Jülich – Ahaus: Jetzt doch Castorwahnsinn?

Bund, Land und das Forschungszentrum Jülich starten den dritten Versuch in 10 Jahren: Gestern veröffentlichten die Aachener Nachrichten Pläne, in 2019 doch die 152 Westcastoren mit den 300 000 hochradioaktiven Brennelementkugeln über die Autobahnen von NRW mitten durchs Ruhrgebiet nach Ahaus zu bringen. Das scheiterte schon 2010 und 2012 an unserem Widerstand, weil allein das Chaos auf den Autobahnen als zu groß eingeschätzt wurde.

Deshalb wurde damals die Option ins Spiel gebracht, den hochradioaktiven Atommüll in die USA zu bringen. Diese Option läuft weiter und es kann sein, dass die jetzige Ankündigung ein reines Ablenkungsmanöver ist. Zudem klagt die Stadt Ahaus gegen die Einlagerungsgenehmigung für Ahaus, das BfE zog deshalb neulich die sofortige Vollziehbarkeit der Einlagerungsgenehmigung zurück. Es gibt derzeit für Ahaus also weder eine vollziehbare Einlagerungsgenehmigung und noch überhaupt eine Transportgenehmigung. Der Neubau eines Zwischenlagers in Jülich selbst wurde jedoch nie ernsthaft nachgedacht. Die Gewerkschaft der Polizei lehnte die neuen Castor-Pläne übrigens sofort ab. Das zeigt, dass die Gegenseite vor unserem Protest durchaus Respekt hat – Widerstand wirkt.

Hier ein sehr guter Kommentar der Aachener Nachrichten

Nichtsdestotrotz erhöhen Bund und Land den Druck auf Anti-Atom- und Umweltbewegung in NRW, denn neben der Urananreicherung, Brennelementefertigung sowie den Uranexporten nach Tihange, Doel, Fessenheim, Cattenom, Olkiluoto, Ukraine etc. und der fortgesetzten Braunkohleförderung und Kohleverstromung wird nun ein weiteres Fass aufgemacht.

Deshalb rufen wir euch auf, morgen (Sonntag) noch spontan zu den ohnenhin geplanten Kundgebungen in Ahaus (14 Uhr Stadthalle) oder am Hambacher Forst (11.30 Uhr, Unterstr., Morschenich) zu kommen, um der Bundes- und Landesregierung an der roten Linie die rote Karte zu zeigen.

Wir werden auch diese neue Provokation gemeinsam beantworten und die Castoren stoppen, bevor sie losfahren.

Unsere nächste zentrale Protestaktion ist der Ostermarsch zur UAA Gronau am Karfreitag, 30. März, Startpunkt 13 Uhr: Bahnhof Gronau (www.ostermarsch-gronau.de).

Das Atommüllchaos zeigt erneut, dass es nur eine sinnvolle Lösung gibt:

Alle laufenden Atomanlagen sofort stilllegen!

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