Archiv – 2016

Alle Jahre wieder – Castorpläne auf Eis legen

"Endlager" aus gelben und schwarzen "Atommüll"fässern in AhausGemeinsam wollen wir am 18.12.2016 um 14 Uhr vor dem Ahauser Atommülllager das Protestjahr ausklingen lassen und uns auf den Widerstand 2017 einstimmen. Wie auch in den vergangenen Jahren bietet der traditionelle Sonntagsspaziergang dazu einen passenden Rahmen: Es gibt aktuelle Infos zu den geplanten Castortransporten Jülich-Ahaus, Garching-Ahaus, weihnachtliche VolXküche, eine Weihnachtsüberraschung* und einen winterlichen Demozug um die Atommüllhalle.

* Die Überraschung war gelungen: Die Atomianer, die „Priesterschaft des Atommülls“ errichteten mit Unterstützung aller anwesenden Aktivist*innen ein „Endlager“ gegenüber dem Eingang des Ahauser Atommülllagers.

2016-12-18_aabn_klein-3       Die Atomianer bewachen das "Endlager" aus gelben und schwarzen "Atommüll"fässern in Ahaus

Aufruf zum Advents-Sonntagsspaziergang am Ahauser Atommülllager (SofA Münster)

2017 stehen die NRW-Landtagswahl und die Bundestagswahl an und für das Wahlkampf-Jahr wird offenbar zunächst auf die geplanten Westcastor-Transporte von Jülich nach Ahaus verzichtet. Seit 2009 sollten die Westcastoren nach Ahaus gebracht werden, gelungen ist das bis heute nicht. Durch Proteste wurden die Transporte bereits 2010 und 2012 verschoben und dann (vorerst) abgesagt.

Ab 2018 soll auch atomwaffenfähiger Atommüll aus dem Münchener Forschungsreaktor
Garching 2 nach Ahaus transportiert werden. Terrorgefahr und auch die in Ahaus – wie auch überall sonst – ungelöste Entsorgungsfrage werden von den Verantwortlichen komplett ignoriert. Aktuell ist noch nicht einmal der vorgesehene Castorbehälter MTR-3 fertig konstruiert und genehmigt.

Das Atommülldesaster in Ahaus, Jülich, Garching, Asse, Gorleben und anderswo lässt sich
weder durch Stillschweigen noch durch fadenscheinige Sicherheitsbeteuerungen und auch
nicht durch Wahlkampfgetöse lösen.

Sorgen wir dafür, dass alle Castor-Transport-Pläne endgültig auf Eis gelegt werden. Unser
klares Motto bleibt: Nix rein – nix raus!

__________________________________________________________

Der Staat darf Atomkraftwerke abschalten – und es kostet wenig

Über die Verfassungsklage der Stromkonzerne gegen die entschädigungslose Rücknahme der AKW-Laufzeitverlängerung und die Einführung konkreter Abschaltdaten für alle Reaktoren nach dem Super-GAU von Fukushima hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am 6. Dezember 2016 entschieden: „Mit der Rücknahme der Laufzeitverlängerung von 2010 leistet der Gesetzgeber durch die damit erreichte, im Durchschnitt 12 Jahre frühere Abschaltung der Kernkraftwerke eine Risikominderung von ganz erheblichem Ausmaß.“ Fragen und Antworten zum Urteil von .ausgestrahlt.

__________________________________________________________

Option Zwischenlager-Neubau in Jülich: Sind 10 Jahre realistisch?

Pressemitteilung des Bündnisses gegen Castor-Exporte

Jülich,  2. Dezember 2016. Atomkraftgegner sehen sich in ihrer Kritik an den irreführenden Aussagen der Verantwortlichen über die zeitlichen Dimensionen der drei Optionen für die 152 Castoren aus Jülich bestätigt, mit denen die Öffentlichkeit seit Jahren getäuscht wird. Seit mindestens 2009 laufen die Planungen, die Castoren nach Ahaus zu bringen, seit 2012 sind Planungen für einen USA-Export bekannt und seit Jahren heißt es: Ein Zwischenlager-Neubau in Jülich dauert zehn Jahre, ohne dass diese Option voran getrieben wird. weiterlesen

