Archiv – 2014

Update:  ca. 150 Menschen haben trotz ziemlich ungemütlichem Wetter die Ahauser Protest-Tradition fortgesetzt. Atomkraftgegner*Innen vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein und aus Jülich überbrachten solidarische Grüße. Gemeinsam forderten die Demonstrant*Innen die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und den Stopp aller Atomtransporte.

Grußwort vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein

Liebe FreundInnen aus Ahaus,

20 Jahre ist eine lange Zeit für den Sonntagsspaziergang eurer kleinen aber feinen Bürgerinitiative. Wenig Zeit ist es allerdings, wenn wir uns vor Augen führen, womit wir es zu tun haben, und welche Zeiträume im Zusammenhang mit Atommüll eine Rolle spielen.

Wir vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein freuen uns, dass Ihr so lange am Ball seid. Und die jüngsten Ankündigungen der Atommafia zur Laufzeitverlängerung dieser Atommüllscheune machen ja auch noch mal deutlich, dass es viel zu tun gibt. Dazu gäbe es hier einiges zu sagen, aber das meiste wird schon noch zur Sprache kommen oder es wurde heute bereits angesprochen.

Wir wollen aber etwas ganz Besonderes zur Sprache bringen. Wir wissen nämlich gar nicht, ob ihr es wisst:
Der Sonntagsspaziergang in Ahaus irgendwann im Dezember 2011 war die Geburtsstunde des AntiAtom-Bündnisses Niederrhein. Nach dem Spaziergang trafen sich so um die 50 bis 60 AktivistInnen in Ahaus und erdachten eine fast schon legendäre Aktion: An diesem Tag wurde die Idee zum Autobahn-Aktions-Tag geboren. Und mehr oder weniger zufällig befanden sich unter den 50 bis 60 Menschen auch einige aus Duisburg und Umgebung. Wir kannten uns zwar schon alle irgendwie, aber so wirklich hatten wir noch nicht zusammengefunden. Die Idee des Autobahn-Aktions-Tages hat uns sofort begeistert und es wurde bald darauf in Duisburg ein Treffen einberufen, um zu überlegen, wie wir den mitgestalten können.

Der Rest ist dann auch schon wieder Geschichte. Seitdem sind auch wir am Ball und in Sachen der Konditionierungsanlage der GNS in Duisburg haben wir erfreulicherweise Einiges erreicht.

Bei allen Erfolgen, die wir verzeichnen können, bleibt eines aber in Erinnerung: Wenn es Euch in Ahaus nicht gegeben hätte, wären wir wahrscheinlich niemals in dieser Form zusammen gekommen! Und Eure Beharrlichkeit und Euer Mut, sich mit dieser mächtigen Atommafia anzulegen, stand oft genug Pate für uns und unsere Aktionen. Dafür unseren Dank.

Und da dieser atomare Irrsinn nach wie vor sein Unwesen treibt, möchten wir Euch eins versichern: Wir kämpfen weiter und unsere besondere Solidarität gilt dabei Euch! Wir werden Euch unterstützen, genauso wie Ihr uns immer unterstützt habt. Wir werden uns nicht zurücklehnen und sagen: Unser Problem in Duisburg wird sich bald erledigt haben. Wir bleiben weiter hin am Ball – gemeinsam und entschlossen.

Es grüßt das Anti-Atom-Bündnis Niederrhein.

* * * * * *

Am Sonntag, 21. Dez., wird der Ahauser Sonntagsspaziergang 20 Jahre alt! Aus diesem Grund findet um 14 Uhr am Zwischenlager in Ahaus-Ammeln ein großer Jubiläums-Spaziergang statt. Neben ein wenig Feierstimmung gibt es aber leider auch viele aktuelle Anlässe:

1. Weil es weltweit keine sichere Entsorgung für Atommüll gibt, will die GNS das Zwischenlager noch weit über 2040 hinaus betreiben (anvisierte Schließung war ursprünglich 2036). Auch der mittel- und schwachradioaktive Atommüll soll nun deutlich länger als bis 2020 in Ahaus bleiben – und es kommt immer noch neuer hinzu!

2. Ab 2018 sollen neue Castor-Transporte aus München-Garching nach Ahaus rollen.

3. Auch die Jülich-Ahaus-Transporte sind noch nicht vom Tisch. Alternativ droht die illegale Verschiffung der 305 Hammer Castoren, die in Ahaus lagern, in die USA.

Gegen diesen völlig chaotischen und verantwortungslosen Atommülltourismus und für einen sofortigen kompletten Einlagerungsstopp in Ahaus wollen wir am 21. Dezember rund ums Zwischenlager auf die Straße gehen.

Kommt nach Ahaus, bringt viele Freundinnen und Freunde sowie viel gute Laune und warme Socken mit – unser Motto bleibt:

Nix rein, nix raus – Atomausstieg ist Handarbeit!

________________________________________________________________

AntiAtom-Bündnis Niederrhein auf der Uran-Transport Konferenz in Münster vertreten

Transparent "Stop uranium-mining! Atommüll verhindern, bevor er entsteht!"Das AntiAtom-Bündnis hat an der Uran-Transport-Konferenz am 28 und 29. November in Münster, sowie an den Kundgebungen vor der Urananreicherungsanlage in Gronau und der Brennelemente-Fabrik in Lingen teilgenommen.

