Duisburg als Atommüll-Drehscheibe der Republik? Schluss damit!

Verschiedentlich ist es ja schon angeklungen: Am Samstag, den 14. September rufen wir in Duisburg zu einer Großdemonstration gegen die Konditionierungsanlage der GNS auf. Wir wollen nicht, dass Duisburg mehr und mehr zur Atommüll-Drehscheibe für die ganze Republik wird. Wir wollen, dass die Anlage der Gesellschaft für Nuklearservice ihre Tore in Duisburg schließt – und zwar für immer.

Der 14. September, wenige Tage vor der Bundestagswahl, ist ein bewusst gewähltes Datum. Wir wollen mit unserer Demonstration diesmal nicht nur die Öffentlichkeit in Duisburg erreichen und die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen dazu bringen, ihr jahrelanges Versprechen nach Schließung der Anlage in Duisburg endlich einzulösen. Diesmal wollen wir auch ein Zeichen an die Bundespolitik senden. Dieses scheint bitter nötig zu sein. Duisburg ist nämlich mit einer Anlage für die Verarbeitung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen direkt am Wohngebiet nicht allein. Die Firma „Eckert & Ziegler“ betreibt in Braunschweig eine ähnliche Anlage. Und was sich dort abspielt ist nicht minder unakzeptabel als das, was in Duisburg vor sich geht.

Atommüllverpackung und Atomtransporte auf Kosten der Gesundheit von Menschen, die nichts anderes wollen, als unbehelligt in ihrer Stadt zu leben, ist also ein Skandal, der bundesweite Bedeutung gewinnt. Im Fahrwasser der „großen“ Diskussionen um Atom„ausstieg“ und Suche nach einen „End“lager für hochradioaktive Abfälle hat sich der unsägliche und unverantwortliche Umgang mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen zu einem massiven Problem entwickelt: Ungelöste Endlagerfrage, riskante Transporte im großen Stil und direkte Gefahren durch die Anlagen also solche. Diese Probleme grassieren inzwischen an verschiedenen Orten und in verschiedenen Bundesländern. Und wir sprechen hier immerhin von 95% des Volumens an Atommüll.

Wir geben keine Ruhe mehr – Demos in Duisburg, Braunschweig und Cattenom

Und darum wird es am 14. September nicht nur in Duisburg, sondern auch in Braunschweig eine Demonstration geben, damit die bundesweite Ratlosigkeit und Unverantwortlichkeit der Atomindustrie im Umgang mit ihrem Müll auch den entsprechenden Rahmen bekommt. Wir nehmen die Machenschaften dieser Atomindustrie nicht unwidersprochen hin. Wir zeigen Zähne und wir verzahnen unseren Widerstand. Wir freuen uns, dass die Bürgerinitiative Strahlenschutz Braunschweig („BISS“) hier eng mit uns zusammenarbeitet und wünschen unseren MitstreiterInnen dort viel Erfolg und gutes Gelingen.

Und damit nicht genug: Auch in Frankreich findet an diesem Tag eine Demonstration am Uralt-Atomkraftwerk Cattenom statt. Dieses bedroht aufgrund der unmittelbaren Nähe zur bundesdeutschen Staatsgrenze auch große Teile des Saarlandes. Die atomaren Risiken machen ebenso wenig Halt vor Staatsgrenzen wie der Transport von Atommüll. Da ist es nahezu logisch, dass auch das große Geld, was mit all dem verdient wird, über die Grenzen hin- und herwandert. Freilich profitieren hiervon nur die wenigsten. Die Risiken und Gefahren bleiben für die Bürger übrig – nicht nur für die in Duisburg. Zeit, dass dies aufhört: Schluss mit diesem Irrsinn. Stilllegung der Anlagen in Duisburg und Braunschweig. Konsequenter Atomausstieg ohne „Wenn“ und „Aber“, also überall !!!

Die GNS ist reich und mächtig – wir sind unermüdlich und engagiert!

Unsere Demonstrationsvorbereitungen laufen schon auf Hochtouren und in der vergangenen Woche haben wir die „heiße Phase“ dieser Vorbereitungen eingeläutet: Seitdem arbeiten viele von uns (ehrenamtlich!) nahezu täglich und auch bis in die Nacht hinein. Und wir sind mehr als zuversichtlich, dass wir diese Demonstration am 14. September gut organisiert bekommen. Vor allem gilt es, innerhalb der nächsten Tage und Wochen noch einige Tausend Handzettel zu verteilen und so noch viele weitere Menschen für eine Teilnahme an der Demonstration zu gewinnen.

Wir haben noch ein paar Demonstrationsplakate in der Größe DIN A3 im Angebot. Diese werden wir in den nächsten Tagen zwar fleißig aushängen, aber wer sich vorstellen kann, ein solches auch bei sich im näheren Umfeld, in einem Fenster, seinem Auto oder an anderer Stelle auszuhängen, wo ein solches Plakat wahrgenommen wird, ist uns willkommen. Sowohl Handzettel als auch Plakate stellen wir kostenlos zur Verfügung und sorgen natürlich auch dafür, dass diese zu Ihnen/Euch gelangen.

Bei Interesse (oder auch Rückfragen wo z. B. ein Plakat problemlos ausgehängt werden kann) bitten wir um kurze Rückmeldung per E-Mail: info@antiatom-buendnis-niederrhein.de

Und bitte nicht vergessen: Sprechen Sie Freunde, Bekannte, KollegInnen und NachbarInnen an. Weisen Sie auf die Anlage der GNS in Duisburg hin. Wir sind immer wieder überrascht, wieviele Menschen ahnungslos in Duisburg leben, nicht die leiseste Ahnung davon haben, was hier passiert. Nur wer informiert ist, kann sich dagegen wehren. Und wer sich dagegen wehren will, kann dies am 14. September auf der angemeldeten Demonstration tun.

Wir hoffen auf zahlreiche Teilnahme am 14. September

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