__________________________________________________________

Preis der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales

Michael Zerkübel und Laudatorin Mona Manson von der Umweltstiftung Duisburg

Wir freuen uns darüber, dass dem AntiAtom-Bündnis Niederrhein der diesjährige Förderpreis der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales zuerkannt wurde. Neben Gisela Komp, die sich gegen Verkehrsbelastung durch LKW in Rheinhausen engagiert hat, war Michael Zerkübel einer der Preisträger, der den Preis stellvertretend für das AntiAtom-Bündnis entgegen nehmen durfte. weiterlesen

__________________________________________________________

Unterstützung aus dem Wendland

Gorleben ist und bleibt ein möglicher Standort für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle, die Umsetzung der Empfehlungen der Endlagerkommission in eine Gesetzesnovelle dauert und dauert und damit wird die weitere Endlagersuche wider Erwarten auch ein Wahlkampfthema. Ein Ärgernis ist auch die Lage im Fasslager Gorleben. Dass in Gorleben noch weiter Atommüll eingelagert wird, obwohl die Überwachung im Fasslager nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht, dass die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) sogar gegen eine Weisung der Atomaufsicht in Hannover klagt, sei empörend, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Bis Juli 2019 würde die Auslagerung von Fässern dauern, die neu konditioniert werden müssen. [Das sind die Fässer, die seit über einem Jahr nach Duisburg kommen]

“Wir sind uns sicher, dass es weitere Rostfässer geben wird”, so Ehmke. “Wir bleiben hellwach”, versprach Kerstin Rudek. Die BI-Frau berichtete kurz über die erfolgreiche Demonstration in Lingen, an der zahlreiche Menschen aus dem Wendland beteiligt waren:

“Jahrelang sind Tausende zu uns gekommen, um uns gegen Castor-Transporte zu unterstützen, wenn 2017 wieder Castoren rollen, zum Beispiel nach Ahaus, dann sind wir gefragt.”

Übernahme von der Website der BI Lüchow-Danneberg, 12. November 2016

__________________________________

Atomkraft jetzt den Saft abdrehen – Uranfabriken schließen

Der Skandal geht weiter: Umweltministerium verweigert den Exportstopp von Brennstäben

Als gäbe es nicht schon genug Gründe, am 29.10. in Lingen auf die Straße zu gehen, liefert uns das Bundesumweltministerium ganz aktuell noch einen weiteren Grund.
Es gibt nichts dran zu rütteln: Der Export von Brennelementen aus Lingen an die maroden Meiler in Doel, Fessenheim und Cattenom ist mit deutschem Recht nicht vereinbar und muss untersagt werden. Die Rechtsanwältin Cornelia Ziehm ist da sehr eindeutig, wie man im IPPNW-Gutachten vom Juli 2016 nachlesen kann. Das Bundesumweltministerium (BMUB) dagegen behauptet weiterhin, für einen Exportstopp dieser Art gäbe es keine rechtliche Handhabe. Dabei beruft es sich auf einen Passus im Atomgesetz, der aus dem Jahr 1958 stammt. So tief muss das BMUB also in die Mottenkiste greifen, um eine „juristische“ Begründung vorzutäuschen! Doch damit nicht genug: Der Passus wird dann auch noch falsch interpretiert bzw. durch Weglassen des entscheidenden Satzes verzerrt. Ziehm hat, beauftragt von der IPPNW, die Aussagen des BMUB bewertet und in allen Punkten widerlegt bzw. entlarvt.

Damit ist jedenfalls klar, dass die Bundesregierung nicht nur untätig ist. Sie unterlässt es nicht nur, die Bevölkerung zu schützen. Sie täuscht dabei auch noch die Öffentlichkeit mit der Behauptung, ihr seien die Hände gebunden! Ihr selbsterklärtes Ziel, sich für die Schließung der belgischen und französischen Schrottmeiler einzusetzen, ist also nicht ernst gemeint!

Zur Demo in Lingen werden inzwischen viele Busse und Mitfahrgelegenheiten angeboten. Das Anreisegebiet erstreckt sich von Kiel und Hamburg über das Wendland bis runter nach Südbaden. direkter Link zu Anreiseseite

Wenn Ihr bei Facebook aktiv seid, vergesst bitte nicht, die Seite  zu teilen!

