Archiv – 2015

Statt besinnliche Weihnacht haben die belgische Atomaufsicht und der belgische
Stromkonzern Electrabel offenbar total die Besinnung verloren. Nach dem Brand,
der die Stromversorgung des 40 Jahre alten AKW Tihange 1 lahmlegte, ist auch
Tihange 2 trotz tausender Haar-Risse im Reaktordruckbehälter wieder am Netz.
Ebenfalls trotz der ca. 16.000 Haar-Risse wieder in Betrieb ist das AKW Doel 3.
Und für die AKW Doel 1 + 2 wurde die Laufzeit bis 2025 verlängert – ursprünglich
sollten diese Ende diesen Jahres stilllgelegt werden. Und wer darf bis 2017 noch
fünf mal Brennelemente an das AKW Doel liefern? Richtig, die Brennelementefabrik
Lingen! Und dann wundern sich die PolitikerInnen, dass ihre Apelle an Belgien,
die Reaktoren still zu legen, nicht ernst genommen werden …

Unsere Freunde vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie haben auf die
Vorfälle spontan mit einer Demo am 22.12. reagiert: Laut Medienberichten kamen
1500 bis 4000 Menschen zu der Demo in die Aachener Innenstadt und forderten die
Stilllegung der belgischen Risiko-AKW.
Wir freuen uns über die tolle spontane Organisation und die große Beteiligung
und möchten unsere Solidarität mit den AtomkraftgegnerInnen in der belgischen
Grenzregion zum Ausdruck bringen!

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Am 22.12. 2015 um 18 Uhr findet in Aachen eine Kundgebung statt, organisiert vom Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie (AAA). Unter dem Motto „STOP TIHANGE – es reicht“ wird die sofortige Abschaltung des belgischen Pannen-AKW gefordert.

Bei einem Atomunfall wären auch weite Teile Nordrhein-Westfalens betroffen

In dem 40 Jahre alten Reaktorblock von Tihange hat sich am Freitagabend ein Brand in einem nicht-nuklearen Bereich ereignet, der zu einer automatischen Abschaltung der Anlage führte. Nach Angaben des Betreibers hatte der „Zwischenfall“ keine Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.

Der Reaktorbehälter des AKW Tihange ist nachweislich von Rissen durchzogen. Der alte Meiler war immer wieder wegen zahlreichen Störfällen in den Medien und ist erst in diesem Monat wieder hochgefahren worden, nachdem er im März 2014 wegen starker Sicherheitsbedenken abgeschaltet worden war.

Über 100.000 Unterschriften gegen den Neustart von Tihange 2 und Doel 3

Die Entscheidung der belgischen Atomaufsicht (FANC), die Wiederinbetriebnahme der Rissereaktoren, die über 20 Monate außerplanmäßig abgeschaltet waren, zu genehmigen, hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Im Verlauf mehrerer Monate hatte ein Netzwerk von Bürgerinitiativen in Belgien, Niederlande und Deutschland bis Anfang November über 65.000 Unterschriften gegen den Neustart gesammelt.
Nach Veröffentlichung der FANC Entscheidung am 17.11.2015 explodierte die Zahl der Unterzeichner auf mittlerweile über 100.000 bei der Online- Petition. Hinzu kommen etwa 8.000 Unterschriften, die über Listen auf Papier gesammelt wurden. Und täglich werden es mehr.

Weitere Infos unter
https://www.anti-akw-ac.de

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Deutsche und niederländische Anti-Atomkraft-Initiativen haben am Sonntag (20.12.2015) am Atommüll-Lager in Ahaus gegen Atomtransporte und weitere Atommüll-Einlagerungen in Ahaus demonstriert. Gleichzeitig unterstrich die Aktion mit Nachdruck die Forderung nach einem sofortigen Atomausstieg. An der Kundgebung  und der anschließenden Umrundung des Atommüll-Lagers beteiligten sich rund 100 Personen.

