20 Wochen gegen 20 Atombomben

Auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz beginnen die Vorbereitungen für die Stationierung neuer US-Atombomben. Diese neuen Nuklearwaffen vom Typ B61-12 sind wesentlich zielgenauer als ihre Vorgänger. Im Kriegsfall sollen deutsche Tornado-Piloten im Rahmen der NATO-Strategie der nuklearen Teilhabe Angriffe mit den US-Bomben fliegen. Diese aufgerüsteten Atombomben B61-12  kommen frühestens 2020, eher 2024, in Büchel an.

Aktionspräsenz und Friedenswiese

Transparente und Fahnen mit Friedens- und Anti-AKW-Aufschriften auf dem Kreisverkehr vor der Einfahrt zum Atomwaffenstützpunkt

Transparente und Fahnen auf dem Kreisverkehr vor der Einfahrt zum Atomwaffenstützpunkt

In Büchel lagern zwanzig Atomwaffen. Zwanzig Wochen vom 26. März bis zum 9. August 2016 werden Gruppen vor Ort mit ihren jeweiligen Symbolen Mahnwache halten oder gewaltfreie Aktionen durchführen. Vor der Heimreise werden die künstlerischen, friedens- oder frauenpolitischen, religiösen wie nichtreligiösen Symbole auf einem Grundstück beim Kreisel zum Fliegerhorst nahe der Bundesstraße dauerhaft und gut sichtbar aufgestellt werden. Auf diese Weise entsteht eine dauerhafte Friedenswiese.

gelbes X mit Logo AntiAtom-Bündnis Niederrhein unter Plakat 'atomwaffenfrei.jetzt', aufgestellt auf der Friedenswiese beim Atomwaffenstützpunkt Büchel

Im Anschluss an ihre Aktion kann jede Gruppe auf der Friedensweise nahe dem Atomwaffenstützpunkt ein Symbol ihrer Wahl aufstellen.

Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein unterstützt am 23. Juli das Friedensforum Duisburg, das eine ganze Woche lang dort präsent ist.

Den Auftakt bildet der Jahrestag des Bundestagsbeschlusses „Deutschland muss deutliche Zeichen für eine Welt frei von Atomwaffen setzen“ und den Abschluss der Jahrestag des Atombombenabwurfes auf die Stadt Nagasaki.

Selbstverpflichtung und Offener Brief

Mit einem offenen Brief und der Selbstverpflichtung soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Atomwaffenstandort Büchel und die dort geplante qualitative Aufrüstung der Atombomben gelenkt werden. Die Aktionspräsenz in Büchel wird den Druck auf die politischen Entscheidungsträger erhöhen, im Sinne der Kampagne aktiv zu werden, d. h. die Aufrüstung zu stoppen, die Atomwaffen abzuziehen und sie weltweit zu verbieten.

Im Zentrum stehen die direkten Aktionen in Büchel. Aber die Kampagne soll auch an den Wohnorten ihrer Unterstützer*innen und den Orten von politischen Entscheidungen durch Aktionen sichtbar werden. Der offene Brief verbindet die direkten Aktionen mit der politischen Überzeugungsarbeit der Kampagne in Berlin und bei der UNO. Die Zahl und die Namen derer, die sich selbstverpflichten, regelmäßig Aktionen für die nukleare Abrüstung zu machen, wird mit dem offenen Brief veröffentlicht. Wer sich aus Alters- oder Gesundheitsgründen, Arbeits- oder Familienpflichten nicht in der Lage sieht, regelmäßig nach Büchel zu kommen, hat so die Möglichkeit, die Kampagne durch Unterzeichnung der  Solidaritätserklärung zu unterstützen. Auch die Namen dieser Erklärungen werden mit dem offenen Brief veröffentlicht.

Der Offene Brief und die Selbstverpflichtung/Soli-Erklärung können hier heruntergeladen werden. Die Erklärung bitte unterschrieben an die Pressehütte Mutlangen zurückschicken. Wer sich verpflichtet oder solidarisch erklärt, setzt seinen Namen unter dem Offenen Brief.

Und hier geht’s zur Homepage von buechel-atomwaffenfrei.

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