(PM der IPPNW)

Wir organisieren noch Mitfahrgelegenheiten – bitte meldet Euch bis spätestens 25.10. bei info(ät)antiatom-buendnis-niederrhein.de

In Lingen befinden sich mit dem AKW Emsland (Lingen II) und der Brennelementefabrik zwei zentrale Atomanlagen, die erst Ende 2022 (AKW) bzw. gar nicht (Brennelementefabrik) stillgelegt werden sollen. Zusammen mit der
ebenfalls vom Atomausstieg ausgenommenen Urananreicherungsanlage Gronau ist die Areva-Brennelementefabrik in Lingen eine zentrale Atomanlage zur Versorgung der
westeuropäischen Atomkraftwerke, darunter kritische Schrottreaktoren wie Doel (Belgien) und Fessenheim sowie Cattenom (Frankreich). In Lingen und Gronau wird der Atomausstieg konsequent unterlaufen. Aber auch das immer marodere Pannen-AKW Grohnde liegt nicht weit entfernt. Doch von Atomausstieg ist weder in Niedersachsen noch in NRW etwas zu sehen. mehr

Deshalb kommt am 29. Oktober nach Lingen!

_____________________________________________________________

IPPNW und über 60 weitere Initiativen unterzeichnen Westcastor-Resolution

Presseinformation IPPNW vom 17.10.2016: Drei Wochen nach Vorstellung der Westcastor-Resolution haben inzwischen bundesweit über 60 Initiativen, Verbände und Parteien die Resolution unterzeichnet – darunter auch IPPNW-Deutschland. Die IPPNW unterstützt damit die Forderungen eines möglichst sicheren Zwischenlager-Neubaus in Jülich sowie den Stopp der Castortransportpläne aus Jülich nach Ahaus oder in die USA. Dr. Alex Rosen, Kinderarzt und stellvertretender Vorsitzender der IPPNW dazu: „Wir haben die Westcastor-Resolution unterzeichnet, weil wir, wie die vielen BürgerInnen-Initiativen in Nordrhein-Westfalen, der Meinung sind, dass gefährlicher Atommüll nicht planlos durch die Landschaft transportiert werden darf.

Kennzeichnungen für radioaktive Fracht auf der Schiene. www.urantransport.de

Radioaktive Fracht auf der Schiene. ©www.urantransport.de

Bis es eine verantwortbare Lösung für die Dauerlagerung gefährlicher Strahlenabfälle gibt, ist die sicherste Lösung für den Atommüll aus Jülich der Neubau eines sicheren Zwischenlagers auf dem Gelände. Das Lager in Ahaus ist ebenfalls unzureichend gegen Naturkatastrophen oder Anschläge gesichert und auch ein Weitertransport in die USA entbehrt aktuell jeder politischen und wissenschaftlichen Grundlage.“
Durch die Westcastor-Resolution wird deutlich, dass sich nicht nur die Betroffenen in Ahaus und dem Münsterland gegen die sinnlose Atommüllverschiebung wehren. Denn im Raum Aachen/ Jülich haben alle Anti-Atomkraft-Initiativen und mehrere politische Parteien die Resolution unterzeichnet und sprechen sich für einen möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau in Jülich aus. Darunter sind zum Beispiel das Aktionsbündnis Stop Westcastor, Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie und Bündnis 90/ Die Grünen Jülich.
Ebenso stößt die Resolution bundesweit auf Zustimmung und fordert die zuständigen Landes- und Bundesministerien endlich zu verantwortungsvoller Zusammenarbeit auf. Eigentümer der 152 Castoren ist die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen, die dem Bundesfinanzministerium gehört, aber auch das NRW-Wissenschafts- und das NRW-Umweltministerium haben Staatssekretäre im Aufsichtsrat dieser Firma und die NRW-Atomaufsicht ist weisungsbefugt, um einen sichere Lagerung der Castoren zu gewähren. „Es darf nicht sein, dass die Ministerien die Verantwortung hin und her schieben und so einen zügigen und möglichst sicheren Zwischenlager-Neubau in Jülich verzögern“ erklärt Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen. „Das ist verantwortungslos gegenüber den Menschen in Ahaus, den USA und Jülich, die dem gefährlichen Atommüll ausgesetzt sind bzw. ausgesetzt werden“.

Die Westcastor-Resolution mit stetig aktualisierter Unterzeichnerliste finden Sie unter www.sofa-ms.de.