Konkret richtete sich die Protestaktion gegen drohende Castor-Atommüll-Transporte von Jülich und von München-Garching nach Ahaus. Gemeinsam mit den Münsterländer Anti-Atomkraft-Initiativen rufen wir weiterhin zum Protest gegen die sinnlose und gefährliche Atommüllverschiebung auf. Denn weiterhin drohen dem Ruhrgebiet im kommenden Jahr die Transporte der 152 Castoren aus Jülich – und Duisburg wird  mit seinen Rheinbrücken als Verkehrsknotenpunkt unmittelbar betroffen sein. Mehr Infos zu den Jülicher Castoren findet ihr hier oder bei unseren Freunden in Ahaus und Münster:
www.bi-ahaus.de
www.sofa-ms.de

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Am 21. November 2015 fand in Köln die Landeskonferenz der nordrhein-westfälischen Anti-Atom-Initiativen statt. Es wurde ein vielfältiger Aktionsfahrplan für das Jahr 2016 entwickelt. So wurde u. a. bekannt, das am Karfreitag der Auftakt zu den Ostermärschen wieder an der Urananreicherungsanlage in Gronau stattfinden wird und auch zum Tschernobyl-Jahrestag sind Protestaktionen geplant. Nähere Infos dazu in Kürze … (zur Pressemitteilung)

Aktuell möchten wir euch auf zwei geplante Aktionen noch in diesem Jahr in Gronau und Ahaus hinweisen und hoffen auf eure rege Beteiligung und Unterstützung!

Sonntagsspaziergang an der UAA Gronau
Sonntag 06.12.2015, ab 13:00 Uhr

Kundgebung mit der russischen Umweltjournalistin Olga Podosenova am Haupttor der Gronauer Urananreicherungsanlage (Röntgenstr. 4), nach der Kundgebung findet der traditionelle Sonntagsspaziergang statt. Olga Podosenova wird Urenco an den Gronauer Uranmüll in Russland erinnern und über die aktuelle Situation der Umweltgruppen in Russland zu berichten.

Weihnachtssonntagsspaziergang in Ahaus
Sonntag 20.12.2015, ab 14:00 Uhr, Ahaus, Atommülllager

Traditionell lassen wir das Jahr schwungvoll beim Ahauser Sonntagsspaziergang ausklingen. Motto diesmal: „Keine schöne Bescherung – weitere Castoren für Ahaus genehmigt!?“ Denn das Bundesamt für Strahlenschutz hat angekündigt, das Genehmigungsverfahren für die Castortransporte von Jülich nach Ahaus zum Jahreswechsel abzuschließen. Außerdem rücken die Castortransporte Garching – Ahaus näher, denn über Alternativen wird in Garching gar nicht diskutiert. In den letzten Jahren war der Weihnachtssonntagsspaziergang immer ein kraftvoller, überregionaler Protest – das soll auch dieses Jahr so werden. Alle Gruppen, die entlang der Castorstrecke Jülich – Ahaus wohnen, dürfen sich auf ein weihnachtliches Widerstands-Paket freuen.
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„Wir bauen ein neues Zwischenlager“

(Pressemeldung Stop Westcastor) Jülich, 21.10.15: Aufruf zum Bau eines symbolischen Castor-Zwischenlagers. Das regionale Aktionsbündnis Stop Westcastor und das überregionale Bündnis gegen Castor-Exporte rufen zur Aktion „Wir bauen ein neues Zwischenlager“ am Samstag, 24. Oktober 2015 auf dem Jülicher Wochenmarkt auf. Ab 10.00 Uhr werden die AktivistInnen – ausgerüstet mit Schutzhelmen und Blaumännern – mit dem Bau eines symbolischen Zwischenlagers für die AVR-Brennelemente beginnen. Für sie ist ein Neubau eines Zwischenlagers, das gegen Erdbeben und Flugzeugabstürze gesichert ist, die einzig akzeptable Lösung – auch wenn dies mindestens fünf Jahre dauern wird. (weiterlesen Pressemeldung) mehr Infos auf www.westcastor.de

Fotos der Aktion auf www.westcastor.de

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Drohende Castor-Transporte aus Jülich Thema beim Sonntagsspaziergang in Ahaus

Noch in diesem Jahr wird die Genehmigung für neue Castor-Transporte nach Ahaus erwartet. Dies kündigte der Vertreter des Bundesumweltministeriums kürzlich auf einer Sitzung der Atommüll-Kommission an. Ab Mitte nächsten Jahres könnten dann die Castoren aus Jülich rollen. Die Brennelemente (BE) aus Jülich sind in ihrem jetzigen Zustand aber hochporös und nicht endlagerfähig. Die Castor-Behälter müssten also geöffnet werden, um die BE entsprechend zu konditionieren. Weder das Öffnen noch die Konditionierung wäre in Ahaus möglich, erneute Transporte also unumgänglich.

Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ lehnt daher diese Transporte entschieden ab und fordert statt der sinnlosen Atommüll-Verschieberei den Bau einer erdbebensicheren Lagerhalle in Jülich. Dabei wird sie unterstützt vom Bundesverband Bürgerinitiative Umweltschutz (BBU), vom Landessarbeitskreis Atom des BUND, vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und vom Bündnis gegen Castor-Exporte, in dem auch das AntiAtom-Bündnis Niederrhein sowie regionale Initiativen aus dem Raum Jülich vertreten sind.

Der Widerstand gegen die geplanten Transporte wird das zentrale Thema des kommenden Sonntagsspaziergangs, zu dem die BI hiermit aufruft. Er findet am 18.10. um 14:00 Uhr als Kundgebung vor dem „Mahner“ im Ahauser Stadtzentrum statt.

Dort soll auch für Unterstützung einer Aktion geworben werden, die am 24.10. in Jülich geplant ist: Die örtlichen Initiativen wollen dort symbolisch mit dem Bau einer neuen Lagerhalle beginnen, um der gemeinsamen Forderung der Anti-Atomkraftbewegung Nachdruck zu verleihen.

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Urantransport flieht vor Protesten

Anti-Atom-Gruppen hatten grenzüberschreitende Proteste gegen einen Uranerzkonzentrat-Transport von Hamburg nach Narbonne angekündigt. Der erste „Yellow Cake“-Transport ab dem 12. September sollte von Protestaktionen an vielen Stellen begleitet werden. Nachdem das Schiff „Mikhail Dudin“ am Montag, 14.9. Uranerzkonzentrat im Hamburger Hafen bei der Firma C.Steinweg entlud, fuhr der Zug am Dienstag eine andere Route als sonst üblich – damit wich er zahlreichen Mahnwachen an der Transportstrecke aus – so unter anderem in Buchholz (bei Hamburg), Bremen und Münster.

Planmäßig kommt der Urantransport montags nach der Abfahrt mitten in der Nacht durch den Münsteraner Hauptbahnhof. Von 20 Uhr abends bis 7 Uhr morgens waren Aktivist_innen im Bahnhof vor Ort, um gegen den Transport zu protestieren und verteilten Flugblätter zur Information an die Bahnreisenden. Doch der Transport fuhr erst am Dienstagmittag aus dem Güterbahnhof Maschen los und Richtung Hannover, also eine komplett andere Strecke. Die Auftaktaktionen in Kiel, Hamburg, Münster und Perl hatten den Transport wohl verschreckt. Es ist zumindest ein Teilerfolg, dass die Transportunternehmen offensichtlich Angst vor öffentlichkeitswirksamen Protesten gegen die Atomtransporte haben. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Transporte zur Versorgung der Atomindustrie weltweit müssen endlich aufhören um zu einem echten Atomausstieg zu kommen!

Weitere Informationen:
Zum Verlauf der Transporte: twitter.com/urantransport
Zu den Aktionstagen: urantransport.de/aktionstage.html

Black Box Ruhrgebiet
– Wer hat diesen Zug gesehen?

29. August, 11 bis 16 Uhr, Duisburg-Innenstadt, Fußgängerzone am Forum

Black Box Ruhrgebiet - Haben Sie diesen Zug gesehen?Wenn Sie auf dem Bahnsteig stehen, kann es passieren, dass in wenigen Metern Abstand radioaktives Material an Ihnen vorbeifährt. Black Box Ruhrgebiet – welche Transporte gehen über das Duisburger Stadtgebiet? Informieren Sie sich bei uns am Samstag, 29 August 2015, in der Duisburger Innenstadt, Königsstraße in der Höhe des Forums gegenüber dem Bodenbrunnen.

Über die geplante Aktion haben u.a. bereits Studio 47 und Stadt-Panorama/Wochen-Anzeiger berichtet.

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In Tihange und anderswo: Der Erklär-Comic des WDR informiert über die Mängel und die möglichen Folgen eines Super-GAUs im Atomkraftwerk Tihange.

Tihange ist nur 65 Kilometer von Aachen und 145 von Duisburg entfernt – und für viele eine tickende Zeitbombe. Ein Super-GAU hätte auch jenseits der belgischen Grenzen katastrophale Auswirkungen.

