Demo 14. September 2013

Mehrere Tausend Menschen haben am 14. September, eine Woche vor der Bundestagswahl, auf Anti-Atom-Demon­strationen deutlich gemacht, dass die Auseinandersetzung um Atomenergie weitergeht. In Duisburg demonstrierten ab fünf vor zwölf rund 250 Menschen bei teilweise starkem Regen gegen die Atommüll-Konditionierungs­anlage der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) mitten im Wohngebiet Duisburg-Wanheim. – In Braunschweig umzingelten mehr als 2.000 Menschen die Fa. Eckert&Ziegler. – Und unter deutscher Beteiligung aus dem Grenzland demonstrierten rund 500 Menschen im französischen Metz gegen das AKW Cattenom.

Hier gibts ein paar Bilder zur Demo

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Hier das Programm und einige Hinweise zur Anreise:

Beginn des Vorprogramms ab ca. 11.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz mit Musik und Infoständen verschiedener Anti-Atom-Initiativen, Umweltschutzinitiativen, Ökostrom-Anbieter etc.

Beginn der Auftakt-Kundgebung um 11.55 („Fünf vor Zwölf“): Atomland NRW – kein Atomkraftwerk in diesem Land, aber trotzdem mitten drin im Geschehen.
Redebeiträge von

  • Dr. Eva Stegen (Energiereferentin Elektrizitätswerke Schönau – EWS)
  • Udo Buchholz (Bundesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz – BBU),
  • Kerstin Ciesla (stellvertr. Landesvorsitzende des BUND/AntiAtom-Bündnis Niederrhein).

Anschl. Demonstrationszug durch Duisburg.

Ca. 13.30 Zwischenkundgebung: Atommüll in Wohngebieten – Strahlendes Risiko für Mensch und Umwelt.
Redebeiträge von

  • Michael Zerkübel (AntiAtom-Bündnis Niederrhein),
  • Raschid Alimov (Umweltaktivist aus Russland).

Anschl. Fortsetzung des Demonstrationszugs durch Duisburg

Ab 15.00 Uhr – vor der Abschlusskundgebung (Bahnhofsvorplatz):
Pressefoto „Menschliches Piktogramm“.
Wir wollen uns mit möglichst vielen DemonstrationsteilnehmerInnen zu einem menschlichen Atompiktogramm aufstellen. Die Presse hat die Möglichkeit, dies aus einer gewissen Höhe zu fotografieren, macht also was her. Dies soll so funktionieren, dass alle teilnehmenden Menschen farbigen Karton über ihre Köpfe halten. Wer also fotoscheu ist, braucht sich nicht zu sorgen: Gesichter sind nicht erkennbar.

Ca. 15.15 Uhr Beginn Abschlusskundgebung: Atommüllentsorgung und -transporte in NRW und Deutschland – Dilemma ohne Ende.
Redebeiträge von:

  • Heiner Möllers (BI Kein Atommüll in Ahaus)
  • Grußwort der Bürgerinitiative Strahlenschutz Braunschweig (BISS)
  • Pradeep Indulkar (Regisseur des indischen Films ‚High Power‘)
  • Kerstin Rudek (BI Lüchow-Dannenberg).

Ende der Demonstration: ca. 16.00 Uhr.

Musikalisches Rahmenprogramm: Fresh Game, Mensch zu Mensch (Chor aus Duisburg).

Der Demonstrationszug wird folgenden Verlauf nehmen:

Vom Bahnhofsvorplatz über die Mercatorstraße und die Düsseldorfer Straße in Richtung Königsstraße  –  Zwischenkundgebung auf der Düsseldorfer Straße im Bereich der Fußgängerzone oder alternativ im Kantpark (ist abhängig von der Teilnehmerzahl. Es gibt polizeiliche Auflagen, denen zu Folge ab einer bestimmten Teilnehmerzahl in den Kant-Park ausgewichen werden muss) – über das Dellviertel und die Friedrich-Wilhlem-Straße zurück zum Bahnhofsvorplatz .

Anreise:
Es wird voll am 14. September in der Duisburger Innenstadt! Neben unserer Demonstration findet noch eine weitere Großveranstaltung in unmittelbarer Nähe statt. Das nehmen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge hin. Weinend insofern, als wir mit unserem Demonstrationszug nicht überall dort langziehen können, wo wir uns das gewünscht haben. Lachend, weil wir so auf viel Publikum zählen können und unser Anliegen – KEIN ATOMMÜLL IN WOHNGEBIETEN – SCHLUSS MIT SINNLOSEN ATOMTRANSPORTEN vielen Menschen bewusst machen können.