Die Konferenz, bei der auch Aktivist*Innen aus Russland, Frankreich und den Niederlanden vertreten waren, hat die Transportkette vom Abbau des Urans bis zur Brennelemente-Fertigung beleuchtet und war ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur internationalen Vernetzung der Anti-Atom-Bewegung.

weiterlesen

_____________________________________________

Forschungszentrum Jülich: Flüchtet Aufsichtsrat vor Castor-Protest?
– Morgige (19. November) Castor-Aufsichtsratssitzung nach Bonn verlegt – Mahnwachen in Jülich und Bonn (Bundesforschungsministerium)

Die Aufsichtsratssitzung des Jülicher Forschungszentrums wurde nach Informationen aus Anti-Atom-Kreisen kurzfristig für morgen (19. November) um 12.30 Uhr ins Bonner Bundesforschungsministerium verlegt. Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände rufen deshalb für den morgigen Mittwoch ab 9 Uhr zu Mahnwachen am Haupttor des Forschungszentrums Jülich, Wilhelm-Johnen-Straße, und am Hambacher Tor, zwischen den Ortschaften Stetternich und Hambach, auf. Um 10 Uhr laden die Anti-Atomkraft-Initiativen am Haupttor zu einer Pressekonferenz ein.

Ab 12 Uhr wird eine weitere Mahnwache vor dem Bundesforschungsministerium in Bonn in der Heinemannstraße stattfinden, um die Mitglieder des Jülicher Aufsichtsrats zu empfangen.

weiterlesen

__________________________________________________________

Atommülltransporte durch die Region geplant?

Aufgrund jünster Entwicklungen zur Frage des Verbleibs von Atommüll aus dem Versuchsreaktor Jülich rückt die Region Moers/westliches Ruhrgebiet als mögliche Transportstrecke in den Fokus der Aufmerksamkeit. Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein/ freischaffende atomkraftgegnerInnen moers werden am Samstag, den 15. November von 11 bis 13 Uhr am Königlichen Hof in Moers im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Atommüllalarm – Tatorte in Deutschland“ zu diesem Vorhaben informieren und Unterschriftenlisten bereit halten.

Sollte es trotz aller Bedenken zu einem Export in die USA kommen, wäre die Region Moers und Westliches Ruhrgebiet direkt betroffen. Es gibt nur wenige Brücken über den Rhein, über die ein solcher Transport laufen könnte. Für diesen Fall, der mit mehreren Dutzend Castor-Transporten verbunden ist, sehen wir den Zivilschutz allerdings schlecht vorbereitet. Unsere Anfragen an die entsprechenden Behörden, wie man sich auf solche Transporte vorbereitet, blieb bislang unbeantwortet.

____________________________________________________________

Logos Unterzeichner-Organisationen des Bündnis gegen Castor-ExporteEin Bündnis von nordrhein-westfälischen und bundesweiten Initiativen und Umweltverbänden, darunter auch das AntiAtom-Bündnis Niederrhein, will die Exporte von Castor-Behältern mit hochaktiven Brennelemente-Kugeln aus Jülich und Ahaus verhindern. Wenn am 19. November der Aufsichtsrat des Forschungszentrums tagt, der über den Umgang mit den Jülicher Castoren entscheiden muss,werden Vertreter*innen des Bündnisses mit einer Aktion vor dem Tor des Forschungszentrums öffentlich Stellung nehmen. mehr

______________________________________________

Simulierter GAU im AKW Lingen führt zu Desaster:
taz veröffentlicht Protokolle von Katastrophenschutzübung

Behörden haben einen schweren Reaktorunfall in Deutschland simuliert. Das Katastrophenmanagement ist gründlich schiefgegangen, zeigt eine taz-Recherche

Eine großanlegte und bislang geheimgehaltene Simulation einer Atomkatastrophe endete im September 2013 durch Kompetenzgerangel zwischen den Krisenstäben des Bundes und der Länder mit einem Desaster. Diese erschreckende Bilanz veröffentlichte am letzten Wochenende die taz zusammen mit rund 1000 Seiten interner Ministeriumsprotokolle und -akten. Im Ernstfall wäre eine radioaktive Wolke vom AKW Lingen II in Richtung Südosten über Osnabrück, die Kreise Steinfurt, Warendorf, Gütersloh sowie Bielefeld hinweg gezogen  – die Bevölkerung wurde erst zu einem Zeitpunkt gewarnt, zu dem die radioaktive Wolke bereits Millionen Menschen erreicht hätte. Die Empfehlung, Fenster und Außentüren geschlossen zu halten, kam für einige Regionen fünf Stunden zu spät. Großstädte wie Münster und Hamm blieben nur aufgrund der  unterstellten Windrichtung von der ersten radioaktiven Windfahne verschont, ansonsten hätte auch sie der Fallout unvorbereitet getroffen. Trotz dieses Desasters hat das Bundesumweltministerium laut taz bis heute keine Konsequenzen aus der fehlgeschlagenen Katastrophenschutzübung gezogen.

Was sich hier zeigt, übertrifft unsere schlimmsten Befürchtungen. Im Ernstfall sind die deutschen Behörden anscheinend überhaupt nicht in der Lage, die Bevölkerung angemessen bei einem GAU zu informieren und zu schützen. Kein Wunder, dass diese Übung geheimgehalten wurde! Bis heute wurden keine Konsequenzen gezogen!!

Wenn die Behörden nicht in der Lage sind, die Bevölkerung bei schweren Atomunfällen zu schützen, dann muss das Bundesumweltministerium als Konsequenz sämtliche Atomanlagen umgehend abschalten.