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Neues aus der Region: Transportgenehmigung für 152 Westcastoren wird Ende 2015 erwartet

Wie beim letzten Besuch in Deutschland des Anti-Atom-Aktivisten Tom Clements aus den USA bekannt wurde, rechnet das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einer Transportgenehmigung für die 152 Westcastoren aus Jülich nach Ahaus bereits Ende 2015. Die Transporte werden jedoch erst deutlich später starten. Denn zuerst muss der Kran im Lager Jülich saniert werden. Vor Ende 2016 wird dies jedoch nichts. Trotzdem werden hier Fakten für einen Abtransport nach Ahaus geschaffen …

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Klimacamp im Rheinland (07. – 17.08.2015)

klimacamp_7-17-8-2015Das rheinische Braunkohlerevier mit seinen fünf dreckigen Kraftwerken und drei Tagebauen ist die größte Emissionsquelle Europas. Hier können wir das Übel an der Wurzel packen: hier können wir Kohleabbau stoppen! Nimm teil an den Aktionstagen von Ende Gelände (14. – 16.08.2015). (Klima)Camps sind das Herz der Klimabewegung. Hier gibt es Workshops, Aktionstrainings, Debatten, Windrad-Baukurse, Musik … Z. B. die Sommerschule „Degrowth konkret: Klimagerechtigkeit“. Das ist das Folgeprojekt der Internationalen Degrowth Konferenz (Leipzig 2014). Hier sollen konkrete Ansätze entwickelt werden, mit denen Degrowth praktisch und politisch umgesetzt werden kann.

Klimacamp-im-rheinland.de

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Pressemitteilung des Bündnis gegen Castor-Exporte vom 3.7.2015

US-Dokumente belegen: Forschungszentrum Jülich und Bundesforschungsministerium führen Öffentlichkeit beim geplanten Atommüll-Export in die USA seit Jahren in die Irre – Nichtweiterverbreitung ist nur vorgeschobenes Argument

Die Begründung für den beabsichtigten Export von 152 Castor-Behältern mit hochradioaktivem Atommüll aus dem stillgelegten Atomkraftwerk in Jülich (AVR) in die USA beruht auf vorgeschobenen Argumenten. Das belegt ein jetzt öffentlich gewordenes Dokument der nationalen Atomsicherheitsbehörde der USA (National Nuclear Security Administration, NNSA). Das als „nur für den Dienstgebrauch“ gekennzeichnete Memorandum hält fest, dass der Jülicher Atommüll keineswegs zur Herstellung von Atomwaffen geeignet ist; selbst für Terrororganisationen ist er nach Einschätzung der Experten „unattraktiv“. Es bestehe demnach keine Proliferationsgefahr. Das Material, so die NNSA wörtlich, sei „not of a proliferation concern“.

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Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel!  Mitmachen!

Der Energiekonzern Electricité de France (EdF) will im englischen Hinkley Point eines der größten Atomkraftwerke der Welt bauen. Finanzierbar ist das Projekt aber nur mit massiven Subventionen durch die britische Regierung, die klar gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Die vorhergehende EU-Kommission hat in ihrer vorletzten Sitzung diese Atombeihilfen genehmigt.

Diese skandalöse Entscheidung öffnet dem Bau neuer Atomkraftwerke in Europa Tür und Tor. Die österreichische Regierung will beim Europäischen Gerichtshof dagegen klagen, die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) haben direkt bei der EU-Kommission Beschwerde eingelegt.

Doch nur wenn der Druck der Bürgerinnen und Bürger höher wird als der Einfluss der Atomlobby, können wir die EU-Kommission dazu bewegen, die Fehlentscheidung zurückzunehmen. Der Beschwerdeweg steht jeder EU-Bürgerin und jedem EU-Bürger offen und ist ohne Kostenfolgen. Schließen Sie sich der Beschwerde der EWS an – oder formulieren Sie eine eigene Beschwerde –  und fordern Sie mit uns:
Kein Geld für Atom – Stoppt Brüssel! zur Kampagnenseite

Hintergrundinformationen zur Kampagne

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Atommüll ohne Ende, Teil II

Für die einen war es der Kontrapunkt zu einer Veranstaltung der Endlagerkommission mit dem Schwerpunkt “Öffentlichkeitsbeteiligung”, für andere die Fortsetzung der Tagungsreihe “Atommüll ohne Ende, Teil II” – über 120 Menschen versammelten sich am Samstag im Tagungszentrum Pfefferberg in Berlin auf Einladung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, um mit der vorherrschenden Atommüllpolitik der Bundesregierung und der Endlagerkommission scharf ins Gericht zu gehen … weiterlesen