Weil es so voll wird, dürfte es mit der Parkplatzsuche am 14. September nicht ganz so einfach werden. Wir bitten nach Möglichkeit Geduld mitzubringen oder besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. PKW können auch in der Peripherie geparkt und der Rest recht einfach mit Bus und Bahn zurück gelegt werden!

Für alle, die mit gecharterten Bussen anreisen, besteht die Möglichkeit, direkt am Geschehen aus- und nach der Demo wieder einzusteigen. Parkmöglichkeiten für Busse sind ebenfalls vorhanden, aber etwas abseits. Bitte meldet anreisende Busse möglichst zwei bis drei Tage vor dem 14. September per Mail an. Wir werden dann den Organisatoren eine aktuelle Handy-Nummer übermitteln, um hier für einen reibungslosen Ablauf sorgen zu können.

Gebührenfreie Parkmöglichkeiten für PKW stehen in begrenzter Zahl im Bereich des Rheinparks in Duisburg-Hochfeld zur Verfügung. Von dort geht es entweder mit der Straßenbahn-Linie 901 oder mit DB-Regionalverkehr ab S-Bahnhof „Duisburg-Hochfeld“ innerhalb weniger Minuten weiter zum Hauptbahnhof. Fürs Navi: Wanheimer Straße 223 in 47051 Duisburg. Dies ist die Adresse eines Motorad-Zubehörhandels. Die Parkplätze befinden sich direkt gegenüber oder ein paar Meter weiter hinter der Eisenbahnbrücke. Neben dem Motoradzubehör-Handel führt eine Straße in ein Wohn-/Industriegebiet, wo die Parkplatzsuche auch recht erfolgreich sein dürfte.

Wir freuen uns heute schon auf Ihr/Euer zahlreiches Kommen. Sprecht Freunde, Bekannte, Kollegen und Nachbarn an. Die Machenschaften der Atomindustrie gehen uns alle an. Setzen wir ein deutliches Zeichen gegen den Atomirrsinn landauf und landab.

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Die Mobilisierung geht weiter! Wer noch Plakate (A 3) bestellen möchte, kann das hier tun. Unsere Freunde vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen versenden kostenlos, freuen sich aber über eine kleine Spende für Druck und Porto. Zu bestellen gibt es das Plakat in 10er, 30er oder 50er Einheiten.

Aufruf zur Demo am 14.9.2013 in Duisburg

Das Plakat zum Selber-Ausdrucken: Demo-14-9-2013-Plakat-final

Der Demo-Aufruf (A5) zum Download: Handzettel-Demo-14-9-2013

Hier der Text des Aufrufs

Duisburg als Atommülldrehscheibe der ganzen Republik …

egal, wo der Atommüll in Deutschland anfällt, er wird unter Gefährdung von Mensch und Umwelt durch die ganze Republik gekarrt, auch durch dicht besiedelte Regionen wie das Ruhrgebiet. Unfälle im Straßen- und Bahnverkehr gehören zum Alltag. Sollte hiervon ein Atommülltransport betroffen sein, entsteht möglicherweise eine nicht beherrschbare Situation. Duisburg wurde still und heimlich zur zentralen Drehscheibe für Atommüll ausgebaut! Die Risiken sind nicht hinnehmbar.

Es ist fünf vor zwölf!!!

Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), ein Unternehmen der Konzerne RWE, EON, EnBw und Vattenfall, betreibt neben weiteren Atomanlagen – der bekannteste Standort dürfte Gorleben sein -, auch mitten in Duisburg eine Anlage zur Konditionierung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll. Dabei wird radioaktives Material durch Schreddern oder Verpressen im Volumen verkleinert und verpackt. Metallischer Atomschrott wird sandgestrahlt und anschließend weiter verarbeitet oder auf Sondermülldeponien „entsorgt“. Auf dem Gelände der GNS in Duisburg dürfen nach derzeitigem Genehmigungsstand 3300t Atommüll gelagert werden. Selbst wenn es nicht zu Unfällen kommt: Durch die Anlage in Duisburg und die damit verbundenen Transporte sind Mensch und Umwelt einer erhöhten Strahlung ausgesetzt.

Es ist fünf vor 12 !!! Demonstriert mit uns am 14. September. in Duisburg

* Schluss mit Atomtransporten

* Keine weitere Produktion von Atommüll

* Sofortige Abschaltung aller Atomanlagen

Widerstand verzahnen – Zähne zeigen! Die Anti-Atomkraft-Bewegung geht am 14.09.13 in Braunschweig, Cattenom und Duisburg auf die Straße!

Wir betrachten uns als Bürgerbewegung und informieren Parteien, Wählergemeinschaften usw. hiermit, dass auf dieser Demo Parteifahnen unerwünscht sind und ausreichend Antiatomkraftfahnen vor Ort erhältlich sein werden.