Preis der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales

Redebeitrag Michael Zerkübel vom AntiAtom-Bündnis Niederrhein bei der Preisverleihung der Umweltstiftung DuisburgWir freuen uns darüber, dass dem AntiAtom-Bündnis Niederrhein der diesjährige Förderpreis der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales zuerkannt wurde. Neben Gisela Komp, die sich gegen Verkehrsbelastung durch LKW in Rheinhausen engagiert hat, war Michael Zerkübel einer der Preisträger, der den Preis stellvertretend für das AntiAtom-Bündnis entgegen nehmen durfte.

Wir freuen uns über diese Anerkennung gerade in Zeiten, in denen die vielen ungelösten Fragen rund um Atomtechnologie und Atommüllentsorgung in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen werden. Und dieser Preis ist selbstverständlich Verpflichtung, uns auch in den nächsten Jahren mit aller Kraft zu engagieren. Atomausstieg und Klimaschutz brauchen weiterhin langen Atem und viel Unterstützung und Protest. Wir bleiben aktiv. Damit es schnellstmöglich wirklich „Schluss mit der Atomkraft“ heißt …

Aus der Laudatio:

Michael Zerkübel und Laudatorin Mona Manson von der Umweltstiftung Duisburg

Michael Zerkübel und Laudatorin Mona Manson

“ Man sieht es nicht, man riecht es nicht, man hört es nicht, aber es ist da. Auch hier in

Duisburg, im Stadtteil Wanheimerort, in Gestalt der ‚Gesellschaft für Nuklearservice‘, deren Name recht freundlich rüberkommt, gäbe es nicht das Wörtchen ‚Nuklear‘. Es handelt sich ja um Radioaktivität, ein Fluch und Segen der Physik, der aber in großen, konzentrierten Mengen vor allem eine Gefahr ist.

Daß wir Duisburger erfahren und immer wieder daran erinnert werden, daß diese nukleare Gefahr bei uns zu Hause ist, dafür sorgt seit 5 Jahren eine Gruppe ‚mäßig-junger‘ Leute, das AntiAtom-Bündnis Niederrhein.

Einer  der Gegner in unserem Kampf für eine gesunde Umwelt, die Atomlobby, ist übermächtig und omnipräsent. Sie agiert bis hinein in die sozialen Medien mit ihrer irreführend ‚umweltfreundlichen‘ Werbung – so wie es die RWE als Beruhigungsmittel für überwiegend junge Leute betreibt. Ohne wachsamen Widerstand gegen diese Machenschaften wären wir nicht so weit gekommen mit der Umstellung z. B. auf erneuerbare Energien. Aber daß der Widerstand aufrechterhalten werden muss, sehen wir an hochgefährlichen Schrottreaktoren wie Fessenheim und Tihange. Das sehen wir an der Tatsache, daß Brennelemente made in Gronau, Germany weiterhin ins Ausland, wie auch nach Fukushima, verkauft werden.

Wir können sehr froh sein, daß sichtbar und hörbar Widerstand durch Menschen wie Michael Zerkübel und seine Mitstreiter hier in Duisburg geleistet wird. Wir danken dafür, gratulieren zum vorbildlichen Beitrag zum Umweltschutz in Duisburg, und wünschen viel Erfolg für die Zukunft!“

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