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„Unglaublich – aber wahr! Demonstranten als gewaltbereite Extremisten erfasst“

Unter dieser Überschrift moniert die Bundesbeauftrage für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Andrea Voßhoff, die Tatsache, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) eine Vielzahl von Personen speichert, die bei einer Anti-Atom-Demo lediglich ihr Grundrecht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit ausgeübt hatten. Das Bundesministerium des Innern hatte in seiner Stellungnahme zu dem Prüfbericht gleichwohl einen Zusammenhang zwischen Kernkraftgegnern und Linksextremismus hergestellt. Es folgert aus der Teilnahme an einer solchen Demonstration, dass die Nutzung der Atomkraft als Ausdruck des menschenverachtenden kapitalistischen Systems kritisiert werde und dementsprechend Kernkraftgegner dieses
kapitalistische System überwinden wollten. weiterlesen

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Update: AntiAtom-Bündnis Niederrhein auf dem Duisburger Umweltmarkt 2015
Podcast aus der Sendung „Lebenswert“, einer Sendung der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales im Bürgerfunk bei Radio Duisburg, hören Sie Jürgen Mickley vom Duisburger Umweltmarkt 2015 im Interview mit Michael Zerkübel vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein.

Im Juni stehen 2 Termine an: wir beteiligen uns mit unserem Infostand am Duisburger Umweltmarkt am 13.6. und wir zeigen in unserer Filmreihe

„Das Ding am Deich“

Mittwoch, 24. Juni 2015, 19 Uhr im Syntopia,
Gerokstr. 2, 47053 Duisburg

Filmplakat Das Ding am Deich

Vom Widerstand gegen ein Atomkraftwerk
Dokumentarfilm, 2012, 93 Min.
Anfang der 1970er Jahre versetzten die Pläne zum Bau eines Atomkraftwerks die Bewohner der kleinen Elbgemeinde Brokdorf in Aufruhr. Es folgten große Proteste, die den Ort spalteten und die Republik 13 Jahre lang in Atem hielten. 1986, kurz nach dem SuperGAU von Tschernobyl, ging das AKW ans Netz. Es wurde ruhig in der Marsch, und nur noch wenige Dorfbewohner hielten an ihrem Widerspruch fest.

Mit Neugier auf diese Menschen und ihren Alltag mit einem AKW vor der Haustür macht sich der Film auf in den abgelegenen Landstrich. Ein Jahr lang umkreist er das „Ding“ und taucht mit den Erinnerungen der widerständigen Anwohner und altem Filmmaterial in eine bewegende Vergangenheit ein. Doch dann wird die Geschichte von der Gegenwart auf eine Weise eingeholt, die niemand erwartet hätte: Zuerst beschließt die Bundesregierung längere Laufzeiten für alle AKW, und nur wenig später bebt in Japan die Erde …

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Der nächste Film in unserer Filmreihe: der Spielfilm

„The House of Rising Sun“

Mittwoch, 29. April 2015, 19 Uhr im Syntopia,
Gerokstr. 2, 47053 Duisburg

Der Spielfilm „The House of Rising Sun”(The_House_of_Rising_Sun-FilmplakatAsahi no ataru ie) des japanischen Regisseurs Takafumi Ota porträtiert die Folgen einer nuklearen Katastrophe für das Leben einer Familie in einer japanischen Kleinstadt. Der Film setzt sich kontrovers mit dem Thema Atomkraft auseinander und fand aufgrund des kritischen Erzähltons keine traditionelle Finanzierungsquelle und wurde daher mithilfe von Crowdfunding realisiert.

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Anti-Kohle-Kette am 25. April

Menschenkette gegen Kohle im Braunkohle-Tagebau Garzweiler II

anti-kohle-kette-25-4-2015Mit unserer Menschenkette stärken wir die breite Bürgerbewegung gegen Kohle und unterstützen den lokalen Widerstand. Kommen Sie am 25. April 2015 zur Menschenkette und zur anschließenden Kundgebung mit Konzert und zeigen den Baggern und Klimakillern die rote Linie auf.

Gemeinsam bieten wir der Kohlelobby die Stirn!