_____________________________________________________________

Atommüll-Alarm: Tatort Oberhausen
„SOKO Atommüll“ ermittelt am 21. Oktober in Oberhausen

„Atommüll-Alarm: TATORTE in NRW“ – unter diesem Motto ermittelt die „SOKO Atommüll“ vom 20. – 25.10.2014 in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens an Brennpunkten der Atommüllproblematik.

atommuell-alarm

Die „Kommissare“ Peter Dickel (AG Schacht Konrad) und Hubertus Zdebel (MdB Linksfraktion, Sprecher für Atomausstieg) recherchieren auch im Ruhrgebiet und informieren gemeinsam mit dem AntiAtom-Bündnis Niederrhein über Hintergründe und Motive der begangenen Verbrechen.

Hintergründe und Diskussion zu Tatorten und Tätern:
Dienstag, 21..10.14, 19.30 Uhr, LINKES Zentrum, Elsässer Str. 19

_______________________________________________

Wohin mit all dem Atom-Müll?

Überall in Deutschland liegt Atommüll. Unter frag­würdigen Bedingungen. Jeden Tag begegnen uns auf Straßen, Schienen und Wasserwegen Atomtranspor­te. Eine flächendeckende radioaktive Bela­stung, die nicht verschwindet.  JedeR ist betroffen. Welche Gefahren gehen von dem Atommüll aus, wie gehen Betreiber und politisch Verant­wortliche damit um ?

Darüber wollen wir in diesem Herbst reden. Bundesweit bei vielen Anlässen, mit Veranstaltungen und Aktionen und einer Unterschriftensammlung.

_____________________________________________________________

Sonntagsspaziergänge in Jülich und Ahaus – Wir laufen uns warm

Nach Bekanntwerden des Räumungsauftrages für die 152 Castoren aus dem Forschungszentrum Jülich (FZJ) haben wir ja bereits gemeinsam mit vielen anderen NRW- und bundesweiten Anti-Atomkraft-Bündnissen und Umweltverbänden massive Proteste entlang der gesamten Strecke angekündigt. Zur Erinnerung: In Jülich lagern 152 Castoren mit hochradioaktivem Müll aus Brennelementen. Nach wie vor ist auch der Export nach Savannah River Site im Gespräch. Auch die 305 Castor-Behälter aus dem Betrieb des AKW THTR Hamm-Uentrop, die in Ahaus lagern, sollen in die USA abgeschoben werden. Dagegen gibt es auch in den USA Widerstand (Näheres unter http://www.srswatch.org/). Tom Clement, Leiter der Anti-Atom-Initiative „SRS watch“ aus South Carolina/USA, zu dem sich inzwischen eine enge Partnerschaft in Sachen Kampf gegen die Atommüllexportpläne nach Savannah River Site entwickelt hat, wird ab Mitte September eine Info-Tour in Deutschland machen. Am 21.9. wird er in Jülich beim Sonntagsspaziergang dabei sein.

Am Sonntag, 21.09.14, gibt es daher zeitgleich um 14 Uhr einen Sonntagsspaziergang am Forschungszentrum Jülich und am Zwischenlager Ahaus.

Außerdem ist inzwischen eine bundesweite Unterschriftenaktion gegen diese Castortransporte angelaufen. Unterschrieben werden kann online oder am Stand des AntiAtom-Bündnis Niederrhein, z. B. am 4. Oktober in Duisburg.

___________________________________________________________

Uranmüll und Urananreicherung werden trotz Atomausstieg weitergeführtRund 55 Anti-Atomkraft-Initiativen, Umweltverbände und Parteigliederungen fordern gemeinsam die NRW-Landesregierung sowie die Bundesregierung auf, das erste Atommüll-Zwischenlager Deutschlands für 60 000 Tonnen Uranoxid im westfälischen Gronau nicht in Betrieb zu nehmen und die Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau sofort stillzulegen. Für den Fall, dass die NRW-Landesregierung die derzeit für 2015 geplante Inbetriebnahme der Uranmüllhalle genehmigt, kündigten die Anti-Atomkraft-Initiativen in einem Aufruf zum „Tag X“ Proteste in Gronau an.

Für die nächsten Monate sind im Rahmen der jetzt gestarteten Tag-X-Kampagne zahlreiche Protestaktionen geplant:

  • 7. September, 14 Uhr: Traditioneller Sonntagsspaziergang an der UAA Gronau
  • 5. Oktober, 13.30 Uhr: Kundgebung an der UAA Gronau
  • November: Französisch-deutsche Urantransportekonferenz in Münster
  • Tag X: Am Sonntag nach Bekanntwerden der Inbetriebnahme-Genehmigung durch die NRW-Landesregierung um 14 Uhr Kundgebung vor der UAA Gronau

Weitere Proteste entlang der Urantransportstrecken sind in Vorbereitung. Die Anti-Atomkraft-Initiativen bereiten sich auf eine lange, intensive Protestwelle gegen die zu erwartenden Uranmülltransporte vor.

____________________________________________________________

Gemeinsame Pressemitteilung :

Massive Proteste im Falle von Jülicher Castor-Transporten angekündigt!

Umwelt- und Anti-Atom-Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet kündigen für den Fall von Castortransporten vom AVR-Zwischenlager aus Jülich massive Proteste entlang der gesamten Strecke an.

In Jülich lagern 152 Castoren mit hochradioaktivem Müll aus Brennelementen. Offensichtlich ist das Forschungszentrum Jülich (FZJ) bisher weder in der Lage, eine rechtssichere Genehmigung für das Zwischenlager noch eine Transportgenehmigung für die Castoren zu erwirken. Ob dieser Zustand durch das FZJ bewusst herbeigeführt wurde oder auf Inkompetenz zurückzuführen ist, kann nur vermutet werden.

