahlt und unbewohnbar ist. Die Massen an verseuchtem Erdreich und Grundwasser, welches seit fünf Jahren aus der Reaktorruine austritt, können nicht entsorgt werden und stellen die Verantwortlichen vor immer größere Probleme.

Fukushima-Mahnwache-Duisburg-2016_4_kleinDass solche Atomkatastrophen jederzeit auftreten können, wollen wir in einer Ausstellung verdeutlichen. Anhand von Bildmaterial zur Katastrophe von Fukushima und anderen, zum Teil weniger bekannten Atomunfällen werden die Folgen illustriert.

 

Unmittelbare Gefahren für Duisburg

Mit den belgischen Uralt-Atommeilern in Tihange und Doel bestehen unmittelbare Gefahren auch für Duisburg. Im Falle einer Havarie dieser Atommeiler, deren Reaktorbehälter tausende Risse aufweisen, wäre eine radioaktive Wolke binnen weniger Stunden in unserer Region. Auch das französische Atomkraftwerk Fessenheim, in dem sich im April 2014 ein Beinahe-GAU ereignete, stellt eine unmittelbare Gefahr für Duisburg dar. Fessenheim liegt in einem Erdbebengebiet und es besteht aufgrund der Lage direkt am Oberrhein eine ständige Überflutungsgefahr. Der jetzt bekannt gewordene Störfall hat verdeutlicht, dass das Atomkraftwerk schon bei einem relativ geringen Wasserschaden nicht mehr gesteuert werden kann. Eine größere Überflutung wird ernsthaftere Konsequenzen haben. Es wird Radioaktivität in den Rhein gelangen und Duisburg wäre wie viele andere Städte am Rhein direkt betroffen. Besonders empört uns die Informationspolitik der Verantwortlichen. Der ernsthafte Störfall wurde erst nach zwei Jahren bekannt. Währenddessen setzte die Politik alles daran, die Laufzeit des AKW Fessenheim zu verlängern. Die Betreiber können es technisch nicht und verfolgen trotzdem skrupellos ihre Profitinteressen.

Atomkraft ist nicht beherrschbar. Wir fordern eine sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit.

___________________________________________

„Für eine friedliche und atomkraftfreie Zukunft –
Urananreicherung und Waffenexporte sofort stoppen !!“

Am Karfreitag, 25. März, startet um 12 Uhr an der Urananreicherungsanlage (UAA)
Gronau, Röntgenstr. 4, der Auftakt der NRW-Ostermärsche: Der UAA-Betreiber
Urenco beliefert ein Drittel des Weltmarktes mit angereichertem Uran – und mit
der Zentrifugentechnologie lassen sich Atombomben bauen. Die zivile und
militärische Nutzung der Urananreicherung lassen sich nicht trennen! Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein ruft mit anderen Anti-Atom-Initiativen und der Friedensbewegung zur Teilnahme auf. [weiterlesen]

_______________________________________________

Update: Einwendungsfrist wurde verlängert bis zum 25.3.2016

– also fleißig weiter Unterschriften sammeln, einscannen und bis zum 25.3. an GermanSpentNuclearFuelEA@leidos.com mailen!

Sammeleinwendung: Keine Castorexporte in die USA

Das Bündnis gegen Castor-Exporte hat eine Sammeleinwendung an das US- amerikanische Umweltministerium (DOE) gegen die Absicht, die deutschen Castoren mit  den verstrahlten Brennelementen aus dem gescheitertem Betrieb der Hochtemperaturreaktoren in die USA zu exportieren, vorbereitet.

In dieser Sammeleinwendung werden die Bedenken gegenüber den amerikanisch-deutschen Plänen zur Lagerung und Wiederaufarbeitung von etwa 200.000 kg kommerziell genutzter deutscher Kugelbrennelemente aus den Atomkraftwerken AVR Jülich (15 MW eL) und THTR-300 (300 MW eL) in Savannah River Site gegenüber dem DOE vorgetragen.

Das Formular steht hier zum Download zur Verfügung.

Ausdrucken, unterschreiben, weitere Unterschriften sammeln und bis zum 01.03.2016 an den BUND NRW e. V. senden: Merowingerstraße 88, 40225 Düsseldorf, Fax: 0049 211 302005-26

______________________________________________________________

Derzeit verdichten sich die Informationen über die eventuelle Verbringung der 152 Jülicher Castoren in die USA. Inzwischen bringt die Bundesregierung sogar die Option ins Spiel,  über 300 weitere Castoren aus der gescheiterten THTR-Anlage Hamm-Uentrop ebenfalls in die USA zu bringen! Das geht aus einer Studie, die das US-Umweltministerium (DOE) in Auftrag gegeben hat, hervor.