 Auch aus Duisburg startet ein Bus, der momentan noch ein paar freie Plätze hat. Kontakt: Kerstin Ciesla/BUND Duisburg
Verbindliche Anmeldung:
kerstin.ciesla@bund-duisburg.de oder
0178 81 40 600

Abfahrt: 10:30 Uhr am Bus-Bahnhof Duisburg (Hauptausgang)
Rückfahrt 17:30 Uhr
Kosten:
5,- Euro Sozialticket
10,- Euro Normalpreis
12,- Solidaritätspreis

Was ist geplant?

Bis hierhin und nicht weiter! Unter diesem Motto wollen wir am 25. April um 13.00  Uhr eine Menschenkette entlang der Linie Keyenberg-Borschemich-Lützerath-Immerath-Tagebau Garzweiler stellen. Lückenschluss ist um 14.00 Uhr.

Von 15.00 bis 17.00 Uhr findet im Immerath dann die Abschlusskundgebung mit Konzert statt.

Weitere Informationen zur Anti-Kohle-Kette gibt es z.B. hier und hier.

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Als kleine Erinnerung: Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage Gronau: Am Karfreitag, 3. April, geht es um 11.57 Uhr an der UAA los unter dem Motto: „Es ist Drei vor Zwölf – Urananreicherung sofort beenden statt verkaufen“. Mehr als 50 Initiativen und Verbände rufen mittlerweile dazu auf.

In Gronau gibt es einen Shuttle-Bus Bahnhof-UAA und zurück zum Bahnhof !!

Auf geht’s! Urananreicherung sofort beenden statt Atomwaffentechnologie verkaufen!

Im Mittelpunkt des Ostermarsches stehen der geplante Verkauf der Betreiberfirma Urenco auf dem Weltmarkt, mit dem „der Schlüssel zur Atombombe“ (Süddeutsche Zeitung) neuen Eigentümern in die Hände fällt. Die Bundesregierung hält wider besseren Wissens weiterhin an diesen extrem gefährlichen Weiterverbreitungsplänen fest und schließt sogar einen Börsengang nicht aus.
Auch geht es um das geplante Endlos-Uranmülllager, das noch in diesem Jahr zeitlich unbefristet für 60 000 Tonnen Uranoxid in Betrieb gehen soll. Damit droht die Entstehung eines oberirdischen Endlagers in Gronau!

Wir fordern stattdessen von der NRW-Landes- und der Bundesregierung die sofortige Stilllegung der UAA Gronau sowie den Verzicht auf den hoch brisanten Verkauf und das neue Uranmüll-Endloslager.

Auf dem Ostermarsch wird es u. a. Reden aus der Anti-Atom- und Friedensbewegung geben sowie vom IPPNW, BUND, kfd und von den örtlichen Gewerkschaften. Aus Ekaterinburg am Ural reist Olga Podosenova von der russischen Umweltorganisation Ecodefense an, um an den illegalen Export von 27 000 Tonnen Gronauer Uranmüll nach Russland zu erinnern. Die russische Umweltaktivistin hat deshalb im Dezember 2014 bei der Staatsanwaltschaft in Münster erneut Strafanzeige eingereicht.
www.ostermarsch-gronau.de

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gns-anlieferungen2014Bevor es gänzlich untergeht und wir uns in Duisburg und am Niederrhein vollkommen einlullen lassen, hier nochmal zur Erinnerung: DIE GNS IST IMMER NOCH AM NETZ UND ES FINDET NACH WIE VOR EIN FLEISSIGES „REIN UND RAUS“ statt. Über den Link kommt ihr zu einer Aufstellung der Transporte aus 2014 (Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der PIRATEN, S. 5-6). Da geht es teilweise in Größenordnungen von knapp 50 Tonnen hin und her; die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle kommen sowohl aus ganz Deutschland als auch z. B. aus den USA. Und es ist davon auszugehen, dass sich in diesem Jahr daran erstmal nichts ändert. Aber lest selbst.

Ein Transport von Duisburg nach Ahaus (ca. 90 km Strecke) war laut der kleinen Anfrage zwei Tage unterwegs. So wird bei einem Transport von der Atommüllkonditionierungsanlage als Transportbeginn der 06.05.2014 angegeben, Transportende war am 08.05.14 in Ahaus. Wie diese Transportzeit auf dieser kurzen Strecke zusammenkommt, lässt sich momentan nur vermuten. Wurde der Zug an weitere Güterzüge angekoppelt und über Umwege durch die Gegend gefahren? Standen die Waggons über Nacht an Bahnhöfen in NRW einfach so herum?