Aktuell versucht das FZJ in Zusammenarbeit mit dem Land und dem Bund, den Atommüll zur Wiederaufarbeitung in die USA zu verschieben.

weiterlesen

__________________________________________________________________

Seit einigen Tagen kommt politischer Druck in die Diskussion um die 152 Jülich-Castoren, vollgepackt mit hochradioaktiven Brennelementen aus dem stillgelegten Versuchsreaktor.
Die Lagerung dieser Castoren ist seit Mitte 2013 nicht mehr durch Genehmigungen gedeckt, sondern lediglich geduldet. Die Betreiber in Jülich haben bislang ihre Verantwortung nicht wahrgenommen und alle Aufforderungen, sich um ihren Müll zu kümmern, ins Leere laufen lassen. Nun ist der Landesregierung der Kragen geplatzt. Sie verlangt, dass bis Ende September eine Idee auf den Tisch muss, wie mit diesen Castoren umgegangen werden soll.

weiterlesen

______________________________________________

Kommen die vielleicht doch noch zur Vernunft ???

Nachdem im Dezember des vergangenen Jahres das Ende der der Konditionierung von Atommüll für das Jahr 2022 angekündigt wurde, heißt es jetzt ganz offiziell, dass damit noch früher Schluss sein soll. Jetzt soll bis 2019 der letzte Krümel Atommüll aus Duisburg verschwunden sein. Gut so!

Das ist natürlich eine sehr gute Nachricht und kommt unseren Forderungen entgegen. Die Jahrelangen Proteste haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Da ist wohl wirklich Licht am Ende des Tunnels.

GNS-Gelände an der Richard-Seyffert-Straße in Duisburg-WanheimUnd trotzdem verfallen wir jetzt nicht voreilig in Euphorie, denn das eine oder andere mag noch zu denken geben.
Es bleiben noch ein paar Jahre, in denen Atommüll nach Duisburg transportiert wird, in denen die Anlage in Duisburg den Müll verpackt und in denen auch wieder abtransportiert wird. Solange die Anlage läuft, bestehen die damit verbundenen Risiken fort!

Und wenn die Wirtschaftlichkeit das Maß der Dinge ist, dann leidet hoffentlich nicht die Sicherheit unter einem Spar- und Kostendruck. Unsere Sorge, dass in eine alte Anlage keine neue Sicherheitsinvestitionen getätigt werden, dürfte nach wie vor aktuell bleiben.

Und nicht zu vergessen: bislang handelt es sich um reine Absichtserklärungen. Die dürften angesichts der vielen Stimmen aus Politik und Wirtschaft zwar immer verbindlicher werden, aber der (energie-)politische Wind kann sich auch jederzeit wieder drehen. Die atomrechtliche Genehmigung für die Konditionierung des Atommülls in Duisburg hat nach wie vor bis 2022 Bestand. Ein rechtssicheres Papier, in dem das Ende der GNS unwiderruflich besiegelt ist, existiert jedenfalls nicht. Hierzu bedarf es atomrechtlich eines Stilllegungsantrags. Der muss an die Aufsichtsbehörden gestellt und von diesen auch genehmigt werden. Hier ist die Politik dann noch mal gefragt.

Wir sehen: Einmal mehr verbergen sich hinter positiven Mitteilungen doch wieder Haken und Ösen, die uns wachsam bleiben lassen. Wir werden also auch zukünftig keine Ruhe mehr geben, aber wir sind ganz glücklich damit, dass wir uns jederzeit darauf berufen können, was Politiker und Wirtschaftsvertreter lautstark verkündet haben. Wir werden sie beim Wort nehmen.

Aber trotzdem: Wir wollen das jetzt nicht wirklich madig machen und wir freuen uns, dass unser Engagement Früchte trägt, die sich sehen lassen können. Es ist aber auch noch nicht an der Zeit, sich in aller Ruhe zurück zu lehnen. Begleiten wir das Auslaufen des Atomzeitalters in Duisburg weiterhin kritisch und wachsam.

______________________________________________________________

Hier unsere nächsten Termine:

am Mittwoch, dem 11. Juni findet das nächste Plenum statt.

NEUER ORT – NEUE UHRZEIT:
19:00 Uhr , Internationales Zentrum, Flachsmarkt 15, 47051 Duisburg.

Am 14. Juni findet ihr uns mit einem Infostand beim Folkfest Tempel in Rheinhausen, und am 21. Juni informieren wir über die GNS in Duisburg und unsere Arbeit beim Duisburger Umweltmarkt. Natürlich könnt ihr euch bei beiden Gelegenheiten auch in die Unterschriftenliste gegen den „Bad Bank für Atomkraftwerke“-Plan  (s. u.) eintragen, wenn ihr das nicht sowieso schon getan habt.

_____________________________________________________________

uranmunition-aechtenDie ICBUW Deutschland (Kampagne zur Ächtung von Uranwaffen) bedankt sich als Initiator der Petition „Uranmunition ächten“ für die bisherige Unterstützung. Die Petition ist jetzt bis zum 04.11.2014 verlängert worden. Die Übergabe an Bundestag und Bundesregierung wird am 06.11.2014, dem UN-Tag gegen die Umweltzerstörung durch Krieg, stattfinden.

Bereits über 2.500 Menschen haben online unterschrieben, um die Ächtung dieser menschenverachtenden Waffe voranzutreiben. Dennoch liegt noch ein langer Weg bis zu unserem Ziel vor uns. Bitte helft, weiterhin dieses Ziel zu erreichen und verbreitet die Petition per E-Mail, Facebook oder Twitter. Es besteht natürlich ebenfalls die Möglichkeit Unterschriftenbögen auszudrucken und handschriftliche Unterschriften zu sammeln. Jede Unterschrift zählt!