_____________________________________________________________

Trauer um Willi Hesters

willi-sw

Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein trauert mit den Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland um Willi Hesters. Der Sprecher des Aktionsbündnisses Münsterland gegen Atomanlagen ist am 26. September 2016 im Alter von nur 61 Jahren gestorben. Das innige Mitgefühl der Initiativen gilt seiner Frau und den Familienangehörigen.

Willi Hesters setzte sich seit vielen Jahren im Münsterland und anderswo unermüdlich für eine sichere Energieversorgung ohne Atomkraftwerke und Uranfabriken ein. Immer wieder setzte er Zeichen und vermittelte, dass die Zukunft mit kleinen und großen Schritten positiv gestaltet werden kann. weiterlesen

_____________________________________________________________

Westcastor-Resolution vorgestellt – jetzt unterzeichnen

Am 24.9. wurde auf der Atommüllkonferenz in Göttingen die Westcastor-Resolution vorgstellt:

Die Forderungen:
–> Zwischenlager-Neubau in Jülich gemäß den aktuellen Sicherheits-Anforderungen mit Öffentlichkeitsbeteiligung auf Augenhöhe
–> Keine Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus!
–> Endgültige Absage des Castor-Exports aus Jülich in die USA!
–> Verantwortungsübernahme durch Verursacher und zuständige Ministerien!
–> Einhaltung des NRW-Koalitionsvertrages!

Zur vollständigen Resolution

Inzwischen haben 36 Initiativen, Verbände und Parteien die Resolution unterzeichnet. Ihr wollt auch mit eurer Anti-Atomgruppe, Umweltgruppe oder Partei unterzeichnen? Dann schreibt eine Mail mit dem Betreff Westcastor-Resolution an info[ätt]sofa-ms.de

In ähnlichen Resolutionen haben sich jüngst der Kreistag Borken und bereits 2011 die Stadträte Ahaus, Gronau und weitere gegen die Castortransporte und für einen Zwischenlager-Neubau ausgesprochen.

____________________________________________________________

Bericht von der Landeskonferenz der Anti-Atom-Initiativen NRW in Aachen

Am 10. September 2016 nahmen Vertreter*innen des AntiAtom-Bündnis Niederrhein an der Anti-Atom-Landeskonferenz (Lako) in Aachen teil. Im Welthaus An der Schanz haben sich rd. 40 Atomkraftgegner*innen getroffen, die stellvertretend für 23 Gruppen aus NRW, den Niederlanden und Belgien aktuelle Themen diskutierten und die nächsten Aktionen planten. weiterlesen

____________________________________________________________

Neues zu den Gorleben-Fässern

Wir haben ja vor ein paar Wochen darauf hingewiesen, dass der Konditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in Duisburg ein weiterer Atommüllnotstand droht. In Gorleben standen 1307 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll herum.

Die Transporte der Fässer von Gorleben nach Duisburg laufen bereits seit etwa einem Jahr. Es werden jedesmal 60 bis 80 Fässer transportiert. So weit wir wissen, sind inzwischen drei Transporte gelaufen. Dabei sind mehrfach Fässer mit Beschädigungen aufgefallen. Zunächst waren es acht Fässer mit Rostspuren.

weiterlesen

___________________________________________

Bündnis gegen Castor-Exporte in die USA vorläufig erfolgreich!

Proteste gegen Castortransporte nach Ahaus! Sondersitzung im Stadtrat Ahaus.

In Jülich lagern seit über zweieinhalb Jahren 152 Castoren ohne Genehmigung nur mit einer Sonderanordnung des NRW-Wirtschaftsministeriums. Nach einer Auflage von Wirtschaftsminister Duin muss das Jülicher Castorlager schnellstmöglich geräumt werden. Die Option eines Exports in die USA ist nun vorläufig vom Tisch. Das Bündnis gegen Castor-Exporte sieht dies als einen Erfolg der Anti-Atombewegung – nun drohen aber ganz konkret Castortransporte von Jülich nach Ahaus. Und da geplant ist, diese mit LKW durchzuführen, ist ja wohl klar, wo diese Transporte den Rhein überqueren werden. Die  A 42 wird ja auch gerade so schön erneuert …

weiterlesen

___________________________________________________________

Atomstaat „made in Gronau“

Polizei räumt Blockade vor der Urananreicherungsanlage
Erklärung der Aktivist_innen aus Gronau.