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Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Ostermarsch an der Urananreicherungsanlage Gronau: Am Karfreitag, 3. April, geht es um 11.57 Uhr an der UAA los unter dem Motto: „Es ist Drei vor Zwölf – Urananreicherung sofort beenden statt verkaufen“.

Im Mittelpunkt stehen der geplante Verkauf der Betreiberfirma Urenco auf dem Weltmarkt, mit dem „der Schlüssel zur Atombombe“ (Süddeutsche Zeitung) neuen Eigentümern in die Hände gerät. Auch geht es um das geplante Endlos-Uranmülllager, das noch in diesem Jahr zeitlich unbefristet in Betrieb gehen soll. Wir fordern stattdessen von Landes- und Bundesregierung die sofortige Stilllegung der UAA Gronau sowie den Verzicht auf den hoch brisanten Verkauf.

Aktuelle Infos zum Ostermarsch Gronau auf: www.ostermarsch-gronau.de

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Update: Infos zur Demo, die Pressemitteilung und viele Fotos findet ihr hier.

Fukushima-Gedenktag

ddorf_plakat_demo-14-3-15Am Samstag, den 14.03.2015 findet ab 13 Uhr eine zentrale Fukushima-Demo in Düsseldorf statt. Die von einem deutsch-japanischen Bündnis organisierte Demonstration richtet sich gegen den Weiterbetrieb aller AKW in Deutschland und die Wiederinbetriebnahme der Reaktoren in Japan. Außerdem gegen die geplanten Atommüll-Exporte aus Jülich in die USA, den geplanten Verkauf der Urananreicherungsanlage in Gronau, gegen Castortransporte aus Garching ins Zwischenlager Ahaus – und nicht zuletzt: gegen die Ausgliederung der Atomsparte des in Düsseldorf ansässigen Eon-Konzerns als quasi „Bad Bank“.

 

Aktuelle Informationen über die Situation in Japan gibt es z. B. bei Sayonara Genpatsu Düsseldorf e.V. oder auch im Fukushima-Blog von .ausgestrahlt. Sehenswert ist auch eine multimediale Reportage des WDR.

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Bereits Manwache Moers, Fukushima-Gedenktag 11. März 2015am 11. März, dem eigentlichen Jahrestag, wird es bundesweit wieder zahlreiche Mahnwachen geben. Genaue Orts- und Zeitangaben findet ihr bei .ausgestrahlt. Wir vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein werden in Moers von 16:30 bis 18 Uhr eine Mahnwache machen.

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Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein begint im Februar mit einer
Filmreihe. Den Anfang macht der Film Deadly
Dust – Todesstaub, eine Dokumentation über den Einsatz von Uranmunition
und deren Folgen.

25 Februar 2015, 19 Uhr
SYNTOPIA, Stadtteil- und Projektladen,
Gerokstr. 2 (Ecke Eigenstraße), 47053 Duisburg-Hochfeld

Filmcover Deadly DustDer mehrfache Grimme-Preisträger Frieder Wagner drehte und produzierte 2007 diesen Dokumentarfilm mit eigenen Mitteln. Seine Recherchen sind derart brisant, dass sich bis heute kein Filmverleih bereit fand, den Film zu verlegen.

Uranmunition entsteht als Abfallprodukt bei der atomaren
Brennstoffherstellung sowie bei der Produktion von  Nuklearwaffen. Durch den Einsatz der Munition im Kosovo-Krieg, im Irak und in Afghanistan wurden ganze Landstriche radioaktiv verseucht. Die Strahlenbelastung in diesen Gegenden überschreitet die natürliche Umgebungsstrahlung um das 20.000-fache. Diese verheerenden Folgen werden bis heute von NATO und Pentagon geleugnet.

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Update:  ca. 150 Menschen haben trotz ziemlich ungemütlichem Wetter die Ahauser Protest-Tradition fortgesetzt. Atomkraftgegner*Innen vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein und aus Jülich überbrachten solidarische Grüße. Gemeinsam forderten die Demonstrant*Innen die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und den Stopp aller Atomtransporte.