Hier gehts zur Online-Petition

_____________________________________________________________

Ein dreister Plan: Die Stromkonzerne wollen ihre finanziellen Risiken für den Abriss der AKW und die Atommüll-Lagerung auf die Gesellschaft abwälzen, obwohl sie über Jahrzehnte Milliardengewinne mit dem Atomstrom gemacht haben.

"Bad Bank" für AKW? Wir zahlen nicht für Euren Müll. Logo der .ausgestrahlt-Unterschriftensammlung

Ihre Entsorgungs-Rückstellungen will die Atomwirtschaft in eine staatliche Stiftung, eine Art „Bad Bank“ für AKW, einbringen. Darüber hinaus wollen sie keine weiteren Kostenrisiken übernehmen. Doch die realen Folgekosten der Atomkraft werden deutlich höher sein. Dafür soll dann nach dem Willen der Stromkonzerne der Staat einspringen. Es ist die altbekannte Masche: Gewinne privatisieren, Risiken sozialisieren.

.ausgestrahlt macht derzeit zusammen mit dem Umweltinstitut München e.V. eine Unterschriftenaktion – online oder per Unterschriftenliste zum ausdrucken. Beteiligt Euch zahlreich!!!
Außerdem gibts da auch ne Menge Hintergrundinfos zum Thema.

Und auch campact macht jetzt eine Aktion – auch da ist natürlich eure Unterschrift hilfreich …

__________________________________________

Update 2: der BUND macht aktuell eine E-Mail-Aktion an die Vorsitzenden und energiepolitischen SprecherInnen der Fraktionen im Deutschen Bundestag mit der Aufforderung, sich für eine konsequente Energiewende von unten einzusetzen!

Update: Mehr als 12.000 Menschen haben am Samstag deutlich ihre Meinung gesagt – gegen das Ausbremsen der Energiewende, für erneuerbare Energien aus Sonne und Wind. Infos/Videos/Fotos dazu gibt es z. B. beim BUND, bei campact, den NaturFreunden Deutschlands oder bei .ausgestrahlt.

Energiewende nicht kentern lassen! – Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom!

Auf geht’s –  am kommenden Samstag, 10. Mai, zur Großdemonstration in Berlin
Für Kurzentschlossene: hier geht’s zur Anreisekarte (Mitfahrgelegenheiten)

Die Energiewende ist in Gefahr! Die Regierung will den Zubau der Erneuerbaren Energien mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen ausbremsen. Das ist Klientelpolitik für klimaschädliche Kohlekraftwerke und die angeschlagenen Energiekonzerne. Zudem droht damit eine neue Debatte um längere AKW-Laufzeiten. Doch noch hat all dies nicht Gesetzeskraft. Wir haben noch Chancen die Energiewende zu retten: Sowohl SPD als auch CDU/CSU sind jeweils gespalten in Freunde der Energiewende und Interessenvertreter der Konzerne. Und an der Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) sind die Länder beteiligt. Etliche stehen der schwarz-roten Energiepolitik kritisch gegenüber – jetzt müssen sie sich wehren. Kurz bevor in Bundestag und Bundesrat über den Gesetzentwurf entschieden wird, rufen campact, .ausgestrahlt, der BUND und die NaturFreunde Deutschlands zu einer Großdemonstration in Berlin auf – zu Lande und zu Wasser. Am 10. Mai demonstrieren wir daher mit zehntausenden Menschen in Berlin. Gemeinsam fordern wir, dass die Energiewende nicht ausgebremst wird, der Atomausstieg beschleunigt und der Kohle-Ausstieg eingeleitet wird, Kohle-Tagebaue stillgelegt werden und Gas nicht mittels Fracking gefördert wird. Wir wollen die Energieversorgung dezentralisieren, demokratisieren und in die Hand der Bürger/innen legen!

Los geht’s nahe dem Hauptbahnhof an der Spree: Der Fluss wird gefüllt mit hunderten Booten, Kanus, Flößen und allem, was schwimmt. Gleichzeitig werden viele Tausende Menschen das Ufer säumen, überall finden Aktionen statt. Dann startet die Demo mitten durch das Berliner Regierungsviertel. Und am Ende gibt es eine große Abschlusskundgebung vor der CDU-Parteizentrale mit den Top-Bands Revolverheld und Seeed.

Hier geht’s zur Homepage der Energiewende-Demo mit vielen weiteren Informationen

______________________________________________________________

Am 26. April 2014 jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 28. Mal. Die Auswirkungen dieses Atomunfalls sind noch immer – nicht nur in der Ukraine – gravierend. So weisen z. B. Pilze sowie Wildfleisch auch in Deutschland nach wie vor teilweise sehr hohe Cäsium-Werte auf. Und die Leukämierate von Kindern in Weißrussland hat sich signifikant erhöht. Vladimir Kuznetsov, Professor an der Arkhangelsk Universität in Russland, berichtete im März 2014 im dt. Bundestag über gravierende Sicherheitslücken in russischen und ukrainischen Atomkraftwerken sowie die mangelhafte Qualifikation des Personals  – was besonders bei den nach wie vor in Betrieb befindlichen Reaktoren des Typs RBMK, die baugleich mit Tschernobyl sind, zu katastrophalen Auswirkungen führen kann. Und die aktuelle angespannte politische Situation in der Ukraine trägt auch nicht gerade zur Beruhigung bei.