Anfang Januar wurde das Aktionsbündnis STOP Westcastor von der Bürgerinitiative Savannah River Site Watch (SRS Watch) aus South Carolina darüber informiert, dass das DOE sich inzwischen wohl bereit erklärt hat, den hoch verstrahlten Atommüll aus dem Betrieb des Jülicher AVR Versuchsreaktors aufzunehmen. weiterlesen

___________________________________________________________

Statt besinnliche Weihnacht haben die belgische Atomaufsicht und der belgische
Stromkonzern Electrabel offenbar total die Besinnung verloren. Nach dem Brand,
der die Stromversorgung des 40 Jahre alten AKW Tihange 1 lahmlegte, ist auch
Tihange 2 trotz tausender Haar-Risse im Reaktordruckbehälter wieder am Netz.
Ebenfalls trotz der ca. 16.000 Haar-Risse wieder in Betrieb ist das AKW Doel 3.
Und für die AKW Doel 1 + 2 wurde die Laufzeit bis 2025 verlängert – ursprünglich
sollten diese Ende diesen Jahres stilllgelegt werden. Und wer darf bis 2017 noch
fünf mal Brennelemente an das AKW Doel liefern? Richtig, die Brennelementefabrik
Lingen! Und dann wundern sich die PolitikerInnen, dass ihre Apelle an Belgien,
die Reaktoren still zu legen, nicht ernst genommen werden …

Unsere Freunde vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie haben auf die
Vorfälle spontan mit einer Demo am 22.12. reagiert: Laut Medienberichten kamen
1500 bis 4000 Menschen zu der Demo in die Aachener Innenstadt und forderten die
Stilllegung der belgischen Risiko-AKW.
Wir freuen uns über die tolle spontane Organisation und die große Beteiligung
und möchten unsere Solidarität mit den AtomkraftgegnerInnen in der belgischen
Grenzregion zum Ausdruck bringen!

________________________________________________________________

Am 22.12. um 18 Uhr findet in Aachen eine Kundgebung statt, organisiert vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA). Unter dem Motto „STOP TIHANGE – es reicht“ wird die sofortige Abschaltung des belgischen Pannen-AKW gefordert.

Bei einem Atomunfall wären auch weite Teile Nordrhein-Westfalens betroffen

In dem 40 Jahre alten Reaktorblock von Tihange hat sich am Freitagabend ein Brand in einem nicht-nuklearen Bereich ereignet, der zu einer automatischen Abschaltung der Anlage führte. Nach Angaben des Betreibers hatte der „Zwischenfall“ keine Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.

Der Reaktorbehälter des AKW Tihange ist nachweislich von Rissen durchzogen. Der alte Meiler war immer wieder wegen zahlreichen Störfällen in den Medien und ist erst in diesem Monat wieder hochgefahren worden, nachdem er im März 2014 wegen starker Sicherheitsbedenken abgeschaltet worden war.

Über 100.000 Unterschriften gegen den Neustart von Tihange 2 und Doel 3

Die Entscheidung der belgischen Atomaufsicht (FANC), die Wiederinbetriebnahme der Rissereaktoren, die über 20 Monate außerplanmäßig abgeschaltet waren, zu genehmigen, hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Im Verlauf mehrerer Monate hatte ein Netzwerk von Bürgerinitiativen in Belgien, Niederlande und Deutschland bis Anfang November über 65.000 Unterschriften gegen den Neustart gesammelt.
Nach Veröffentlichung der FANC Entscheidung am 17.11.2015 explodierte die Zahl der Unterzeichner auf mittlerweile über 100.000 bei der Online- Petition. Hinzu kommen etwa 8.000 Unterschriften, die über Listen auf Papier gesammelt wurden. Und täglich werden es mehr.

Weitere Infos unter
https://www.anti-akw-ac.de

______________________________________________________________

Deutsche und niederländische Anti-Atomkraft-Initiativen haben am Sonntag (20.12.2015) am Atommüll-Lager in Ahaus gegen Atomtransporte und weitere Atommüll-Einlagerungen in Ahaus demonstriert. Gleichzeitig unterstrich die Aktion mit Nachdruck die Forderung nach einem sofortigen Atomausstieg. An der Kundgebung  und der anschließenden Umrundung des Atommüll-Lagers beteiligten sich rund 100 Personen.

Konkret richtete sich die Protestaktion gegen drohende Castor-Atommüll-Transporte von Jülich und von München-Garching nach Ahaus. Gemeinsam mit den Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen rufen wir weiterhin zum Protest gegen die sinnlose und gefährliche Atommüllverschiebung auf. Denn weiterhin drohen dem Ruhrgebiet im kommenden Jahr die Transporte der 152 Castoren aus Jülich – und Duisburg wird  mit seinen Rheinbrücken als Verkehrsknotenpunkt unmittelbar betroffen sein. Mehr Infos zu den Jülicher Castoren findet ihr hier oder bei unseren Freunden in Ahaus und Münster:
www.bi-ahaus.de
www.sofa-ms.de

ältere Artikel

Schreibe einen Kommentar