Zahlreiche Atomkraftgegner*Innen blockierten seit Montag früh, 11.07.2016 (05:00
Uhr), in Gronau beide Zufahrten zur Urananreicherungsanlage der Firma Urenco.
Bereits gestern wurden Demonstrant*innen unter Missachtung von Art. 8
Grundgesetz rechtswidrig in Gewahrsam genommen und bis zu 14 Stunden
festgehalten. Dabei gefährdete das Eingreifen der Polizei teilweise die
Sicherheit der Protestierenden. Als in der Abenddämmerung eine Person unter
einem Tripod (Dreibeinkonstruktion aus Holz) aus der bestehenden Versammlung
ohne jegliche Angabe zur Rechtsgrundlage verhaftet wurde, gefährdeten die
Polizeibeamten eine Kletterin und warfen beinahe das Gestell um. Auf die empörte
Reaktion von umstehenden Demonstrant*innen erklärten sie, die Rechtmässigkeit
der Polizeimaßnahmen sei ihnen egal.

weiterlesen

____________________________________________________________

Neue Sorgen um die Atomfabrik in Duisburg

Wie hieß es noch vor zwei Jahren, im Juni 2014???

Die Konditionierungsanlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) sollte bis 2017 im Duisburger Süden Atommüll verpacken, dann ihre Anlagen bis 2019 abbauen und damit aus Duisburg verschwinden. Schön! Dachten wir! Aber es handelte sich um Versprechungen der Betreiber und der Politiker. Wir waren und sind da immer skeptisch gewesen.

Und nun gibt’s eine neue Entwicklung, die uns mit Sorgen erfüllt.

weiterlesen

__________________________________________

Besucht uns auf dem Umweltmarkt Duisburg

Infostand AntiAtom-Bündnis Niederrhein auf dem Umweltmarkt Duisburg 2015Am 18. Juni von 10 bis 18 Uhr findet der diesjährige Umweltmarkt statt. Natürlich sind wir auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand vertreten und informieren zu aktuellen Themen. Kommt vorbei – ihr findet uns neben dem BUND-Stand direkt am Live Saver.

______________________________________________________

Symbolische Inspektion der Castor-Transportstrecke von Jülich nach Ahaus

Update: Die PM zum Streckenaktionstag findet ihr hier,
die Rede von Michael Z., AntiAtom-Bündnis Niederrhein bei der Abschlusskundgebung in Jülich hier und
Bilder vom Steckenaktionstag gibt’s hier oder z. B. auch bei Facebook

Plakat zum Streckenaktionstag 21. Mai 2016Atomkraftgegner*innen kündigen Widerstand an: Ein breites bundesweit und international aufgestelltes Bündnis aus Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbänden weist mit einer symbolischen Aktion auf drohende Atommülltransporte durch Nordrhein-Westfalen hin. Am 21. Mai werden Anti-Atomkraft-Initiativen mit einer Streckeninspektion die Taten- und Konzeptionslosigkeit der politisch Verantwortlichen im Umgang mit den insgesamt 152 Castoren verdeutlichen. Zum Auftakt wird es eine Kundgebung um 10 Uhr am Ahauser Bahnhof geben. Entlang der Transportroute werden sich Mitglieder verschiedener Anti-Atomkraft-Initiativen sammeln und zur zentralen Kundgebung auf dem Jülicher Schloßplatz reisen. Mehr Infos zum Programm in Jülich bei Stop Westcastor.

Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein wird an diesen Aktionen teilnehmen. Wir treffen uns am 21. Mai ab 10.00 Uhr vor dem Duisburger Hauptbahnhof (Harry-Epstein-Platz), um Fahrgemeinschaften zu bilden und gemeinsam nach Jülich zu fahren. Alle Interessierten, ob mit oder ohne eigenes Fahrzeug, sind herzlich eingeladen, sich dieser symbolischen Streckeninspektion auf der Fahrt nach Jülich anzuschließen.

weiterlesen

_____________________________________________________________

Atommüll-Kommission: Ein gescheiterter Neustart

Erklärung von Standortinitiativen, Anti-Atom-Initiativen und Umweltverbänden zur Begründung, warum sie der von der Atommüll-Kommission veranstalteten „Konsultation Endlagerbericht im Entwurf“ am 29. und 30. April fernbleiben:

In der gemeinsamen Erklärung heißt es unter anderem:
„Umweltgruppen und Initiativen werden nicht an einem Prozess teilnehmen, der lediglich bereits erkannte Fehler der Vergangenheit wiederholt. Als Feigenblatt für diesen Irrweg stehen wir auch weiterhin nicht zur Verfügung.

