48 Stunden Mahnwache in Duisburg-Wanheim

48-Std-Mahnwache-DuisburgWir haben vom 12. bis 14. März an der Gleisstrecke an der Atroper Straße, Ecke Ehinger Straße in Duisburg-Wanheim eine Mahnwache abgehalten.

Anlass für die Mahnwache war eine Ankündigung in der Münsterland-Zeitung vom 25.02.2012, dass in dieser elften Kalenderwoche ein Probetransport von der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in Duisburg-Wanheim per Zug nach Ahaus gestartet werden sollte, um nach erfolgreichem Probelauf vermehrt schwach- und mittelradioaktiven Atommüll aus Kernkraftwerken auch per Zug und nicht wie bisher üblich nur per LKW nach Ahaus zu transportieren. Wir befürchten eine indirekte Kapazitätserhöhung bei der GNS durch den parallelen Transport per LKW und Schiene. Die Genehmigung bezieht sich zwar auf 3300 Tonnen, aber die Durchlaufszeiten sind in der Genehmigung gemäß Aussage der Bezirksregierung nicht festgelegt. Es ist natürlich ein gewaltiger Unterschied, ob es sich um insgesamt 3300 Tonnen pro Jahr handelt, oder ob in kurzen Abständen Zu- und Ablieferungen erfolgen und lediglich die Lagerkapazität vor Ort auf dem Niveau von 3300 Tonnen gehalten wird.

Von Montag 11.00 Uhr bis Mittwoch 11.00 Uhr war die Mahnwache ständig mit mindestens zwei AktivistInnen besetzt. Jede Schienenbewegung auf der Strecke wurde genauestens protokolliert. Der Probetransport fand innerhalb dieser 48 Stunden jedoch nicht statt. Wie sich kurz nach Beendigung der Mahnwache herausstellte, hatte die GNS den Transport vorgezogen und bereits in der Nacht auf Montag durchgeführt.

Mit viel Engagement und guter Laune hatte jede Besetzung dieser „Extraschicht“ von vielen interessanten Gesprächen und von mehr als nur einer Anekdote zu berichten. Bis weit nach Mitternacht kamen WanheimerInnen die Mahnwache besuchen, um sich zu informieren oder über die GNS in Wanheim und die ungeklärte Endlagerung von Atommüll 2012-03-12 17.28.12zu diskutieren. Das AntAitom-Bündnis Niederrhein bedankt sich ausdrücklich für die tolle Aufnahme durch die in Wanheim lebenden Menschen und vor allem die herzliche Unterstützung durch Kaffee und Tee, frische Brezeln zur Frühschicht, selbstgebackenen Kuchen und sogar Mittagessen! Auch wenn wir den Probetransport nicht beobachten konnten, hat sich unser Einsatz gelohnt.

Unser gemeinsames Ziel ist und bleibt der sofortige Stopp aller Atommülltransporte und die Stilllegung der atomtechnischen Anlage in Duisburg-Wanheim.

Am Mittwochmittag hat das Antiatom-Bündnis Niederrhein dann die Staffel der Beobachtung an Ahaus weitergegeben, wo u. a. für Mittwochabend ein Fackelzug angemeldet worden war.

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