Wir fordern einen sofortigen konsequenten Atomausstieg, nicht nur in Deutschland, auch in Europa und weltweit. Nur so kann eine weitere Atomkatastrophe verhindert werden!

weiterlesen

______________________________________________________________

ostermarsch-2014-logo

Die Vorbereitungen für den Ostermarsch am Karfreitag, 18. April, um 12.30 Uhr am Haupttor der UAA Gronau laufen auf Hochtouren. Die UAA Gronau ist eine weltweit zentrale Atomanlage, die nahezu jedes 10. AKW weltweit mit angereichertem Uranbrennstoff zur Brennelementefertigung beliefern kann. Und die Zentrifugentechnologie ist militärisch äußerst begehrt. Dennoch soll die UAA in Gronau nach dem Willen der Bundesregierung zeitlich unbegrenzt weiterlaufen und bis zum Jahresende droht die Einweihung des neuen Uranmüll-Dauerlagers, in dem 60.000 Tonnen Uranoxid zeitlich unbefristet gelagert werden sollen – das bedeutet de facto die Schaffung eines oberirdischen Endlagers! Deshalb wollen wir am 18. April gemeinsam mit Friedensinitiativen für die sofortige Stilllegung der UAA Gronau und für ein weltweites Verbot der Urananreicherung auf die Straße gehen. Der Ostermarsch in Gronau ist zugleich Auftakt des Ostermarsches Rhein-Ruhr.

Für BahnfahrerInnen gibt es am 18. vom Bahnhof Gronau einen Shuttle-Bus zur UAA und zurück.

Auf nach Gronau zum Ostermarsch!

_____________________________________________

Nein zu neuen Atomkraftwerken!

Erhebt Einspruch! Zur Zeit verhandelt die EU-Kommission über einen Antrag der Regierung Grossbritanniens, staatliche Beihilfen für das geplante AKW Hinkley Point C im Süden des Landes zu genehmigen. Es geht um einen garantieren Strompreis von 11,05 Cent/kWh plus Verbraucherpreisinflation über einen Zeitraum von 35 Jahren – deutlich mehr und länger als die EEG-Vergütung für Onshore-Windkraft. Nur wenn diese Beihilfe zugesagt wird, geht der Finanzierungsplan für das AKW auf. Die EU-Kommission hat nun ein Konsultationsverfahren eröffnet, um über den Antrag entscheiden zu können. Das Ergebnis wird wegweisend sein, denn noch weitere europäische AKW, etwa Temelin in Tschechien, brauchen Finanzspritzen. Alle EU-Bürger haben die Möglichkeit, bis zum 7. April eine Stellungnahme abzugeben und so der mächtigen Atomlobby etwas entgegen zu setzen.

Einen vorformulierten Einspruch gibt es z. B. auf der Website der Elektrizitätswerke Schönau oder bei der österreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000.

Weitere Infos findet ihr in diesem taz-Artikel.

______________________________________________________________

Neues Uranmüll-Dauerlager in Gronau!! – 18. April: Ostermarsch an der UAA

Bereits in wenigen Wochen droht die Eröffnung des neuen Uranmüll-Dauerlagers für 60.000 Tonnen abgereichertes Uranoxid (U308) auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage Gronau. Die Bundesregierung hatte zuletzt vage „2014“ als Eröffnungsjahr angegeben und auch bereits für dieses Jahr die ersten Transporte von Uranoxid aus der sog. „Dekonversionsanlage“ im südfranzösischen Pierrelatte nach Gronau angekündigt. Die Uranmülllagerung soll in Gronau „zeitlich unbefristet“ erfolgen. Wir gehen davon aus, dass die Urenco bereits im nächsten Jahr den Antrag für eine zweite, ähnlich große Uranoxid-Lagerhalle bei der Landesregierung NRW einreichen wird, denn laut Bundesregierung reicht die Lagerkapazität der ersten Halle nur für zehn Betriebsjahre – in Gronau droht also ein wahnsinniger Atommüllberg zu entstehen! Entsorgung und sichere Endlagerung ungeklärt! Wir fordern von Landes- und Bundesregierung, das Dauerlager für Uranoxid in Gronau nicht in Betrieb zu nehmen, da es nur den unbegrenzten Weiterbetrieb der UAA sichern soll. Stattdessen fordern wir die sofortige Stilllegung der UAA!

Am Karfreitag, 18. April, startet um 12.30 Uhr der diesjährige Ostermarsch Rhein-Ruhr am Haupttor der UAA Gronau. Die Zusammenarbeit zwischen Anti-Atom- und Friedensbewegung unterstreicht die zivile und militärische Bedeutung der Urananreicherung und der Urenco – allein in Gronau wird das Uran für jede 10. AKW weltweit angereichert. Aber in nur wenigen Wochen könnte in Gronau auch genügend Uran für eine Atombombe angereichert werden. Die Urananreicherung ist zivil wie militärisch nicht verantwortbar und muss umgehend beendet werden – in Gronau und weltweit! Kommt am 18. April nach Gronau zum Ostermarsch – gegen wachsende Atommüllberge und für den sofortigen Atomausstieg und eine Welt ohne Atomwaffen! Weitere Infos und Unterstützung: www.ostermarsch-gronau.de

______________________________________________________________

Lasst uns am 22. März um 13:30 Uhr in Düsseldorf für die Energiewende und gegen Fracking, Kohle- und Atomkraft demonstrieren.