(…) Weder die Arbeit der Kommission noch ihre Ergebnisse konnten Vertrauen schaffen – im Gegenteil:

Die Kommission ist dem im Standortauswahlgesetz formulierten Anspruch, die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten, mitnichten gerecht geworden.

Die Kommission hat nicht einmal ernsthaft versucht, alternative Lageroptionen zu prüfen. Sie hat stattdessen nahtlos den auf tiefengeologische Lagerung fixierten Weg fortgesetzt, der in der Vergangenheit zu den Havarien in der Asse und Morsleben führte.

Die willkürliche politische Entscheidung für den geologisch ungeeigneten Standort Gorleben wurde nicht revidiert, sondern durch politisch motivierte Kriterien-Benennung erneut begünstigt.

Eine breite gesellschaftliche Debatte zum am wenigsten risikoreichen Umgang mit dem Atommüll hat es nie gegeben: weder vor der Verabschiedung des Gesetzes, noch während der Arbeit der Kommission.

Die Öffentlichkeit wurde in der Kommission weder frühzeitig noch angemessen beteiligt. Die ‚Beteiligung‘ reduzierte sich auf informatorische Anhörung ohne jede Ergebniswirksamkeit.“

vollständige Erklärung als PDF

_____________________________________________________________

30. Tschernobyl-Jahrestag am 26.4.2016

Auch in Duisburg wird es eine Mahnwache geben. Ihr findet uns am 26.4. ab 16:00 Uhr in der Fußgängerzone der Innenstadt (Königstraße / Nähe Amtsgericht).

In_Tschernobyl_begann_eine_neue_Zeitrechnung.Acht größere Demonstrationen erinnern dieses und nächstes Wochenende an den 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und an das Immer-noch-Atom-Risiko:
– am So 17.4. in Landshut und in Lüttich (B)
– am Sa 23.4. in Gundremmingen
– am So 24.4. in Brokdorf, in Biblis, bei Schacht Konrad, in Ahaus, in Fessenheim (F) und auf zahlreichen Brücken am Oberrhein. (Bei .ausgestrahlt gibt’s eine aktuelle Auflistung.)

Neben den Demos wird es an zahlreichen Orten in Deutschland Mahnwachen und Veranstaltungen zum Tschernobyl-Jahrestag geben.

Höchste Zeit, alle AKW endlich abzuschalten!

___________________________________________

Kletter-Protest bei RWE in Essen:
„Kohle-Tagebau und AKWs stilllegen, Urananreicherung beenden“

20. April: Wenige Stunden vor Beginn der diesjährigen RWE-Hauptversammlung
protestiert die Umweltorganisation Robin Wood mit einer Kletteraktion am
RWE-Tower in Essen gegen die verfehlte Kohle- und Atompolitik des
Energiekonzerns. Ein Aktivist entrollte am RWE-Tower u. a. ein Banner
mit der Aufschrift „verstrahlt – verkohlt – pleite“.

Die Aktion unterstreicht die Forderung an RWE, den Braunkohletagebau
umgehend zu beenden, die Kohleverstromung einzustellen sowie die
verbliebenen AKW Lingen und Gundremmingen und die
Urananreicherungsanlage in Gronau sofort stillzulegen.

weiterlesen

___________________________________________

Atomtransporte – Wieso, weshalb, warum?

Sehenswertes neues Info-Video von Robin Wood über Atomtransporte die nahezu täglich auf Straßen, Schienen und Wasserwegen durch Deutschland unterwegs sind.