Grußwort vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein

Liebe FreundInnen aus Ahaus,

20 Jahre ist eine lange Zeit für den Sonntagsspaziergang eurer kleinen aber feinen Bürgerinitiative. Wenig Zeit ist es allerdings, wenn wir uns vor Augen führen, womit wir es zu tun haben, und welche Zeiträume im Zusammenhang mit Atommüll eine Rolle spielen.

Wir vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein freuen uns, dass Ihr so lange am Ball seid. Und die jüngsten Ankündigungen der Atommafia zur Laufzeitverlängerung dieser Atommüllscheune machen ja auch noch mal deutlich, dass es viel zu tun gibt. Dazu gäbe es hier einiges zu sagen, aber das meiste wird schon noch zur Sprache kommen oder es wurde heute bereits angesprochen.

Wir wollen aber etwas ganz Besonderes zur Sprache bringen. Wir wissen nämlich gar nicht, ob ihr es wisst:
Der Sonntagsspaziergang in Ahaus irgendwann im Dezember 2011 war die Geburtsstunde des AntiAtom-Bündnisses Niederrhein. Nach dem Spaziergang trafen sich so um die 50 bis 60 AktivistInnen in Ahaus und erdachten eine fast schon legendäre Aktion: An diesem Tag wurde die Idee zum Autobahn-Aktions-Tag geboren. Und mehr oder weniger zufällig befanden sich unter den 50 bis 60 Menschen auch einige aus Duisburg und Umgebung. Wir kannten uns zwar schon alle irgendwie, aber so wirklich hatten wir noch nicht zusammengefunden. Die Idee des Autobahn-Aktions-Tages hat uns sofort begeistert und es wurde bald darauf in Duisburg ein Treffen einberufen, um zu überlegen, wie wir den mitgestalten können.

Der Rest ist dann auch schon wieder Geschichte. Seitdem sind auch wir am Ball und in Sachen der Konditionierungsanlage der GNS in Duisburg haben wir erfreulicherweise Einiges erreicht.

Bei allen Erfolgen, die wir verzeichnen können, bleibt eines aber in Erinnerung: Wenn es Euch in Ahaus nicht gegeben hätte, wären wir wahrscheinlich niemals in dieser Form zusammen gekommen! Und Eure Beharrlichkeit und Euer Mut, sich mit dieser mächtigen Atommafia anzulegen, stand oft genug Pate für uns und unsere Aktionen. Dafür unseren Dank.

Und da dieser atomare Irrsinn nach wie vor sein Unwesen treibt, möchten wir Euch eins versichern: Wir kämpfen weiter und unsere besondere Solidarität gilt dabei Euch! Wir werden Euch unterstützen, genauso wie Ihr uns immer unterstützt habt. Wir werden uns nicht zurücklehnen und sagen: Unser Problem in Duisburg wird sich bald erledigt haben. Wir bleiben weiter hin am Ball – gemeinsam und entschlossen.

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Am Sonntag, 21. Dez., wird der Ahauser Sonntagsspaziergang 20 Jahre alt! Aus diesem Grund findet um 14 Uhr am Zwischenlager in Ahaus-Ammeln ein großer Jubiläums-Spaziergang statt. Neben ein wenig Feierstimmung gibt es aber leider auch viele aktuelle Anlässe:

1. Weil es weltweit keine sichere Entsorgung für Atommüll gibt, will die GNS das Zwischenlager noch weit über 2040 hinaus betreiben (anvisierte Schließung war ursprünglich 2036). Auch der mittel- und schwachradioaktive Atommüll soll nun deutlich länger als bis 2020 in Ahaus bleiben – und es kommt immer noch neuer hinzu!

2. Ab 2018 sollen neue Castor-Transporte aus München-Garching nach Ahaus rollen.

3. Auch die Jülich-Ahaus-Transporte sind noch nicht vom Tisch. Alternativ droht die illegale Verschiffung der 305 Hammer Castoren, die in Ahaus lagern, in die USA.

Gegen diesen völlig chaotischen und verantwortungslosen Atommülltourismus und für einen sofortigen kompletten Einlagerungsstopp in Ahaus wollen wir am 21. Dezember rund ums Zwischenlager auf die Straße gehen.

Kommt nach Ahaus, bringt viele Freundinnen und Freunde sowie viel gute Laune und warme Socken mit – unser Motto bleibt:

Nix rein, nix raus – Atomausstieg ist Handarbeit!

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