Wir treffen uns um 12:30 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof, um gemeinsam mit dem Zug nach Düsseldorf zu fahren. Auch ab Moers wird es eine gemeinsame Fahrmöglichkeit geben. Treffpunkt ist dort 12:15 Uhr vor dem Moerser Bahnhof.   Wir werden auch gesponsorte Mitfahrmöglichkeiten anbieten!

Möglicherweise ist schlechtes Wetter? Denk an die Menschen, die im Wendland in kalten November-Nächten den Castor blockiert haben – und zieh Dich wettergemäß an …

Nicht sicher, ob wir etwas erreichen können? Mach Dir bewusst, was die Anti-Atom-Bewegung in diesem Land schon alles erreicht hat …

Plakat zur Energiewende-Demo am 223.2014 in DüsseldorfEnergiewende retten!
Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom

Die Bundesregierung plant einen Frontalangriff auf die Energiewende. Nach der Photovoltaik soll es jetzt der Windkraft an den Kragen gehen. Der Zubau der Erneuerbaren Energien droht mit einem Ausbaudeckel und massiven Förderkürzungen abgewürgt zu werden. Stattdessen setzt Schwarz-Rot auf Atom- und Kohlekraft – etwa mit neuen Subventionen, die verhindern, dass alte Kohlemeiler eingemottet werden. Damit haben sich RWE, Eon und Vattenfall so massiv durchgesetzt wie lange nicht mehr. Doch noch steht dies alles nur im Koalitionsvertrag und nicht im Gesetz. In den nächsten Monaten muss sich die Regierung mit den Bundesländern über ihre energiepolitischen Pläne einigen. Etliche stehen diesen kritisch gegenüber – jetzt müssen sie sich wehren.

Am 22. März gehen wir daher mit zehntausenden Menschen in sieben Landeshauptstädten auf die Straße. Gemeinsam fordern wir, dass Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, Kohle-Tagebaue stillgelegt, Gas nicht mittels Fracking gefördert und die Energiewende nicht ausgebremst wird. Wir wollen die Energieversorgung dezentralisieren, demokratisieren und in die Hand der Bürger/innen legen! Und der Welt zeigen, wie die Energieversorgung eines Industriestaates von Grund auf umgekrempelt werden kann und damit beim Klimaschutz endlich ernst gemacht wird. Dafür lohnt es sich zu streiten!

___________________________________________________________

Fukushima mahnt - Atomanlagen jetzt abschalten

Am Fukushima-Gedenktag 11. März – diesmal ein Dienstag – wird es in Duisburg, Moers und Oberhausen Mahnwachen geben. Die zentrale Mahnwache des AntiAtom-Bündnisses findet ab 18 Uhr in Oberhausen am Hauptbahnhof statt. Die Mahnwachen in Moers und Duisburg werden zeitlich so gelegt, dass – auf Wunsch gemeinsam – anschließend nach Oberhausen gefahren werden kann.

Die anschließend an die Mahnwache in Oberhausen geplante Vorführung des Films „The House of Rising Sun“ müssen wir aber leider verschieben. Der Film ist in Europa bisher nicht erhältlich und sollte uns direkt vom Regisseur aus Japan zugeschickt werden. Eigentlich sollte er schon vor einer Woche hier ankommen. Leider hat die Post ihn bisher nicht zugestellt. Wir werden deshalb ersatzweise eine aktuelle Dokumentation über die Situation in Fukushima zeigen. Die Vorführung von „The House of Rising Sun“ wird aller Voraussicht nach Anfang April nachgeholt. Wir hoffen, dass wir euch den neuen Termin schon bei der Mahnwache um 18 Uhr am HBF mitteilen können und werden ihn auch hier veröffentlichen. Wir würden uns freuen, wenn trotzdem viele von euch ins Druckluft kommen würden, um sich gemeinsam über die aktuelle Situation in Fukushima zu informieren und auszutauschen.

Duisburg: 13 -17 Uhr (Königstr.),
Moers: 16 -17  Uhr (Altmarkt)
Oberhausen: 18 Uhr (Hauptbahnhof)

Am 1 1 . März 2014 jährt sich der Beginn der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima zum dritten Mal und die Lage ist noch immer nicht unter Kontrolle: Niemand weiß, wo der hochradioaktive Brennstoff der Reaktorblöcke 1 – 3 ist, wie weit er sich in den umgebenden Untergrund gefressen hat. An eine Bergung ist nicht zu denken. Radioaktives Wasser gelangt weiterhin ins Meer, die japanische Regierung preist Gemüse aus Fukushima als Solidaritäts-Ware an, an der US-Westküste erwartet man die radioaktive Welle. Tausende Menschen verloren ihre Heimat und werden noch jahrzehntelang unter den Folgen leiden. Ihrer wollen wir gedenken und mahnen: Stoppt den Wahnsinn!

Demoplakat, Jülich, 8.3.2014 - Fukushima mahntVon Verantwortungsübernahme durch Politik und Betreiber Tepco ist bislang wenig zu sehen – und genau das sind die erschreckenden Parallelen zur Reaktorruine im Forschungszentrum Jülich. Dort ist der Unfall 1978 zwar glimpflich ausgegangen, aber Verantwortung übernehmen wollen die Jülicher Atomforscher nicht: Die 152 Westcastoren würden sie lieber gestern als morgen auf Reise nach ganz weit weg schicken, der völlig verseuchte Reaktor soll per Kippverfahren zu Boden gebracht werden, eine Zerlegung oder gar Entsorgung ist völlig ungewiss. Und dennoch verharmlost das Forschungszentrum Jülich den Beinahe-GAU von ’78 und preist die Kugelhaufenreaktoren in Ländern wie China an. Wir fordern „Stoppt den Wahnsinn in Fukushima, Jülich und anderswo“ und wollen der Opfer von Fukushima gedenken. Kommt am 8. März zum Fukushima-Jahrestag nach Jülich!