______________________________________________

20 Wochen gegen 20 Atombomben

20-wochen-gegen-20-atombombenIn Büchel lagern zwanzig Atomwaffen. Zwanzig Wochen lang, vom 26. März bis zum 9. August,  werden Gruppen vor Ort mit ihren jeweiligen Symbolen Mahnwache halten oder gewaltfreie Aktionen durchführen. Vor der Heimreise werden die künstlerischen, friedens- oder frauenpolitischen, religiösen wie nichtreligiösen Symbole auf einem Grundstück beim Kreisel zum Fliegerhorst nahe der Bundesstraße dauerhaft und gut sichtbar aufgestellt werden. Auf diese Weise entsteht eine dauerhafte Friedenswiese.

Den Auftakt bildet der Jahrestag des Bundestagsbeschlusses „Deutschland muss deutliche Zeichen für eine Welt frei von Atomwaffen setzen“ und den Abschluss der Jahrestag des Atombombenabwurfes auf die Stadt Nagasaki.

Vom 23. bis 31. Juli wird das Friedensforum Duisburg dort sein – Besucher*innen und Mitstreiter*innen sind jederzeit herzlich willkommen, ob für ein paar Stunden oder die ganze Woche.

Zum Aktionskalender

______________________________________________

„Für eine friedliche und atomkraftfreie Zukunft –
Urananreicherung und Waffenexporte sofort stoppen !!“

Am Karfreitag, 25. März, startet um 12 Uhr an der Urananreicherungsanlage (UAA) Gronau, Röntgenstr. 4, der Auftakt der NRW-Ostermärsche. Wir fahren gemeinsam von Duisburg/vom Niederrhein hin. Mitfahrgelegenheit ist noch vorhanden – bei Interesse Mail an info(at)antiatom-buendnis-niederrhein.de

Bund Uranmüll und Urananreicherung werden trotz Atomausstieg weitergeführtund Länder kritisieren zwar inzwischen den Betrieb der heftig umstrittenen Atomreaktoren in Belgien und Frankreich, gleichzeitig unternehmen sie aber nichts dagegen, dass diese Atomkraftwerke von Deutschland aus mit Uranbrennstoff versorgt werden. Der UAA-Betreiber Urenco beliefert ein Drittel des Weltmarktes mit angereichertem Uran – und mit der Zentrifugentechnologie lassen sich Atombomben bauen. Die zivile und militärische Nutzung der Urananreicherung lassen sich nicht trennen! Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein ruft mit anderen Anti-Atom-Initiativen und der Friedensbewegung zur Teilnahme auf.

Aktuell gibt es auch einen Offenen Brief Brief an die Bundesregierung sowie die Länder NRW und Niedersachsen: „Belieferung für belgische und französische Pannen-AKW stoppen – Urananreicherung und Brennelementefertigung beenden“. Näheres hier

______________________________________________

Mahnwache in Duisburg am 11. März

Am 5. Jahrestag wollen wir in der Duisburger Innenstadt mit der Mahnwache und einer Ausstellung an die Katastrophe von Fukushima erinnern.

Wo/Wann: Königstraße Höhe FORUM /  15 – 17 Uhr

Fukushima mahnt - Atomanlagen jetzt abschaltenDas verheerende Erdbeben, der anschließende Tsunami und die dadurch verursachten Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Dai-ichi haben zur größten radioaktiven Verseuchung der Ozeane in der Geschichte der Menschheit geführt. Der Super-GAU hat Böden, Luft, Nahrungsmittel und Trinkwasser kontaminiert und die gesamte Bevölkerung der Region erhöhten Strahlenwerten ausgesetzt. Fünf Jahre nach der Katastrophe leben noch immer 100.000 Menschen in Notunterkünften, weil ihre Heimat verstrahlt und unbewohnbar ist. Die Massen an verseuchtem Erdreich und Grundwasser, welches seit fünf Jahren aus der Reaktorruine austritt, können nicht entsorgt werden und stellen die Verantwortlichen vor immer größere Probleme.

Fukushima-Mahnwache-Duisburg-2016_4_kleinDass solche Atomkatastrophen jederzeit auftreten können, wollen wir in einer Ausstellung verdeutlichen. Anhand von Bildmaterial zur Katastrophe von Fukushima und anderen, zum Teil weniger bekannten Atomunfällen werden die Folgen illustriert.

Unmittelbare Gefahren für Duisburg

Mit den belgischen Uralt-Atommeilern in Tihange und Doel bestehen unmittelbare Gefahren auch für Duisburg. Im Falle einer Havarie dieser Atommeiler, deren Reaktorbehälter tausende Risse aufweisen, wäre eine radioaktive Wolke binnen weniger Stunden in unserer Region. Auch das französische Atomkraftwerk Fessenheim, in dem sich im April 2014 ein Beinahe-GAU ereignete, stellt eine unmittelbare Gefahr für Duisburg dar. Fessenheim liegt in einem Erdbebengebiet und es besteht aufgrund der Lage direkt am Oberrhein eine ständige Überflutungsgefahr. Der jetzt bekannt gewordene Störfall hat verdeutlicht, dass das Atomkraftwerk schon bei einem relativ geringen Wasserschaden nicht mehr gesteuert werden kann. Eine größere Überflutung wird ernsthaftere Konsequenzen haben. Es wird Radioaktivität in den Rhein gelangen und Duisburg wäre wie viele andere Städte am Rhein direkt betroffen. Besonders empört uns die Informationspolitik der Verantwortlichen. Der ernsthafte Störfall wurde erst nach zwei Jahren bekannt. Währenddessen setzte die Politik alles daran, die Laufzeit des AKW Fessenheim zu verlängern. Die Betreiber können es technisch nicht und verfolgen trotzdem skrupellos ihre Profitinteressen.

Atomkraft ist nicht beherrschbar. Wir fordern eine sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit.

___________________________________________

„Für eine friedliche und atomkraftfreie Zukunft –
Urananreicherung und Waffenexporte sofort stoppen !!“

Am Karfreitag, 25. März, startet um 12 Uhr an der Urananreicherungsanlage (UAA)
Gronau, Röntgenstr. 4, der Auftakt der NRW-Ostermärsche: Der UAA-Betreiber
Urenco beliefert ein Drittel des Weltmarktes mit angereichertem Uran – und mit
der Zentrifugentechnologie lassen sich Atombomben bauen. Die zivile und
militärische Nutzung der Urananreicherung lassen sich nicht trennen! Das AntiAtom-Bündnis Niederrhein ruft mit anderen Anti-Atom-Initiativen und der Friedensbewegung zur Teilnahme auf. [weiterlesen]

______________________________________________

Update: Einwendungsfrist wurde verlängert bis zum 25.3.2016

– also fleißig weiter Unterschriften sammeln, einscannen und bis zum 25.3. an GermanSpentNuclearFuelEA@leidos.com mailen!

Sammeleinwendung: Keine Castorexporte in die USA

Das Bündnis gegen Castor-Exporte hat eine Sammeleinwendung an das US- amerikanische Umweltministerium (DOE) gegen die Absicht, die deutschen Castoren mit  den verstrahlten Brennelementen aus dem gescheitertem Betrieb der Hochtemperaturreaktoren in die USA zu exportieren, vorbereitet.

In dieser Sammeleinwendung werden die Bedenken gegenüber den amerikanisch-deutschen Plänen zur Lagerung und Wiederaufarbeitung von etwa 200.000 kg kommerziell genutzter deutscher Kugelbrennelemente aus den Atomkraftwerken AVR Jülich (15 MW eL) und THTR-300 (300 MW eL) in Savannah River Site gegenüber dem DOE vorgetragen.

Das Formular steht hier zum Download zur Verfügung.

Ausdrucken, unterschreiben, weitere Unterschriften sammeln und bis zum 01.03.2016 an den BUND NRW e. V. senden: Merowingerstraße 88, 40225 Düsseldorf, Fax: 0049 211 302005-26

______________________________________________________________

Derzeit verdichten sich die Informationen über die eventuelle Verbringung der 152 Jülicher Castoren in die USA. Inzwischen bringt die Bundesregierung sogar die Option ins Spiel,  über 300 weitere Castoren aus der gescheiterten THTR-Anlage Hamm-Uentrop ebenfalls in die USA zu bringen! Das geht aus einer Studie, die das US-Umweltministerium (DOE) in Auftrag gegeben hat, hervor.

Anfang Januar wurde das Aktionsbündnis STOP Westcastor von der Bürgerinitiative Savannah River Site Watch (SRS Watch) aus South Carolina darüber informiert, dass das DOE sich inzwischen wohl bereit erklärt hat, den hoch verstrahlten Atommüll aus dem Betrieb des Jülicher AVR Versuchsreaktors aufzunehmen. weiterlesen

ältere Artikel