Ein Fahrradcorso startet um 11:30 Uhr (vom Haltepunkt ‚Forschungszentrum‘ der Rurtalbahn), die Auftaktkundgebung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Jülicher Walramplatz. Alle Infos zur Demo auf www.westcastor.de.

Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein wird von Duisburg aus mit mehreren PKW nach Jülich fahren. Wir treffen uns am 8. März um 10:30 im Rheinpark (Abfahrt: 11 Uhr). Wer Interesse hat, mitzufahren, wer noch Platz im Auto hat oder wer eine Mitfahrgelegenheit sucht, kann sich ab sofort per Mail (info(at)antiatom-buendnis-niederrhein.de) oder telefonisch 0151 179 44 009) bei uns melden.

___________________________________________________________

Plakat zur Energiewende-Demo am 223.2014 in DüsseldorfUnd am 22. März folgt dann auch schon die nächste Demonstration – diesmal eine bundesweite. In sieben Landeshauptstädten wird ab an diesem Tag unter dem Motto „Energiewende retten! Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom“ Aktionen geben. Gemeinsam fordern wir, dass Atom- und Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, Kohle-Tagebaue stillgelegt, Gas nicht mittels Fracking gefördert und die Energiewende nicht ausgebremst wird. Wir wollen eine dezentralisierte, demokratischere Energieversorgung in der Hand der Bürger_innen!

In Düsseldorf wird es um 13 Uhr eine Auftaktkundgebung in Bahnhofsnähe geben (Friedrich Ebert Straße, Nähe DGB-Haus), daran anschließend einen Demozug zum Landtag, Ende gegen 16 Uhr. Wir werden vom Duisburger Hauptbahnhof aus gemeinsam nach Düsseldorf fahren, nähere Informationen zu evtl. gesponsorten Mitfahrten, Abfahrszeiten usw. demnächst hier und auf Facebook.

__________________________________________________________________________________

Unsere nächste Veranstaltung ist eine Lesung:

Cécile Lecomte liest

am 12. Februar 2014, 19:00 Uhr

Cafe Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 64, 47051 Duisburg

aus ihrem Buch „Kommen Sie da runter!“ – das ist der Satz,den die in Deutschland lebende Französin bei ihren politischen Aktionen am öftesten hört. Er wird von derPolizei ausgesprochen und zeigt zugleich deren Verwirrung und Ohnmacht, wenn sie den Bütteln des Atomstaats mit unzähligen Kletteraktionen auf der Nase herumtanzt. In ihren Kurzgeschichten erzählt die als „Eichhörnchen“ bekannte Kletteraktivistin von ihren oft spektakulären  Aktionen des zivilen Ungehorsams für eine Welt ohne Agro-Gentechnik, Atomprojekte, Kriege und Klimakiller.

Buchcover Cecvile Lecomte: Kommen Sie da runter!Kommen Sie da runter! Kurzgeschichten und Texte aus dem politischen Alltag einer Kletterkünstlerin.
Wie fühlt es sich oben in einer Baumkrone über der Castorstrecke an ? Gibt es ein Gesetz à la „Du sollst dich ausschließlich horizontal bewegen“? Warum interessiert sich der Verfassungssch(m)utz mehr für’s Baumklettern als für mordende Neonazis? Wie fühlt sich eine Überwachung „mit besonderen technischen Mitteln“ an ? Und im Gefängnis? Warum sitze ich wegen fünf Euro oder etwas mehr dort „freiwillig“ ein? Wie gehe ich mit dem Tod eines Mitkämpfers um? Was ist vom Spruch „Im Namen des Volkes“ zu halten?“

Hier gehts zum Veranstaltungsflyer (pdf), der auch gerne runtergeladen, ausgedruckt und verteilt werden darf.

Aber für die nächsten Monate sind natürlich schon weitere Aktionen geplant. Wir mobilisieren natürlich für die Demo zum Fukushima-Jahrestag in Jülich am Samstag, dem 8. März. Wir werden Mitfahrgelegenheiten anbieten – Näheres ab Mitte Februar hier und auf Facebook.

______________________________________________________________

Die GNS plant, den Standort in Duisburg-Wanheim 2025 besenrein zu übergeben!

Im Einzelnen: Der Pachtvertrag für die Hallen läuft bis 2025. Die Genehmigung zum Betrieb der Anlage gemäß Strahlenschutzverordnung läuft nur bis 2022. Daher soll nach Aussage der GNS 2022 mit dem Rückbau begonnen werden. Das heisst, dass bis 2022 auch der schwach- und mittelradioaktive Müll am Standort Duisburg weg sein müsste.

Das wiederum würde bedeuten, dass 2020 / 2021 die letzten Lieferungen zur Konditionierung nach Duisburg kommen würden. Nach Aussage der GNS würden drei Jahre zum Rückbau der Anlage benötigt.

Es ist ein erster und wichtiger Schritt hin zum Atomausstieg auch hier in Duisburg. Bei aller Freude über diesen Erfolg muss man aber sagen, dass dies zwar der erste Schritt in die richtige Richtung ist. Aber weitere müssen folgen und deshalb können und werden wir unsere Arbeit nicht einstellen, sondern getreu unserem Motto „Wir geben keine Ruhe mehr“ am Ball bleiben.

weiterlesen

 

ältere Artikel